Großbrand mitten in Paris: Ein Mehrfamilienhaus fängt mitten in der Nacht Feuer. Mindestens acht Menschen sind tot. Die Opferzahl könnte noch steigen. Unterdessen haben die Ermittler eine Verdächtige.

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Nach einem Großbrand in Paris in der Nacht auf Dienstag ist die Zahl der Todesopfer von sieben auf acht gestiegen. Laut Feuerwehr gibt es zudem rund 30 Verletzte, darunter drei Feuerwehrleute.

Die Ermittler gehen von einem kriminellen Hintergrund aus. Eine Frau, die in dem Haus wohnte, sei in der Nähe des Hauses festgenommen worden, sagte der Pariser Staatsanwalt Rémy Heitz am Dienstagmorgen. Sie befinde sich in Polizeigewahrsam.

Der Brand war in einem achtstöckigen Wohnhaus im Westen der französischen Hauptstadt ausgebrochen. Die Brandschützer mussten das Gebäude im 16. Arrondissement komplett räumen.

Feuerwehr kämpfte am Morgen noch gegen die Flammen

Die Löscharbeiten gestalteten sich als sehr schwierig. Nach Angaben des Senders France Info wurde das Gebäude in den 1970er Jahren erbaut.

Ein Feuerwehrsprecher hatte Dienstagfrüh gewarnt, die Zahl der Todesopfer könne noch steigen. Der Brand im siebten und achten Stock des Gebäudes sei noch nicht gelöscht.

Die Brandschützer kämpften am frühen Dienstagmorgen weiter gegen die Flammen. Auch mehrere Gebäude in der Nachbarschaft der Rue Erlanger wurden geräumt.

Menschen riefen aus Fenstern um Hilfe

Den Angaben zufolge waren rund 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Viele Bewohner riefen aus ihren Fenstern um Hilfe, einige flüchteten sich aufs Dach. Die Feuerwehr musste etliche Menschen mit Leitern in Sicherheit bringen..

Die Brandursache war nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP zunächst unklar.

Das 16. Arrondissement ist ein wohlhabender Stadtteil, in dem sich auch zahlreiche Museen und Restaurants befinden.

Die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. "Ich möchte meine tiefe Traurigkeit zum Ausdruck bringen und ihnen meine volle Unterstützung zusichern", schrieb sie auf Twitter. Hidalgo bedankte sich außerdem bei den Feuerwehrleuten, die wieder einmal ihr Leben riskiert hätten.

Erst im Januar waren bei einer Gasexplosion in einem Haus mitten in der Pariser Innenstadt vier Menschen ums Leben gekommen - darunter zwei Feuerwehrleute. Zu der Explosion kam es damals in einer Bäckerei, Dutzende Menschen erlitten Verletzungen. Angrenzende Wohnhäuser wurden evakuiert, einige waren einsturzgefährdet. (ank/dpa/afp)  © dpa

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