In Essen hat ein als Horror-Clown verkleideter Mann einen 16-Jährigen mit einem Messer angegriffen und am Hals verletzt. Der Übergriff ereignete sich während des Zombie Walks an Halloween, bei dem die Teilnehmer in Gruselkostümen durch die Innenstadt ziehen.

Beim größten Zombie-Treffen Deutschlands wollten sich Fans des Horror- und Splatter-Genres an Halloween eigentlich nur amüsieren. Bis zu 2.000 Teilnehmer wurden zu dem Umzug am Montagabend in Essen erwartet, bei dem in Gruselkostüme gekleidete und aufwändig geschminkte Menschen in diesem Jahr schon zum zehnten Mal durch die Innenstadt gezogen sind.

Doch die Spaß-Veranstaltung wird von einem gewalttätigen Zwischenfall überschattet: Ein als Horror-Clown kostümierter Mann griff einen 16-Jährigen an und verletzte ihn mit einem Messer.

Wie "Der Westen" in seiner Onlineausgabe berichtet, kam es gegen 19 Uhr zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Jugendlichen und zwei Männern im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Der Streit sei eskaliert. Dabei habe einer der Männer ein Messer gezückt und den 16-Jährigen damit bedroht.

Horror-Clown flüchtet nach Angriff

Nachdem er den Teenager damit am Hals verletzte, habe der Angreifer die Flucht ergriffen. Ob er die Verletzung tatsächlich beabsichtigt hatte, sei unklar. Warum der Maskierte ein Messer bei sich führte, könne man ebenfalls noch nicht sagen, teilte ein Pressesprecher der Polizei dem Bericht zufolge mit.

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Nach dem Übergriff sei der Horror-Clown in Richtung des Essener Hauptbahnhofs entkommen. Die Polizei fahndet bislang vergeblich nach dem Mann. Er sei zwischen 30 und 40 Jahre alt und habe eine Glatze. Der Jugendliche wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er sei außer Lebensgefahr.

Der Zombie Walk gilt als das größte Treffen von Horror-Fans in Deutschland. Die Veranstaltung findet schon seit zehn Jahren statt und läuft in der Regel friedlich ab. Dabei kommen Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden zusammen.

In den vergangenen Wochen häufen sich Meldungen über Menschen, die als Horror-Clown verkleidet Passanten erschrecken oder angreifen. Solche "bösen" Horror-Clowns seien unerwünscht, hatte der Veranstalter Dirk Bußler im Vorfeld des diesjährigen Zombie Walks im "WDR" gesagt. Auch die Polizei hatte in einem Tweet den Feiernden viel Spaß gewünscht und gleichzeitig dazu aufgerufen, vorsichtig zu sein:

(ada)

Am Montag Abend kam es in Berlin-Lichterfelde erneut zu einem Zwischenfall mit einem Horror-Clown. Doch aus dem schlechten Scherz wurde böser Ernst: Ein 14-Jähriger attackierte den Clown mit einem Messer. Das Opfer wurde notoperiert, der Täter den Eltern übergeben. Berliner Polizei rät, was im Ernstfall zu tun ist.