Als plötzlich der Strom ausfällt, bekommt es ein fünfjähriges Kind im Örtchen Venetie in Alaska mit der Angst. Es ist mit einem Baby allein daheim. Das Kind schnappt sich den 18 Monate alten Nachwuchs und macht sich bei minus 35 Grad Celsius auf den Weg zu den Nachbarn.

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In der Einöde Alaskas hat sich ein Drama um zwei kleine Kinder abgespielt. Ein fünfjähriges Kind hatte ein 18 Monate altes Baby einen Kilometer weit durch die Kälte getragen. In der winzigen Gemeinde Venetie, die nur 166 Menschen bevölkern, herrschte zum Zeitpunkt der waghalsigen Aktion eine Temperatur von minus 35 Grad Celsius.

Alaska: Fünfjähriges Kind handelt nach Stromausfall

Das fünfjährige Kind und das Baby waren allein zu Hause, als der Strom ausfiel. Offenbar fürchtete das ältere Kind, die beiden könnten erfrieren. Es sah nur den Ausweg, sich zu Fuß auf den Weg zum nächstgelegenen Nachbarn zu begeben. Der wohnt ungefähr einen Kilometer weit entfernt.

Nach Auskunft der Behörden habe das fünfjährige Kind lediglich Socken und leichte Kleidung getragen, kam aber trotz der äußerst unwirtlichen Bedingungen beim Nachbarn an, der sich der Kinder annahm. Darüber berichtete die "New York Times".

Beide Kinder trugen jedoch aufgrund der extremen Kälte Verletzungen davon. Diese würden vollständig verheilen, hieß es seitens der Polizei.

Die Polizei benötigte viele Stunden bis Venetie

Da die Polizisten ein Flugzeug chartern mussten, erreichten sie erst nach zwölf bis 16 Stunden das abgelegene Venetie.

Dort nahmen sie eine Frau fest. Gegen die 37-Jährige werde nun wegen des Verdachts ermittelt, ihre Aufsichtspflicht verletzt und somit das Kindswohl gefährdet zu haben.

In welcher Beziehung die Frau zu den beiden Kindern steht, war zunächst ebenso wenig bekannt wie das Geschlecht der beiden Kleinen.

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