Gerade während der Coronakrise kauft man gerne mal ein bisschen mehr ein als sonst. Damit die Vorräte nicht schlecht werden, lohnt es sich, sie zu konservieren. Bei Gemüse und Obst ist das auf verschiedene Weisen möglich.

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Etwa zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland laut Bundeszentrale für Ernährung jedes Jahr weggeworfen. Bis 2030 soll diese Zahl halbiert werden. Dafür muss sich einiges im Großhandel und in den Supermärkten ändern, aber auch in der heimischen Küche kann etwas unternommen werden.

Wer Lebensmittel konserviert, der zehrt länger davon und muss weniger entsorgen. Für den Verderb von Lebensmitteln sind Mikroorganismen verantwortlich, da sie organische Substanzen abbauen. Durch Hitze oder auch Kälte stoppen Sie die Vermehrung von Mikroorganismen oder töten sie ab.

Einfrieren

Beim Tiefkühlen gefriert das Wasser in den Lebensmitteln. Die Mikroorganismen werden zwar nicht abgetötet, aber sie können sich auch nicht weiter vermehren. Der Prozess des Verderbens wird angehalten. Wenn Sie das Lebensmittel wieder auftauen, dann fangen auch die Mikroorganismen wieder an zu arbeiten und der Prozess setzt sich fort. Daher sollten Sie ein Lebensmittel nach dem Auftauen schnell verzehren.

Die Haltbarkeit von Eingefrorenem ist unterschiedlich. Bohnen, Brokkoli oder Blumenkohl sind auch nach zwölf Monaten noch genießbar, Hackfleisch oder Würstchen sollten nicht länger als zwei bis drei Monate in der Gefriertruhe sein.

Einkochen

Beim Einkochen erhitzt man das Lebensmittel auf 75 bis 100 Grad. Geeignet sind für diese Methode vor allem Obst und Gemüse. Die Mikroorganismen sterben beim Erhitzen ab und können die Nahrung nicht weiter zersetzen.

Wer diese Methode mit Zucker ergänzt, der verlängert die Haltbarkeit. Der Süßstoff bindet das in Früchten enthaltene Wasser und entzieht so den Mikroorganismen ihre Lebensgrundlage.

Trocknen

Vor allem Obst und Kräuter eignen sich besonders gut, um sie zu trocknen. Dabei wird dem Lebensmittel die Feuchtigkeit entzogen und die Mikroorganismen können somit nicht weiter arbeiten.

Bei Obst wird hierbei – genau wie beim Einkochen - häufig noch Zucker dazugegeben, wodurch die übrigen Wassermoleküle gebunden werden. Durch den Wasserentzug werden getrocknete Lebensmittel laut Bundeszentrale für Ernährung wahre "Kraftpakete", denn einige Inhaltsstoffe sind nun stark konzentriert. Wie lange ein Lebensmittel zum Trocknen braucht, hängt von der Dicke und Größe ab.

Einlegen

Auch Essig oder Öl, hochprozentiger Alkohol, Zitronensäue-, Zucker-, oder Salzlösung konservieren Lebensmittel. Gemüse kann der Verbraucher beispielsweise gut in Essig einlegen. Das Endprodukt sollten Sie dann aber weiterhin im Kühlschrank aufbewahren, um es noch länger genießen zu können. Der Essig hemmt das Wachstum der Mikroorganismen.

Öl hat den gleichen Effekt. Wer beispielsweise Tomaten auf diese Art konservieren möchte, der sollte sie zuvor trocknen.

Hochprozentiger Alkohol eignet sich für Erwachsene gut, um Früchte einzulegen. Die Mikroorganismen werden dabei abgetötet oder das Wachstum stark gehemmt.

Verwendete Quellen:

  • Bundeszentrum für Ernährung: "Haltbarmachen von Lebensmitteln"
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: "Zu gut für die Tonne: Einkochen und Einlegen"
  • Bund Naturschutz in Bayern e.V.: "Lebensmittel konservieren"
  • Dpa: Erntezeit: "Einkochen gelingt nur mit richtiger Vorbereitung"
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