Der Januar 2018 gilt als der wärmste seit zehn Jahren. Der Februar hat dagegen andere Pläne. Und so müssen wir uns in Deutschland in den kommenden Tagen auf eine völlig andere Wetter-Lage einstellen.

Auf bis zu 16 Grad waren die Temperaturen im Januar geklettert. Mit Winter-Wetter hatte das wenig zu tun. Der Februar wird das Bild nun aber wieder etwas geraderücken: es wird deutlich kälter. Und es kommt Schnee.

Achtung: Glättegefahr!

So muss in den kommenden Tagen gerade in den Nächten mit leichtem Frost gerechnet werden, heißt es beim Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Örtlich kann es dabei kräftige Schauer geben, die dann auf den Straßen die Glättegefahr mit überfrierendem Regen deutlich erhöhen. In den Alpen und den höheren Lagen der Mittelgebirge geht der Regen in Schnee über.

Gute Nachrichten also für Wintersportler: In den Ski- und Rodelgebieten wird bis zum Sonntag mit Schneefällen und Temperaturen unter null Grad gerechnet.

Unterhalb von 500 bis 800 Metern bleibt es dagegen zunächst noch milder mit Temperaturen zwischen vier und zehn Grad. Doch auch das ändert sich.

Aus Osteuropa strömt sehr kalte Höhenluft nach Deutschland.

Bis zum Wochenende fallen die Höchsttemperaturen auf nur noch zwei bis sechs Grad. Schauerartige Regenfälle prägen gebietsweise das Wetter.

In den Höhenlagen und an der Nordseeküste muss dazu mit stürmischem Wind bis hin zu Sturmböen gerechnet werden.

Dominik Jung von wetter.net erkennt mit Blick auf den weiteren Wetter-Trend dann "die bisher winterlichste Wetterphase des bisherigen Winters". Denn ab Montag dürfte es wohl in nahezu allen Landesteilen zu Dauerfrost kommen.

Schnee in den Bergen, zeitweise auch im Flachland

"Dazu könnte es von Montag bis Freitag regional immer wieder Schneeschauer oder auch längere Schneefälle geben", meint der Diplom-Meteorologe. Auch der DWD spricht von zeitweiligen Schneefällen im Flachland.

Und in den höheren Lagen der Wintersportorte müssen sich Skifahrer warm anziehen: "In circa 1.500 Metern werden dabei Werte zwischen minus 10 und minus 14 Grad gemessen", prognostiziert Jung.

Werte um minus 10 Grad können in der kommenden Woche sogar im Flachland erreicht werden - allerdings nur in der Nacht.

Der Temperatursturz kann bei einigen Menschen allerdings auch wieder kräftig auf den Kreislauf schlagen. Denn bei wetterfühligen Menschen treten gerade beim Wechsel von warmen auf kühlere Temperaturen Beschwerden auf.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung sei wetterfühlig, meint Prof. Andreas Matzarakis vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes.

Und bei ganz bestimmten Wetterlagen treten bei diesen Menschen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rheuma, allgemeine Befindlichkeitsstörungen oder Atemwegserkrankungen stärker auf als bei anderem Wetter.

Der Deutsche Wetterdienst bietet hier eine Vorhersage für Wetterfühlige.

Aktuelle Wetter-Vorhersage für Deutschland:

  • Freitag: 3 bis 7 Grad, bedeckt, stellenweise etwas Schneeregen
  • Samstag: 2 bis 6 Grad, bedeckt, regional fällt aus den Wolken etwas Schneeregen oder Regen
  • Sonntag: minus 2 bis plus 3 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schneeschauer
  • Montag: minus 3 bis plus 2 Grad, viele Wolken, ab und zu Schneeschauer
  • Dienstag: minus 4 bis plus 1 Grad, mal Sonne, mal Wolken, dazwischen Schneefälle
  • Mittwoch: minus 4 bis 0 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken, einzelne Schneeschauer
  • Donnerstag: minus 4 bis plus 1 Grad, weiter winterlich, mal Sonne, mal Wolken und etwas Schnee
  • Freitag: minus 2 bis plus 2 Grad, erst freundlich, später aus Westen Schnee und Regen, hohe Glättegefahr!

(mwo)

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