In einer satirischen Sendung der BBC erklärte unlängst ein Komiker die Queen für tot – mittlerweile hat der Sender sich jedoch entschuldigt und ihr bereits wieder neues Leben eingehaucht. Damit befindet sich die englische Königin in prominenter Gesellschaft, denn sehr viele Promis sind schon mindestens einmal in ihrem Leben gestorben.

Wen die unbekannte, aber wohl sehr heimtückische Krankheit Hephocapalytirosises dahingerafft hat, wem eine Teeparty zum Verhängnis wurde und wessen in den Medien verbreitetes angebliches Ableben sogar die Börsen zum Einbrechen brachte, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Falls Ihnen dieses Schicksal auch einmal widerfahren sollte, präsentieren wir Ihnen auch einige Arten, mit dem eigenen "Tod" schlagfertig umzugehen. Der Ausspruch "Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben", ist nur einer davon. Wer das gesagt hat? Klicken Sie sich durch.

Die Queen

Beim britischen Rundfunksender BBC hat sich erst vor einigen Tagen ein Radiomoderator einer Satire-Sendung einen makabren Scherz erlaubt. Er spielte plötzlich die Nationalhymne "God Save The Queen" und sagte seinen Hörern, er habe eine wichtige Nachricht zu verkünden: "Königin Elizabeth II. ist gerade gestorben". BBC hat sich mittlerweile entschuldigt. Warum aber sollte es der englischen Königin anders ergehen als ihrer Mutter? Die wurde sogar drei Mal versehentlich "beerdigt", zuletzt 1994. Natürlich von der BBC.

George W. Bush

Im Februar 2009 wurde der gerade abgelöste US-Präsident von einem südafrikanischen Nachrichtensender für tot erklärt. Ein Techniker wollte das Schlagzeilen-Spruchband ausprobieren und drückte statt des Test-Knopfes den für die Live-Übertragung. Der für die Redaktion gedachte Scherz flimmerte drei Sekunden lang durch das Bild: "George Bush ist tot."

Nikita Chruschtschow

Am 13. April 1964 um 21.48 Uhr setzte die Deutsche Presse Agentur eine Blitzmeldung ab: Chruschtschow tot. Leider saß sie damit einer Falschmeldung auf, die ein Unbekannter im Namen der Nachrichtenagentur TASS durchgegeben hatte und die Korrektur kam zu spät: Rundfunkstationen unterbrachen ihre Sendungen für die Meldung, die schon kurze Zeit später in 1.290 Medien vertreten war. Besonders peinlich: Die Agentur beförderte den sowjetischen Ministerpräsidenten aufgrund einer "Hephocapalytirosises" ins Jenseits, einer Krankheit, die bis jetzt nur einmal genannt wurde - in dieser Meldung.

Konrad Adenauer

Der erste deutsche Bundeskanzler starb erstmals 1956 und elf Jahre später nochmals. Sein erster versehentlicher Tod war einem Korrespondenten zuzuschreiben, der die Überschrift "Der Kanzler ist gegangen - zu einer Teeparty" wohl gelungen fand. Bei seiner schwedischen Zeitung kam jedoch nur der erste Teil der Meldung an und schon war der Kanzler dort tot. Beim zweiten Mal war der WDR verantwortlich. Bei dem Rundfunksender gab es ein bestimmtes Handzeichen für den Tod des Kanzlers - als der Techniker zufällig die Geste machte, verlas der Moderator den Nachruf. Sechs Tage später starb Adenauer tatsächlich.

Bill Gates

Den Microsoft-Gründer "erwischte" es auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Los Angeles: 2003 wurde er dort von einem Scharfschützen erschossen. Das verbreitete zumindest eine halbstaatliche koreanische Nachrichtensendung, die einer manipulierten CNN-Website aufgesessen war. In Seoul brach daraufhin die Börse um 1,5 Prozentpunkte ein, da die Anleger in Panik ihre Aktien verkauften. Wer mich für tot erklärt, muss selber sterben, mag sich Bill Gates gedacht haben und erklärte kurzerhand das Radio und das Fernsehen für tot.

Steve Jobs

Wie viele Apple-Jünger die Meldung wohl schockiert auf ihrem iPhone gelesen haben? Die US-Finanzagentur Bloomberg erklärte Steve Jobs am 27. August 2008 für tot. Ver-Apple-t! Für den Fall, dass der Unternehmer seinem Krebsleiden erliegen würde, hatte das Portal wohl einen Nachruf vorbereitet, der dann aus Versehen auf der Internetseite landete. In diesem sind auch zahlreiche Arbeitsanweisungen zu finden, wer nach Jobs' Ableben zu kontaktieren sei. Darunter Bill Gates - bleibt zu hoffen, dass er dann nicht gerade wieder einmal für tot erklärt ist.

Max Schmeling

Einen endgültigen K.o.-Schlag verpasste der Sportinformationsdienst der Box-Legende Max Schmeling. Am 15. April 1997 meldete er: "Einziger deutscher Champ aller Klassen: Schmeling im Alter von XX Jahren verstorben." Wieder war also ein vorgefertigter Nachruf an die Öffentlichkeit geraten. Besser wurde das Ganze durch die Überschrift "TLX aus dem Kopf entfernen!!!!!" - was so viel heißt wie wie Jahreszahl einfügen - auch nicht. Nach einem einige Minuten währenden Exitus wurden dem Boxer schließlich noch ein paar weitere Runden gegönnt: "Zur Verdeutlichung: Max Schmeling ist nicht tot."

Ernest Hemingway

Der Schriftsteller Ernest Hemingway freute sich sehr über die Meldungen zu seinem Tod. Nachdem er zwei Flugzeugabstürze überlebt hatte, wurde er am 25. Januar 1954 für tot erklärt. In fast allen amerikanischen Zeitungen standen Nachrufe. Drei Tage später feierte der Totgeglaubte jedoch seine Auferstehung: Mit einer Flasche Gin und einem Bündel Bananen unter dem Arm präsentierte er sich der Presse. Die Nachreden gefielen ihm wohl: "Ich inhalierte sie wie Schmuggelware. Die meisten von ihnen hätte ich selber nicht halb so gut schreiben können." Er beteuerte sogar, dass er sein Leben in Zukunft nach den Vorstellungen der Nachruf-Schreiber richten wolle.

Mark Twain

Etwas ernster begegnete dagegen Mark Twain seinen unechten Tod und forderte einen sofortigen Widerruf. "Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben", beteuerte er. Die Zeitung weigerte sich jedoch hartnäckig und bestand darauf, nie etwas zurückzunehmen: "Alles, was wir tun können, ist, eine neue Geburtsanzeige von Ihnen einzusetzen. Preis: 1 Dollar", soll der Journalist gesagt haben.

Paul McCartney

Der Beatle erfuhr erst drei Jahre später, dass er angeblich das Zeitliche gesegnet hatte. Dafür gab er sich schlagfertig: "Ich bin am Leben und gesund und betroffen von den Gerüchten über meinen Tod. Aber wenn ich tot wäre, wäre ich der letzte, der es wüsste." Die Universitätszeitung von Illinois hatte 1969 berichtet, der Sänger sei schon drei Jahre zuvor bei einen Motorradunfall ums Leben gekommen, wobei ihm der Kopf abgerissen worden war. Die restlichen Beatles seien von da an mit einem Double aufgetreten. Verschwörungstheoretiker glauben übrigens immer noch daran und erklären es folgendermaßen: Am Ende von "All you need ist love" sänge John Lennon "Yes he's dead.... we love you yeah, yeah, yeah!"