Mehrere Unwetter haben in Teilen Deutschlands zu einer Hochwasserkatastrophe geführt. Wo genau haben die Unwetter zugeschlagen? Eine Übersicht.

NIEDERBAYERN

SIMBACH AM INN:

Die Menschen in dem einst beschaulichen Ort Simbach am Inn sind fassungslos. "Krieg", sagt einer. "Wie im Krieg sieht das aus." Autos liegen auf ihren Dächern, Straßenlaternen sind umgeknickt wie Strohhalme, Läden und Wohnhäuser liegen in Trümmern.

Das Wasser hat nicht nur Existenzen zerstört, sondern auch Menschenleben mitgerissen: Mindestens sieben Menschen starben in den Fluten.

Taucher suchten am Freitag weiter nach einem vermissten Ehepaar in Simbach. Es werde Monate dauern, bis die Folgen der Flut beseitigt seien, hieß es.

Mit Hochdruck arbeiteten die Behörden daran, die Trinkwasserversorgung wieder in Ordnung zu bringen.

TRIFTERN:

Am Mittwoch rauscht ein Hochwasser durch den Ort im Landkreis Rottal-Inn: Dutzende Häuser sind verwüstet, Autos zerstört, Existenzen fortgespült.

Zum Glück ist niemand verletzt worden. Jetzt packt jeder mit an. Zahlreiche Flutopfer im Landkreis Rottal-Inn holen Freitagvormittag im Landratsamt das sogenannte Sofortgeld von 1.500 Euro ab.

BADEN-WÜRTTEMBERG

BRAUNSBACH:

Der kleine Ort im Kreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg wird durch eine Schutt- und Gerölllawine in der Nacht zum Montag in ein Schlachtfeld verwandelt.

Viele der Häuser im Ort sind einsturzgefährdet.

SCHWÄBISCH-GMÜND:

In Schwäbisch Gmünd können am Montag zwei vermisste Männer nur noch tot geborgen werden: Sie waren in einer Bahnunterführung von Wassermassen in einen Kanalschacht gesogen worden.

In Weißbach im Hohenlohekreis stirbt ein 60 Jahre alter Mann im Keller eines Mehrfamilienhauses.

Ein 13-jähriges Mädchen will unter einer Bahnbrücke bei Schorndorf Schutz vor dem Regen suchen und wird dort von einem Zug erfasst und getötet.

NORDRHEIN-WESTFAHLEN

Die Feuerwehr im Kreis Euskirchen rückt am Montagabend zu rund 125 Einsätzen aus.

Zur Höhe des Schadens gibt es zunächst keine Informationen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass es bis mindestens kommenden Dienstag zu wiederkehrenden Regenfällen kommt.

In Hamminkeln drohte lange Zeit ein Damm zu brechen. (she/dpa)