Unwetter in Österreich: Bilder der Verwüstung

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Salzburg, Tirol und die Steiermark sind hart von sintflutartigen Regengüssen getroffen worden: Schlammlawinen, zerstörte Straßen, weggeschwemmte Autos sind nur einige der Folgen. Noch immer sitzen Einwohner und Urlauber fest. Ein Feuerwehrmann sagt, er habe "noch nie so etwas Arges" erlebt.

Murenabgänge, Schlammlawinen, komplett überflutete Straßen: Das Salzburger Großarltal war zwischenzeitlich von der Umwelt abgeschnitten.
Viele Urlauber werden in Notlagern mit Feldbetten untergebracht - wie hier in einer Sporthalle in Großarl.
Erst Montagfrüh konnte die Straße einspurig wieder freigegeben werden.
Auch Obertauern war am Wochenende nicht erreichbar. Die Katschberg-Straße zwischen Unter- und Obertauern ist immer noch in beiden Richtungen gesperrt. Grund ist ein Erdrutsch.
Die Aufräumarbeiten sind im Gange. Seit 5:00 Uhr früh können Urlauber und Anrainer den Ort verlassen.
Zuvor konnten lediglich in medizinischen Notfällen einzelne Menschen per Helikopter abtransportiert. Bis Sonntagabend regnete es weiter.
Ein Feuerwehrmann vor Ort sagte, er habe schon viel erlebt, "aber noch nie so etwas Arges".
Auch Tirol haben die Unwetter hart getroffen. Straßen wie hier in Matrei in Osttirol sind aufgrund von Murenabgängen vorerst gesperrt.
Bäche wurden nach den Unwettern zu reißenden Gewässern - wie dieser Bach im steirischen Murtal bei Kobenz.
Der Bach überflutete nicht nur Straßen, sondern riss auch Autos meterweit mit und zerstörte Brücken.
Hier versuchten Feuerwehrleute - sie waren in dieser Nacht zu Hunderten im Einsatz - ein Auto zu bergen.
In mehreren Orten in der Steiermark mussten Bewohner ihre Häuser verlassen.
Mehrere Orte in der Steiermark wurden zu Katastrophengebiet erklärt. Helfer des Bundesheeres setzten bei ihrem Assistenzeinsatz auch Hubschrauber ein.
Die Soldaten sollen bei den Aufräumarbeiten oder der Errichtung von Ersatzbrücken helfen - hier etwa im Ennstal. Die Regierung verspricht Mittel aus dem Katastrophenfonds des Bundes.
Am Samstag kam bei den Unwettern ein 13 Jahre altes Mitglied der Feuerwehr ums Leben.
Die Einsatzkräfte in der Steiermark hatten kaum Zeit zum Aufräumen, denn das nächste Unwetter begann bereits zu wüten.
Prognosen zu den Schäden werden bisher kaum gewagt - sie dürften laut Feuerwehr aber noch deutlich höher ausfallen, als am Samstag vermutet worden war.
In manchen steirischen Ortschaften kamen am Sonntag Krisenstäbe zusammen, um sich zu beraten.
Etliche Straßen sind nach wie vor nicht befahrbar und viele Familien bei Bekannten untergebracht - nicht wissend, wann sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können.
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