Schon wieder müssen die CNN-Büros in New York wegen einer Bombendrohung geräumt werden. Diesmal wird jedoch kein potenzieller Sprengsatz gefunden.

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Mehrere Bürogebäude und Studios des US-Senders CNN in New York sind wegen einer Bombendrohung vorübergehend geräumt worden.

In dem Nachrichtenraum des Senders in dem Time Warner Center in Manhattan sei am Donnerstagabend Alarm ausgelöst worden, teilte CNN mit. Alle Mitarbeiter hätten daraufhin kurz nach 22:30 Uhr (Ortszeit) die Büros verlassen.

Donald Trump twittert halbe Stunde vor Alarm gegen "Feinde des Volkes"

Kurz zuvor - um 22:08 Uhr Ortszeit - hatte US-Präsident Donald Trump einen Tweet abgesetzt, der sich indirekt auch gegen CNN gewandt hatte.

"Fake News - der Feind des Volkes", schrieb Trump eine halbe Stunde, bevor der Bombenalarm ausgelöst wurde.

CNN berichtet regelmäßig kritisch über Trump und wird vom Präsidenten deshalb immer wieder scharf verbal angegangen und als Fake-News-Produzent verunglimpft. Zuletzt hatte der CNN-Chefreporter im Weißen Haus, Jim Acosta, vorübergehend seine Akkreditierung verloren.

Die Polizei der Millionenmetropole sperrte die Straße vor dem CNN-Gebäude ab und rief Menschen auf, die Gegend zu meiden. Die Beamten fanden aber keinen Sprengsatz. Nach rund eineinhalb Stunden konnten die Journalisten in die Redaktion zurückkehren, wie der Sender mitteilte.

Live-Sendung musste abgebrochen werden

Moderator Don Lemon twitterte, seine tägliche Live-Sendung "CNN Tonight" sei mittendrin abgebrochen worden. Die Bombendrohung war CNN zufolge telefonisch eingegangen. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

Das Time Warner Center befindet sich am Columbus Circle südlich des Central Park. Die Polizei riegelte die Gegend ab, wie es in einem Tweet hieß. Gegen Mitternacht Ortszeit gab die Polizei Entwarnung.

Im Oktober wurden die CNN-Büros schon einmal geräumt

Bereits im Oktober waren die CNN-Büros im Time Warner Center wegen eines verdächtigen Pakets geräumt worden.

Damals hatte Trump die Schuld bei den Medien gesucht. Er forderte die Journalisten auf, ihre "endlosen Anfeindungen" zu unterlassen.

Kurz vor den Kongresswahlen waren Pakete mit möglichen Sprengsätzen verschickt worden. Sie waren an prominente Kritiker des US-Präsidenten adressiert.

Darunter befanden sich zwei, die an den früheren US-Präsidenten Barack Obama sowie die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gehen sollten.

Wegen der Sprengsätze wurde im US-Bundesstaat Florida ein Verdächtiger festgenommen. Der frühere Pizzabote Cesar S. wurde später in 30 Punkten angeklagt. Vor Gericht plädierte er auf nicht schuldig. (ank/dpa/afp)

Ein kleiner Tippfehler reichte schon aus, um Trump-Anwalt Rudy Giuliani bei Twitter zum Gespött zu machen. Der Berater für Cybersicherheit offenbarte dabei auch gravierende Wissenslücken über den Online-Dienst.