Die scheinbare Unterbrechung des Klimawandels in den Jahren 1998 bis 2012 ist nicht auf falsche Klimamodelle oder ein mangelhaftes Verständnis des Klimas zurückzuführen.

Dass die globale Erwärmung in dem Zeitraum nicht wie von Klimamodellen vorhergesagt gestiegen ist, sei vielmehr eine Folge davon, dass in den Modellen unterschiedliche Daten herangezogen oder unterschiedliche Zeiträume betrachtet wurden.

Dies berichten Forscher um Iselin Medhaug von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (Schweiz) im Fachmagazin "Nature".

In den 15 Jahren bis 2012 stiegen die Temperaturen an der Erdoberfläche je nach Messreihe gar nicht oder kaum an. Manche Politiker, aber auch Wissenschaftler deuteten dies als ein Versagen der Klimamodelle - das Ausmaß des Klimawandels sei überschätzt worden.

Einige leugneten sogar, dass es einen Klimawandel überhaupt gebe oder zumindest, dass er vom Menschen verursacht worden sei. Dem steht allerdings der Trend der vergangenen drei Jahre entgegen: 2016 war das dritte Jahr in Folge, das den globalen Temperaturrekord seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 gebrochen hat.  © dpa

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