Die chinesische Stadt Wuhan geriet durch den Ausbruch des Coronavirus in den Fokus. Nach einer Phase ohne Erkrankte wurden nun mehrere Neuinfektionen bekannt. Die elf Millionen Einwohner der Stadt sollen sich laut Medienberichten nun alle auf das Virus testen lassen. Währenddessen wird eine andere Millionenstadt in China abgeschottet.

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In China haben die Behörden erneut eine Metropole wegen des Corona-Risikos weitgehend abgeschottet. Die gut vier Millionen Einwohner von Jilin im Nordosten des Landes dürfen die Stadt nur verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können und sich in Quarantäne begeben, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Die Bus- und Zugverbindungen der Industriestadt gut tausend Kilometer von Peking sind ausgesetzt, auch Kinos und Fitnessstudios mussten schließen.

In einem Vorort von Jilin war am Wochenende ein neuer Infektionsherd mit inzwischen 21 Fällen bekannt geworden. Die Stadtverwaltung nannte die Lage "sehr ernst". Es gebe ein hohes Ansteckungsrisiko.

Coronavirus: Sechs neue Infektionen in Wuhan

Nachdem in Wuhan nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen sechs neue Infektionen festgestellt wurden, entschied die Stadt, dass die elf Millionen Einwohner sich in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen müssen. Die Tests sollen innerhalb von zehn Tagen durchgeführt werden.

Bis Ende April hatte Wuhan, wo das Virus möglicherweise schon im November ausgebrochen war, laut dem Bericht rund eine Million Menschen getestet. Die chinesische Website "The Paper" berichtete, dass die Bezirke der Stadt einen Plan ausarbeiten sollen, wie der Massentest durchgeführt werden kann.

Wuhan als erste Stadt abgeschottet

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Krankenhäuser Ende Januar und im Februar völlig überfordert waren. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China gab es 50.000 allein in der Metropole.

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Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3.300 aufgeführten Toten durch die Lungenkrankheit COVID-19 mehr als 2.500 in Wuhan zu beklagen. Es wird aber davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der offiziellen Statistik mitgezählt wurden. (awa/dpa/apf)

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