Sensationsfunde: Diese Schätze erstaunen nicht nur Forscher

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Ob antike Tempel, Goldschätze oder Dinosaurierknochen: Immer wieder bringen die Tiefen der Erde und des Meeres sensationelle Funde zum Vorschein. Hier sind die spektakulärsten Entdeckungen der vergangenen Jahre.

Im Juni 2017 wurden in Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei Mal Schätze aus der Wikingerzeit entdeckt. Erst wurde der Anhänger links im Bild bei Neubukow gefunden. Wenige Tage später tauchte ein ähnlicher Schatz in der Nähe von Parsewalk auf. Die ehemals vergoldeten Bronzeobjekte sind mehr als 1000 Jahre alt.
Schon länger ist die antike Stadt Perperikon in Bulagarien ein Ausgrabungsort. Im September 2017 hat man einen Fund beeindruckender Größe freigelegt: eine riesige Nekropolis (Totenstadt). Überreste von Menschen mehrerer Epochen wurden hier bestattet. Die ältesten stammen aus der Kupferzeit.
Nach der persischen Eroberung Jerusalems haben ihre Besitzer diese Schmuckstücke vermutlich vor ihrer Flucht am Fuß des Tempelbergs versteckt. Die Eigentümer konnten ihren Schatz selbst nicht mehr bergen. Erst im Jahr 2013 fanden Archäologen überraschend das 1.400 Jahre alte Bündel, das neben Schmuck auch Gold- und Silbermünzen enthielt.
Diesen gigantischen Schatz haben nicht Archäologen aus der Erde gehoben, sondern Polizisten aus dem Haus des Sammlers John Sisto nach dessen Tod. Er hatte über Jahre tausende teils gestohlene Antiquitäten gesammelt, die Reliquien und Handschriften von Königen und Päpsten enthielten.
Eine Statue von Ramses II.? Danach sah es zunächst aus. Inschriften deuten aber darauf hin, dass es sich wohl um Pharao Psammetich I. handelt. Der Sensationsfund gelang einem internationalen Grabungsteam mitten in Kairo.
Die glänzende Statue, rund 3.200 Jahre alt und acht Meter groß, wurde im März 2017 von einer Baggerschaufel aus dem Schlamm befreit und mit einem Kran herausgehoben. Das Grabungsgebiet liegt auf der einstigen Tempelanlage Heliopolis, einer der Hauptkultstätten Ägyptens.
Die gesamte Anlage wird man wohl nicht zutage fördern können. Sie liegt unterhalb des Grundwasserspiegels. Eine Trockenlegung wäre zu aufwendig. Außerdem soll auf dem Areal Wohnraum für die wachsende Bevölkerung Kairos entstehen.
Zu den Grabbeigaben zählten auch solche Goldplatten, die 23 cm lang, 10 cm breit und 0,3 cm dick sind.
Er ist zwei Zentimeter klein und eine Riesenüberraschung: Zum ersten Mal entdeckten Forscher im September 2017 in Baden-Württemberg Reste eines Meteoriten. Der Splitter stamme von dem großen Meteoriten, der vor etwa 15 Millionen Jahren einen Riesenkrater bei Heidenheim verursachte. Man war davon ausgegangen, dass er vollständig verdampft war.
Der Splitter war in einem Kalksteinblock aus dem Meteorkrater verborgen. Museumsbesucher konnten diesen Stein berühren, wodurch sich vermutlich im Laufe der Zeit Risse bildeten. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Teil des Kalksteins entfernt und das Meteroitenstück kam zum Vorschein.
Eigentlich waren die Experten im März 2017 in Kalkriese auf der Suche nach Bolzengeschossen oder Schwertresten. Doch dann schlugen die Metallsuchgeräte Alarm. 200 römische Silbermünzen versteckten sich nur wenige Zentimeter tief im Boden.
Schon zuvor wurden hier einige wenige Münzen gefunden. Die nun entdeckte, große Anzahl lässt aber den Schluss auf ein militärisches Lager zu. Der Verdacht der Wissenschaftler: Hier könnte die Varusschlacht stattgefunden haben.
Dieser Fund ist wahrlich spektakulär. Israelische Taucher bargen 2016 diese Kunstgegenstände aus Bronze. Es handele sich um die Ladung eines vor rund 1600 Jahren gesunkenen Handelsschiffs aus der späten römischen Ära, einer der größten Funde dieser Art seit Jahrzehnten. Die Stücke sind laut Forschern in ausgesprochen gutem Zustand.
Ob diese Entdeckung tatsächlich so bedeutend ist, wie es den Anschein hat, bleibt noch abzuwarten. Radarmessungen haben hinter einer Wand im Grab von Tutanchamun eine weitere Kammer ausfindig machen können. Darin befindet sich laut Messungen auch organisches und metallisches Material. Die Forscher vermuten dahinter eine Sensation: das Grab der Nofretete.
Manchmal liegt die Sensation weder tief in der Erde noch unter Wasser. Im Landesmuseum in Hannover haben Forscher im August 2017 beinahe zufällig im Bestand eine bisher unbekannte Schwimmsaurier-Art gefunden. Schon eine Woche zuvor hatten die Wissenschaftler durch eine neue Technik herausgefunden, dass ein bislang nicht erforschtes Fossil im Archiv schwanger war.
Von ihm fehlte über 70 Jahre lang jede Spur. Der US-Kreuzer "USS Indianapolis" sank im Zweiten Weltkrieg binnen weniger Minuten. Von den knapp 1.200 Menschen überlebten nur wenige. Viele ertranken, wurden in den nächsten Tagen von Haien gefressen oder verdursteten. Nun fand im August 2017 ein Team um Microsoft-Mitgründer Paul Allen das Wrack in 5,5 Kilometern Tiefe.
Im Juni 2017 wurde der Homo sapiens auf einen Schlag um 100.000 Jahre älter. In Marokko fanden Forscher Knochen des ältesten jemals entdeckten Homo sapiens. Bislang stammten die ältesten Funde aus Äthiopien und wurden auf rund 195.000 Jahre datiert.
Besonders bemerkenswert sei sein "menschliches Antlitz", wie der französische Forscher Jean-Jacques Hublin meint. "Das Gesicht eines dieser frühen Homo sapiens ist das Gesicht von jemandem, den man in der U-Bahn treffen könnte", sagte der Paläontologe.
Es war die Meldung des Tages in Litauen. Als im März 2017 die Unabhängigkeitserklärung des Landes wieder auftauchte, stand die Nation kopf. Nach 99 Jahren tauchte das verschollene Original im Archiv des Auswärtigen Amtes in Berlin wieder auf.
Die Ausgrabungen auf dem 7000 Quadratmeter großen Areal in der Nähe von Lyon feiern Archäologen als "kleines Pompeji". Im August 2017 gingen die Bilder von den außergewöhnlich gut erhaltenen Ruinen um die Welt. Die Bewohner haben die Gegend vermutlich nach einer Reihe von Bränden fluchtartig verlassen. Einstürzende Dächer und Stockwerke begruben die Einrichtung und konservierten sie.
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