Bei dem Flugzeugabsturz in Äthiopien sind nach bisherigen Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes fünf Deutsche ums Leben gekommen. Das teilte eine Sprecherin mit.

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Das Auswärtige Amt hat die Befürchtungen bestätigt: Bei dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien sind auch fünf Deutsche ums Leben gekommen.

"Das Auswärtige Amt muss leider bestätigen, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand fünf deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien sind", teilte eine Sprecherin am Montag in Berlin mit.

Flugschreiber wurde gefunden

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz wurde unterdessen der Flugschreiber des verunglückten Fliegers entdeckt, wie Äthiopiens staatlicher Fernsehsender Fana berichtete.

Ein Vertreter der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines bestätigte dies und erklärte, die Blackbox sei ersten Erkenntnissen zufolge beschädigt. Es sei daher noch unklar, wie viele Informationen daraus zu gewinnen seien.

Flugschreiber enthalten unter anderem Aufzeichnungen der Flugdaten und der Cockpitgespräche, was für Ermittler sehr wichtig ist bei der Klärung der Unfallursache. Die Blackboxes sind so robust gebaut, dass sie normalerweise auch ein Unglück überstehen sollten.

157 Menschen kamen bei Absturz ums Leben

Die Unglücksmaschine, die von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in die kenianische Metropole Nairobi fliegen sollte, war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start abgestürzt. Alle 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Nach Angaben der Airline waren unter den Todesopfern aus 35 Ländern unter anderem 32 Kenianer, 18 Kanadier, neun Äthiopier sowie jeweils acht US-Amerikaner, Italiener und Chinesen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA starben bei dem Absturz auch vier Österreicher: drei Ärzte und ein Pfarrer. Unter den Opfern waren nach UN-Angaben auch mindestens 19 Mitarbeiter der Vereinten Nationen.

In Äthiopien begannen Experten am Montag mit der Identifizierung der Opfer und der Klärung der Unglücksursache. In den weit verstreuten Trümmern des Flugzeugs suchten Helfer auch nach den Blackboxes - den Flugschreibern mit den Aufzeichnungen der Flugdaten und der Cockpitgespräche.

Unglücksmaschine war nagelneu

Die Maschine war zuletzt am 4. Februar gewartet worden. Ein Routine-Check unmittelbar vor dem Start am Sonntag habe keine Probleme aufgezeigt, sagte Airline-Chef Tewolde GebreMariam.

Seit dem Kauf des Flugzeugs Ende 2018 sei es rund 1.200 Stunden im Einsatz gewesen. Der Pilot hatte seit 2010 für die Airline gearbeitet. Ethiopian hat noch vier weitere Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8.

Diese müssen vorerst am Boden bleiben. Auch China sowie die karibische Fluggesellschaft Cayman Airways erklärten, ihre Boeing 737 Max 8 der Airline blieben vorerst am Boden, bis weitere Informationen zu dem Unglück in Äthiopien vorlägen. Der Flugzeugtyp wird von Hersteller Boeing seit 2017 ausgeliefert.

Zweiter Unfall innerhalb kurzer Zeit

Ethiopian Airlines erklärte zum Startverbot des Typs Boeing 737 Max 8: "Auch wenn wir die Unglücksursache nicht genau kennen, haben wir uns entschlossen, diese Maschinen als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme am Boden zu belassen." In China dürfen fast 100 Boeing-Flugzeuge vorerst nicht mehr starten, wie die Luftfahrtbehörde CAAC bekannt gab.

Bei dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 der Fluglinie Lion Air im Oktober 2018 waren in Indonesien 189 Menschen ums Leben gekommen. Bei beiden Unglücken habe es "gewisse Ähnlichkeiten" gegeben, teilte die CAAC mit.

Beide Flüge waren bei guten Wetterverhältnissen kurz nach dem Start in Schwierigkeiten gekommen. Ein möglicherweise ähnlicher Fehler in der Elektronik konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. (ank/dpa)

Nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien mit fünf deutschen und insgesamt 157 Toten hat die Suche nach der Unglücksursache begonnen. Ein schlimmer Verdacht drängt sich auf, denn vor wenigen Monaten gab es bereits einen Unfall mit der Boeing-Reihe. Erste Flugverbote wurden verhängt.