Kundinnen und Kunden werden künftig auf bestimmte frische Gartenkräuter bei Aldi oder Rewe verzichten müssen. Der Hersteller beliebter Gewächsschränke zieht sich aus dem europäischen Markt zurück.

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Kundinnen und Kunden von Aldi, Rewe und anderen Supermärkten werden es bei ihrem Einkauf vielleicht bereits bemerkt haben: Kräuter-Kleingärten in Form von transparenten Glasschränken verschwinden zunehmend aus den Filialen. Und damit auch ein beliebtes Produkt bei der Kundschaft.

Grund dafür ist, dass sich der Hersteller, das Berliner Start-up Infarm, ein Spezialist im Vertical-Farming, aus dem europäischen Markt zurückzieht. Das berichtet die "Lebensmittel Zeitung".

Aldi, Rewe und Co.: Frische Gartenkräuter nicht mehr erhältlich

Die Gewächsschränke eroberten 2020 den Discounter Aldi und entwickelten sich zu einem beliebten Produkt, bei dem die Kundinnen und Kunden "den Kräutern beim Wachsen zusehen" konnten. Auch bei Edeka, Kaufland und sogar Ikea konnten Verbraucher und Verbraucherinnen von den frischen Gartenkräutern profitieren. Drei Jahre später sind die Gewächsschränke fast komplett aus dem Bild des deutschen Einzelhandels verschwunden.

Infarm legt den Fokus auf außereuropäische Märkte

Im November 2022 hatte das Unternehmen Infarm einen Sparplan angekündigt, im Zuge dessen es sich auf seine Kernmärkte in Deutschland, Dänemark und Kanada konzentrieren wollte. Gestiegene Energiepreise, hohe Materialkosten, Lieferkettenprobleme und die anhaltende Inflation hatten das Unternehmen dazu getrieben.

Doch in Anbetracht der anhaltend hohen Energiepreise in Europa scheint sich das Berliner Start-up nun auf seine außereuropäischen Märkte konzentrieren zu wollen. Derzeit betreibt Infarm nur noch eine Farm im kanadischen Toronto, wo die Kosten für das Unternehmen niedriger seien.

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