Auch in Deutschland treiben inzwischen als Clown kostümierte Menschen ihr Unwesen und erschrecken Passanten. Dabei kommt es immer wieder auch zu gewalttätigen Angriffen. Die Polizei ist auf die Mithilfe von Zeugen angewiesen.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der makabre Trend auch in Deutschland ankommen würde: Nach zahlreichen Berichten aus den USA über Menschen, die in Clownskostümen Passanten erschrecken oder gar angreifen, sind jetzt auch mehrere solcher Fälle in Deutschland gemeldet worden.

In Norddeutschland kommt es zu einer besonderen Häufung. So sei eine Frau am Donnerstagmorgen um fünf Uhr an einer Bushaltestelle in Greifswald von einem Mann bedrängt worden, der ein gelbes Clownskostüm und eine rote Pappnase getragen habe, schreibt die "Schweriner Volkszeitung" in ihrer Onlineausgabe. Der kostümierte Mann habe eine Kettensäge bei sich gehabt.

Nach Polizeiangaben habe der Clown einen Radfahrer verfolgt, nachdem die Frau geflüchtet sei. Es gibt derzeit keine Hinweise auf die Identität des Angreifers.

Immer häufiger auch Waffengewalt

Besorgniserregend ist, dass bei den jüngsten Fällen auch immer wieder Waffengewalt im Spiel ist. Nach einem Bericht von "Welt Online" ist in Rostock ein 15-Jähriger am Donnerstagmorgen um 5:15 Uhr auf dem Weg zu seiner Ausbildungsstätte von einem Kostümierten mit einem Messer angegriffen worden. Der Jugendliche konnte unverletzt fliehen.

Ebenfalls in Rostock habe ein verkleideter Mann einen 19-Jährigen mit einem Baseballschläger attackiert. Das Opfer erlitt demnach Hämatome und Prellungen am Kopf und an den Armen.

Angriffe auch in Nordrhein-Westfalen

Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge griffen in Gelsenkirchen zwei Männer mit Clownsmasken einen Gehörlosen mit einem Messer an. Der 33-Jährige erlitt Schnittwunden an der Hand. In Wesel habe ein Mann im Clownskostüm außerdem zwei junge Männer mit einer Pistole bedroht.

Die Polizei bittet dringend darum, dass sich Betroffene umgehend melden. Weil die Angreifer meist stark geschminkt oder maskiert sind, gebe es kaum Fahndungsansätze. Die Ermittler seien deshalb auf Zeugenaussagen angewiesen.

(ada)