Blutmond am Himmel in Europa vielerorts gut sichtbar

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Frühaufsteher bekommen am Montagmorgen ein besonderes Spektakel geboten: Über eine Stunde präsentiert sich der Mond blutrot am Himmel.

Zwischen 4:34 und 5:41 Uhr leuchtet der Mond blutrot am Himmel und bietet Frühaufstehern ein besonderes Himmelsspektakel.
Das tut der Himmelskörper, weil er in den Kernschatten der Erde eintritt und dadurch eine totale Mondfinsternis entsteht.
Die frostigen Temperaturen machen das Schauspiel möglich: Der Himmel war an vielen Orten klar oder nur wenig bewölkt, so wie hier über Büttelborn in Südhessen. Nur im Norden Deutschlands und im Alpenvorland machte das Wetter den "Blutmond"-Fans teilweise einen Strich durch die Rechnung: Viele Wolken verdeckten dort die Sicht.
Zu einer Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dann genau auf einer Linie.
Während der Mondfinsternis werden die Strahlen der Sonne in der Atmosphäre der Erde gebrochen. Da nur das langwellige rötliche Licht zum Mond gelangt, schimmert dieser rötlich.
Eine Stunde lang hält sich der Mond etwa im Kernschatten auf und kann in seiner roten Schönheit betrachtet werden.
Der Mond steht zudem gerade auf einem besonders erdnahen Abschnitt seiner Bahn, die in etwa wie ein Ellipse verläuft. Deswegen erscheint er besonders groß.
Neben dem Mond sind auch die Planeten Venus und Jupiter nah beieinander am Himmel zu bewundern.
Hier präsentiert sich der Blutmond zwischen einer Industrieanlage im Landschaftspark Duisburg.
Farbkontraste: Der Mond leuchtet rot, während der Hochofen im Landschaftspark in Duisburg pink angestrahlt wird.
Die nächste totale Mondfinsternis in Deutschland findet laut DWD erst in neun Jahren statt, nämlich am 31. Dezember 2028.
In einem Planetarium in Bochum in Nordrhein-Westfalen werden der Live-Stream der totalen Mondfinsternis mit dem sogenannten Blutmond aus dem Griffith-Observatorium in Los Angeles und ein 360-Grad-Panoramafoto des chinesischen Raumfahrzeugs Jadehase gezeigt. Die beiden Bilder sind in einer Montage im Observatorium übereinandergelegt.