Der gefährliche West-Nil-Virus hat Bayern erreicht. Bei einem toten Bartkauz aus einem Wildpark wurde der Krankheitserreger nachgewiesen.

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Bei einem toten Bartkauz aus einem Wildpark ist erstmals in Bayern das gefährliche West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit.

Es ist der zweite Fund dieses Erregers bei einem Vogel in Deutschland. Zum ersten Mal wurde das Virus Ende August ebenfalls bei einem Bartkauz aus einem Zoo in Halle/Saale entdeckt.

Der nun betroffene Vogel im Freistaat lebte in einem Wildpark im oberbayerischen Landkreis Ebersberg.

West-Nil-Virus kann Menschen befallen

Bislang ist zwar noch kein Fall bekannt, in dem sich in Deutschland ein Mensch mit dem West-Nil-Fieber (WNF) infiziert hat. In südeuropäischen Ländern gab es jedoch schon Hunderte registrierte Fälle.

Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Vögel sind die Hauptwirte, wobei die Infektion in den meisten Fällen symptomlos bleibt.

Beim Menschen verläuft die Infektion bei 80 Prozent der Betroffenen ohne Symptome. Der Rest kann grippeähnliche Erscheinungen bekommen wie etwa leichtes Fieber. In Einzelfällen - vor allem bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen - kann allerdings auch ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber und Gehirnhautentzündung auftreten. In seltenen Fällen kann diese Erkrankung tödlich enden.  © dpa

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