Peking

Das Verhältnis zwischen den USA und China verschlechtert sich von Tag zu Tag. Zu dem Handelskrieg zwischen beiden Staaten gesellte sich zunächst der Demokratie-Konflikt in Hongkong. Nun geht es um den Umgang Chinas mit den Uiguren. Donald Trump unterzeichnet ein entsprechendes Gesetz.

Im Streit um die Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong hat China Sanktionen gegen die USA verhängt.

Man rufe die USA auf, nicht wie bisher den falschen Weg zu beschreiten - andernfalls werde man Gegenmaßnahmen ergreifen, hieß es aus Peking.

Die Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong ist in den USA nun sogar gesetzlich verankert. Präsident Trump legte kein Veto gegen die überparteiliche Initiative des Kongresses ein. China protestierte gegen die "Einmischung" und stellte "Gegenmaßnahmen" in Aussicht.

Hunderttausende Uiguren sind nach Schätzungen in Nordwestchina zur Umerziehung in Lager gesteckt worden. Vertrauliche Papiere zeigen den Umgang mit Inhaftierten und das perfide Überwachungssystem. Wie reagiert Peking?

Mobilisiert vom monatelangen Aufruhr in der chinesischen Sonderverwaltungsregion gehen drei Millionen Hongkonger an die Urnen - ein Rekord. Die Demokraten entscheiden das Rennen für sich und fügen Regierungschefin Lam eine schwere Schlappe zu.

Fast drei Millionen Menschen in der chinesischen Sonderverwaltungsregion geben am Sonntag ihre Stimme ab. In der Nacht läuft die Auszählung. Die Demokraten ziehen davon. Für Regierungschefin Carrie Lam zeichnet sich eine Schlappe ab.

Eine kleine Gruppe von Aktivisten hat sich weiter in einer Hochschule in Hongkong verbarrikadiert. Demonstrativ stellt sich der US-Senat mit einem Votum hinter die Demokratiebewegung. China reagiert empört.

Wenn China eine App aus dem Apple Store nicht passt, fordert es den Konzern auf, diese zu löschen. Der iPhone-Hersteller ist schon oft eingeknickt – nicht erst vergangene Woche. Auch andere Tech-Firmen wie Microsoft halten sich an die Zensur, wenn das Regime es verlangt. Amnesty International kritisiert das scharf.

Nach Kritik aus China hat Apple eine App aus seinem App-Store genommen, die den Demonstranten in Hongkong hilft, der Polizei auszuweichen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der US-Riese dem Druck aus Peking beugt. 

Die Volksrepublik China feiert den 70. Jahrestag ihrer Gründung in Form einer Machtdemonstration: Der Staatschef lässt die nationale Waffenkammer auffahren, betont gleichzeitig aber seine friedlichen Absichten.

Nach nur vier Jahren Bauzeit hat in der chinesischen Hauptstadt Peking ein gigantischer Flughafen eröffnet. Er gilt als der größte der Welt - flächenmäßig. An den größten Flughafen der Welt nach Passagierzahlen kommt er noch lange nicht heran. (ff/mit Material der dpa)

Angesichts des BER-Debakels kann Deutschland da nur staunen: Nach nur vier Jahren Bauzeit eröffnet China in Peking einen neuen, gigantischen Flughafen. An der Gebäudefläche gemessen ist er der größte der Welt, an den Reisenden gemessen immerhin die Nummer zwei. 

China hat den deutschen Botschafter in Peking formal einbestellt. Der Grund ist ein Treffen von Außenminister Heiko Maas mit dem Hongkong-Aktivisten Joshua Wong auf einer Veranstaltung in Deutschland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Abschluss ihres China-Besuches erneut ihre Hoffnung geäußert, dass die Konflikte in Hongkong friedlich gelöst werden. Alles andere wäre aus ihrer Sicht "eine Katastrophe", sagte Merkel am Samstag in Wuhan.

Deutsche Unternehmen hoffen auf neue Geschäfte mit China. Doch das politische Umfeld des Besuchs der Kanzlerin ist schwierig - der Handelsstreit und die Unruhen in Hongkong bremsen die Weltwirtschaft.

Es hat sich bis nach China herumgesprochen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Monaten bei offiziellen Anlässen wiederholt unter Zitteranfällen litt. Sie darf deshalb zur Begrüßung in Peking sitzen.

Angela Merkel ist am Freitag in Peking mit militärischen Ehren empfangen worden. Die Nachricht über die wiederkehrenden Zitteranfälle der Kanzlerin scheinen bis nach China hervorgerdungen zu sein: Bei der Zeremonie wurden Stühle bereitgestellt, so dass Merkel mit Premier Li Keqiang sitzen konnte.

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat sich ein Stück weit dem Druck der Straße gebeugt und das umstrittene Auslieferungsgesetz zurückgenommen. Den Demonstranten dürfte das jedoch nicht weit genug gehen. Zu Angela Merkels Reise nach Peking ist der Konflikt weiterhin virulent. 

Die USA und China läuten eine neue Runde in ihrem Handelskrieg ein. Der Konflikt bremst bereits die Weltkonjunktur. Jetzt gibt es neue Strafzölle. Eine Einigung der beiden größten Volkswirtschaften ist noch nicht in Sicht.

Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Doch der Kampf für mehr Demokratie tobt nicht erst seit wenigen Wochen. Bereits vor fünf Jahren gingen Massen auf die Straßen, damals, weil Peking Reformen in Hongkong verhindert hat. Eine Chronologie.

Auf den Straßen in Hongkong ist es knapp eine Woche lang ruhig gewesen. Jetzt kommt es erneut zu schweren Ausschreitungen. Ein Ende der Proteste ist bisher nicht in Sicht.

US-Präsident Donald Trump hat neue Strafzölle auf chinesische Produkte angekündigt. China wollte darauf reagieren. Nun hat Peking geantwortet - und Vergeltungszölle angekündigt.

Die USA belegen andere Länder gerne mit Sanktionen, um ihre Ziele durchzusetzen. Jetzt will es China andersherum machen. Es geht um ein kleines Land, das beiden Großmächten wichtig ist.

Ein Mitarbeiter des britischen Konsulats in Hongkong soll in China festgenommen worden sein. Simon Cheng Man-Kit wird seit einer Geschäftsreise vermisst, wie lokale Medien berichteten.