Unwetter: Zwölf Tote in Italien - zwei Tote in Slowenien

Seit Tagen haben schwere Unwetter Italien im Griff und auch in Teilen Sloweniens, Kroatiens, Frankreichs, Österreichs und der Schweiz sorgt das Wetter für Ausnahmezustand. Die Zahl der Toten ist zwischenzeitlich auf 14 gestiegen. (Mit Material der dpa)

In der nordöstlichen Provinz Belluno wurde der Leichnam eines Handwerkers aus einem Wildbach geborgen, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Weitere Todesfälle gab es unter anderem in Südtirol und in der angrenzenden Provinz Trient. Nahe dem Adria-Ort Rimini starb ein Kite-Surfer.
Massiv betroffen ist auch Venedig. 70 Prozent der historischen Altstadt waren am Dienstag überflutet. Im weltberühmten Markusdoms habe das Wasser 16 Stunden lang bis zu 90 Zentimeter hoch gestanden, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag den Verwaltungschef Carlo Alberto Tesserin.
Die rund 1.000 Jahre alte Basilika ist nach dessen Worten an einem einzigen Tag um 20 Jahre gealtert.
Auch die Mitarbeiter des historischen Caffè Florian hatten mit den Wassermassen zu kämpfen.
Dieser Koch konnte nur hilflos zusehen, wie sein Lokal überschwemmt wurde.
... Geschäfte und Restaurants wurden überschwemmt.
In Venedig ist man Hochwasser gewöhnt, doch am Montag war die Lage so kritisch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Markusplatz musste evakuiert werden ...
Touristen ergriffen scharenweise die Flucht.
Eine Schlechtwetterfront mit Starkregen und Sturmböen lähmt weite Teile Italiens. Sieben Menschen hat das Unwetter bereits das Leben gekostet, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldet.
In Neapel etwa wurde ein 21-Jähriger von diesem Baum erschlagen. In Südtirol starb ein Feuerwehrmann ebenfalls durch einen umstürzenden Baum.
In Rom knickten im Stadtzentrum zahlreiche Bäume um.
Autos wurden zerquetscht, Straßen gesperrt. Das Kolosseum, der Palatin-Hügel und die Kaiserforen wurden für Besucher gesperrt. Der Zivilschutz rief zu maximaler Wachsamkeit auf.
Weiter im Süden blieben Schiffe im Hafen. Zwischen Neapel und der Insel Ischia ist der Verkehr eingestellt. In Alghero auf Sardinien fielen Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle. Auch in Ligurien haben die Behörden alle Häfen geschlossen. Acht bis zehn Meter hohe Wellen brachen dort an der Küste.
Die Unwetter halten Behörden und Bürger in Atem. Im Bild: Einsatzkräfte in Oberdrauburg. In Kärnten traten am Montagabend die Gail und die Möll über die Ufer. Es stürmte, Bäume stürzten um. Tausende Haushalte waren ohne Strom.