• Im Süden beginnen die Sommerferien, im Norden enden sie am letzten Juli-Wochenende.
  • Autofahrer erwartet damit eins der staureichsten Wochenenden der Reisesaison.

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In ganz Deutschland steigt das Verkehrsaufkommen. Kein Wunder, in ausnahmslos allen Bundesländern ist jetzt Reisezeit. Ganz im Norden geht sie an diesem Wochenende zu Ende, im Süden beginnt sie erst jetzt. Ungewöhnlich: Der letzte Schultag in Bayern ist dieses Jahr ein Donnerstag, was das Verkehrsaufkommen etwas entzerren könnte.

ADAC und Auto Club Europa (ACE) rechnen dennoch mit vollen Straßen, wenn auch coronabedingt noch Zurückhaltung beim Reisen herrsche. Dafür sei wiederum ein Trend zu Kurzurlauben und vor allem Tagesausflügen zu beobachten. Voll wird es daher vermutlich auf den Zufahrtsstraßen der Seen, der Wandergebiete der Alpen und der Mittelgebirge. Treffen Reise- und Ausflugsverkehr aufeinander, kann es eng werden.

  • Auf den Strecken Richtung Süden und an den deutschen Küsten wird es am Freitag vor allem zwischen 13:00 und 19:00 Uhr voll, kündigt der ACE an.
  • Am Samstag rollt die Stauwelle vor allem zwischen 10:00 und 16:00 Uhr, ab mittags kommt der Rückreiseverkehr dazu.
  • Sonntags drohen ab etwa 14:00 Uhr starke Staus, auch auf den Einfallstraßen zurück in die Ballungsgebiete.

Zumindest dürfen im Juli und August Lkw samstags zwischen 07:00 und 20:00 Uhr nicht fahren und am Sonntag gilt jetzt wieder das generelle Lkw-Fahrverbot zwischen 00:00 und 22:00 Uhr. Wer kann, reist besser antizyklisch, das heißt: ganz früh am Morgen oder später abends, am besten aber mitten in der Woche.

Auf diesen Strecken droht Stau

Vereinzelt gibt es Sperrungen, auch infolge der Unwetter, aktuelle Informationen bietet etwa der ADAC online an. Rund um die Großräume Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, auf den Routen zu und von Nord- und Ostsee sowie auf folgenden Abschnitten erwarten die Autoclubs an diesem Wochenende Verzögerungen und Staus (meist in beiden Richtungen):

  • A1 Köln - Dortmund - Bremen - Lübeck
  • A2 Berlin - Hannover - Dortmund
  • A3 Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden - Görlitz
  • A5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel
  • A6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg - Hannover - Hamburg - Flensburg
  • A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A9 Halle/Leipzig - Nürnberg - München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
  • A24 Hamburg - Berlin
  • A40 Venlo - Duisburg - Essen
  • A45 Dortmund - Gießen
  • A61 Koblenz - Ludwigshafen
  • A72 Leipzig - Chemnitz - Hof
  • A81 Singen - Stuttgart - Heilbronn
  • A93 Kufstein - Kiefersfelden - Inntaldreieck
  • A95 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München

Wartezeiten an Grenzen

Auch in Österreich und der Schweiz ist mit stockendem Verkehr und Staus zu rechen. Das gilt besonders für die Zufahrten in die Urlaubsregionen und die Transitstrecken. Dazu zählen die bekannten Transitstrecken Fernpass, Brenner, Inntal und Tauern sowie die Strecke vor dem Gotthard-Tunnel.

Über die Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online. (dpa/af)

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