Ein Streit hat für zwei Jugendliche in Nürnberg am Samstag tödlich geendet. Sie waren auf die Gleise der S-Bahn gefallen und wurden von einem Zug überrollt.

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Nach einem Streit in Nürnberg sind zwei junge Männer von einer S-Bahn überfahren und getötet worden. Zwei Tatverdächtige sind inzwischen festgenommen worden. Laut Polizei handelt es sich bei beiden um 17-jährige Deutsche.

Sie sollen dafür verantwortlich sein, dass insgesamt drei Jugendliche am Samstagmorgen kurz nach Mitternacht auf die Gleise der S-Bahn stürzten.

Jugendliche sollen auf Gleise gestoßen worden sein

Zwei von ihnen wurden von einem kurz darauf einfahrenden Zug getötet, der Dritte konnte sich von den Schienen retten. Bei allen dreien soll es sich um 16-Jährige handeln.

Am Samstagnachmittag hatte die Polizei zunächst bekannt gegeben, einen Verdächtigen gefasst zu haben. Er stehe im Verdacht, mehrere Menschen aufs Gleis gestoßen zu haben, sagte ein Polizeisprecher. Gegen beide Verdächtigen wurde Haftantrag gestellt, sie sollen am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Mordkommission des Nürnberger Polizeipräsidiums ermittle wegen eines Tötungsdelikts, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Laut den Beamten gerieten am S-Bahnhof Frankenstadion in der Nacht zum Samstag gegen 00:15 Uhr mehrere Leute auf einem Bahnsteig aneinander. Drei Jugendliche fielen bei dem Streit auf die Gleise.

Auslöser wohl ein "völlig nichtiger Streit"

Einer von ihnen konnte sich vor dem einfahrenden Zug in Sicherheit bringen. Die beiden anderen Jugendlichen wurden überrollt und tödlich verletzt.

Nach ersten Ermittlungen habe ein "völlig nichtiger Anlass" zu dem Streit zwischen den vier Jugendlichen am S-Bahnhof Frankenstadion geführt. Die Kripobeamten nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf.

Am Morgen wurde der tatverdächtige Deutsche auf Basis von Zeugenaussagen identifiziert und festgenommen. Später wurde auch der dritte Jugendliche ermittelt, der von den Schienen entkommen konnte. Beide würden nun zu der Tat befragt, sagte der Polizeisprecher.

Unbeteiligte müssen Unglück mit ansehen

Zur Zeit des Geschehens befanden sich laut Polizei rund 150 Menschen auf dem Bahnsteig und in der S-Bahn. Die Fahrgäste in dem Bahnhof seien vor allem Jugendliche gewesen, die kurz nach Mitternacht von einer Party in der Nähe gekommen waren.

Der Vorfall führte zu einem Großeinsatz rund um den Bahnhof. Neben Polizisten waren Notärzte und Sanitäter sowie Feuerwehrleute im Einsatz.

Mehrere Notfallseelsorger und weitere Betreuungskräfte kümmerten sich während der Nacht um die von dem Ereignis betroffenen Personen. Zwei Linienbusse seien als Kälteschutz zur Verfügung gestellt worden.

Beamte der Spurensicherung untersuchten den Tatort. Die Bahnstrecke war für mehrere Stunden gesperrt. (mcf/ank/dpa/afp)

In einer früheren Version dieses Artikels wurde auf Basis der Polizeiinformationen berichtet, dass drei Männer in Streit geraten seien. Richtig ist, dass es sich dabei um einen Streit unter Jugendliche handelte.

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