Zur Eindämmung von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo mobilisiert UNICEF in der betroffenen Region im Nordwesten des Landes Hunderte Helferinnen und Helfer und stellt Hilfsgüter zur Verfügung. Die Helfer sollen in den Gemeinden über wirksame Maßnahmen zum Schutz vor Ebola und über die beginnende Impf-Kampagne informieren.

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In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen. Bis Dienstag (22. Mai) gab es 51 Verdachtsfälle, die auf Ebola schließen lassen; 28 davon wurden offiziell bestätigt. 27 Menschen sind bereits an Symptomen gestorben, die mit Ebola einhergehen, darunter Fieber und Blutungen. Bei vier davon wurde das Virus bestätigt.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern mobilisiert UNICEF, zusammen mit der kongolesischen Regierung und Partnern, Hunderte Helfer und stellt Hilfsgüter bereit.

Helfer leisten wichtige Aufklärung

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Die Helfer informieren Kinder und Familien über die Gefahren von Ebola und über wirksame Maßnahmen zum Schutz, zum Beispiel Hygiene-Maßnahmen und die beginnende Impfkampagne. Die lebenswichtigen Informationen sollen unter anderem über Radio, durch religiöse Einrichtungen, Schulen, Jugendgruppen und auf Märkten verbreitet werden.

"Es ist sehr wichtig, dass jeder erfährt, wie man sich sowohl zu Hause als auch an öffentlichen Orten vor Ansteckung schützen kann, besonders in Krankenhäusern und Schulen", sagte Dr. Gianfranco Rotigliano, Leiter von UNICEF in der Demokratischen Republik Kongo.

Prävention gemeinsam mit den Gemeinden

"Die Erfahrung von früheren Ebola-Ausbrüchen zeigt, dass wir die besten Chancen zur Eindämmung der Krankheit haben, wenn die Gemeinden bei der Prävention mitwirken."

UNICEF stellt außerdem Hilfsgüter für das Ebola-Behandlungszentrum und Gemeinden in Bikoro und Mbandaka zur Verfügung und hat Desinfektions-Stellen an vier weiteren Gesundheitszentren installiert.

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Schulen sollen geöffnet bleiben

An 50 Schulen in Mbandaka wurden Waschmöglichkeiten eingerichtet. Auch 72 Schulen in Bikoro sollen schnell mit Material zum Händewaschen ausgestattet werden. Schulen erhalten außerdem Fieberthermometer, damit sie die Kinder auf Anzeichen von Ebola untersuchen können.

"Wir werden alles tun, damit die Schulkinder geschützt bleiben und der Unterricht nicht unterbrochen wird", sagte Rotigliano.

Am 8. Mai hat das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo den Ausbruch von Ebola erklärt.

Seitdem hat UNICEF über 4.500 Kilogramm Hilfsgüter zur Verfügung gestellt, darunter Seife, Plastikplanen, Eimer und Chlor zur Wasserreinigung. Weitere 80 Tonnen Hilfsgüter werden von Sierra Leone nach Kongo geschifft. (sus/unicef)

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