Kleiner Hunger zwischendurch? Keine Lust, aufwändig zu kochen? Döner, Pizza, Pasta und Co. sind da genau das Richtige. Doch wie entstanden eigentlich unsere Fast-Food-Favoriten?

Pizza

Die berühmte Pizza Margherita, wer kennt sie nicht? Es gibt sie überall, wo man Pizza kaufen kann ... egal ob beim Pizza-Service oder beim Italiener um die Ecke. Dieser Pizza-Klassiker ist übrigens nach der Königin Margherita benannt. Der Legende nach hat der Pizzabäcker Pizzaiolo Raffaele Esposito erstmals 1889 in Neapel eine Pizza zubereitet, wie wir sie heute kennen. Er bekam den Auftrag von König Umberto I. und seiner Frau Margherita. Belegt wurde sie - so die Überlieferung - in den italienischen Nationalfarben ... also mit grünem Basilikum, weißer Mozzarella und roten Tomaten. Inzwischen weiß man, dass die Königin Margherita schon vor 1889 mit Pizza beliefert wurde. Und natürlich ist es auch kein Geheimnis, dass die Pizza viele Vorgänger hat: Dazu gehört etwa der Flammkuchen oder die türkische Pizza Lahmacun. Diese sollen übrigens die Assyrer im 2. Jahrtausend v. Chr. erfunden haben.

Der Döner

Zwar ist unbekannt, wer den ersten Döner-Imbiss in Deutschland eröffnet hat, allerdings hält sich hartnäckig das Gerücht, dass dies Anfang der 1970er Jahre am "Kotti" in Berlin-Kreuzberg geschehen ist. Allerdings ist es eine Legende, dass dieses Fleischgericht im Fladenbrot dort seiner Ursprung hat. Denn die Entstehungsgeschichte ist wesentlich älter. Das Zubereiten von Fleisch am Drehspieß hat im Orient eine lange Tradition.

Die Idee, geschichtetes Fleisch an einem senkrecht stehenden Spieß zu grillen, soll zum ersten Mal dem Koch Hamdi in Kastamonu gekommen sein. Auch einem gewissen İskender wird diese Erfindung zugeschrieben: Er verarbeitete in Bursa Hammelfleisch zum Teil zu Hackfleisch und schichtete dieses zwischen weichgeklopfte Fleischscheiben. Übrigens soll in Bursa auch der Name "Döner Kebap" entstanden sein. Ob diese Geschichten stimmen, ist nicht sicher, denn sehr ähnliche Gerichte wie den Döner gibt es auch in Griechenland - das berühmte Gyros - und im arabischen Raum - das Schawarma. Beide Speisen werden ebenfalls an einem senkrecht stehenden Spieß gegrillt.

Nudeln

Nudeln mit Tomatensoße ist nicht nur bei Kindern ein Favorit auf dem Speiseplan. Und das hat Tradition: Die ersten Zeugnisse für die Herstellung der Teigspeise stammen aus Ostasien und sind etwa 4000 Jahre alt. Doch die Ostasiaten waren nicht die einzigen, die dieses Gericht entdeckten. Denn Nudelgerichte sollen in Europa - genauer gesagt in Griechenland - schon in der Antike beheimatet gewesen sein. Das erste schriftliche Dokument über den Nudelverzehr in Italien stammt aus dem 12. Jahrhundert. In ihm wird berichtet, dass in Sizilien große Mengen einer fadenförmige Speise aus Mehl herstellt wurden.

Croissant

Keine richtige Mahlzeit, aber kalorienreich und sehr lecker: das Croissant. Über seine Entstehung ranken sich verschiedene Legenden. Eine besagt, das Gebäck sei nach der Belagerung Wiens durch die Türken im Jahr 1683 entstanden. Damals wollten die Türken nachts einen Tunnel in die belagerte Stadt buddeln, aber die Wiener Bäcker haben es gemerkt. Am Ende stand nicht nur die Niederlage der Türken, sondern auch die Erfindung des Hörnchens in Form des türkischen Halbmonds.

Eine andere Geschichte besagt, dass Marie Antoinette das Croissant in Frankreich populär machte. Denn sie war nicht nur die Frau Ludwigs XVI., sondern auch Tochter von Maria Theresia von Österreich. So brachte sie das österreichische Kipferl mit, das in Frankreich nach der Sichelform des zunehmenden Mondes umbenannt wurde.

Hamburger

Was wäre unsere Fast-Food-Kultur ohne Hamburger? Doch wie ist der Klassiker unter den Burgern entstanden? Es gibt verschiedene Theorien: Zum Beispiel die, dass der Snack wirklich etwas mit der Stadt Hamburg zu tun hat. So gibt es in Norddeutschland und Hamburg den Ausdruck "Rundstück warm" - ein Brötchen (Rundstück) mit einer Bratenscheibe und Bratensoße oder aber mit Hackfleischfrikadelle. Dieses Rezept soll über deutsche Einwanderer seinen Weg in die USA gefunden haben. Mitte des 19. Jahrhunderts versteht man unter den Begriff "Hamburger Steak" ein Steak aus Rinderhackfleisch. Wurde dieses Fleisch im Brötchen serviert, nannte man es "Hamburger Sandwich". In der Mitte des 20. Jahrhunderts verkürzte sich das Wort zum Begriff "Hamburger" oder "Burger".

Sandwich

Es muss nicht immer ein Burger sein, ein Sandwich tut es auch. Die Legende besagt, dass John Montagu, der vierte Earl of Sandwich und britischer Staatsmann, der Namensgeber des Snacks ist. Der leidenschaftliche Kartenspieler fand 1762 während eines stundenlangen Cribbage-Spiels keine Muße zum Essen und ließ sich deshalb sein Essen zwischen zwei Brotscheiben legen. Seine Mitspieler sollen darauf ebenso ein "Brot wie Sandwich" verlangt haben. Eine andere Entstehungsgeschichte berichtet, dass der Earl von Sandwich seine Arbeit nicht unterbrechen wollte und deshalb Sandwichs aß.

Kaffee

Ob Sandwich oder Donut: Für viele gehört der "coffee to go" einfach dazu. Vom morgendlichen Frühstücksritual ist der Kaffee in den meisten Fällen sowieso nicht wegzudenken. Doch wo liegen seine Wurzeln? Die Legende erzählt, dass zuerst Hirten aus der äthiopischen Region Kaffa die belebende Wirkung der Früchte erkannt haben. Der Teil ihrer Herde, der von den roten Früchten gefressen hatte, war bis in die Nacht putzmunter... im Gegensatz zum anderen Teil der Herde. Dies wurde Mönchen bekannt, die sich aus den Früchten einen Aufguss bereiteten und so bis tief in die Nacht hinein wach bleiben konnten. Allgemein gilt die Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens als Ursprungsgebiet des Kaffees. Von dort gelangte er wahrscheinlich im 14. Jahrhundert in den arabischen Raum. Erst später fand er seinen Weg nach Europa und Deutschland. Das erste deutsche Kaffeehaus eröffnete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Bremen.