Dass ein VW ID.3 X kommt, bestätigte Markenchef Thomas Schäfer bereits im Frühjahr 2023 dem britischen Magazin "Autocar". Man arbeite "mit Hochdruck an der Entwicklung eines weiteren kompakten SUV auf Basis des ID.3", so der VW-Boss damals. Der ID.3 als SUV/Crossover soll dabei "dramatisch anders aussehen" und trotzdem auf dem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) der Marke aufbauen. Fraglich ist allerdings noch, ob der ID.3 als ID.3 X firmieren wird. Hier erwägt VW derzeit eine Änderung der Nomenklatur.

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Nach einem Bericht des "Handelsblatts" hat Volkswagen schon Ende Januar 2023 entschieden, das Modell in Nordamerika zu bauen. Der ID.3 X soll ab Mitte des Jahrzehnts dann entweder im US-Stammwerk Chattanooga oder im mexikanischen Puebla vom Band rollen. Derartige Pläne bestätigte nun Reinhard Fischer auf einem von der Nachrichtenagentur Reuters veranstalteten Kongress. "Wir schrauben unsere Pläne für Elektrofahrzeuge auf dem US-Markt nicht zurück", sagte der Senior Vice President und Leiter der Strategieabteilung der VW Group of America.

Neues US-E-Auto für unter 35.000 Dollar

Dabei sprach er von einem Modell für unter 35.000 Dollar (aktuell umgerechnet etwa 32.700 Euro), das in drei bis vier Jahren startbereit wäre. Die Eckdaten passen gut zum angedachten ID.3 X. Im Hinblick auf den für Europa geplanten ID. Golf, der sich unterhalb des ID.3 ansiedelt, wäre der ins Auge gefasste Basispreis wohl zu hoch. Die angekündigten MEB-Entry-Modelle ID.1 und ID.2 dürften preislich noch günstiger und für den US-Markt zu klein sein.

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Volkswagen hat mit seiner Kernmarke in den USA derzeit nur ein reines Elektromodell im Angebot: Den ID.4, der derzeit mindestens 38.995 Dollar (knapp 36.500 Euro) kostet und sich für die US-E-Auto-Förderung nach dem US-amerikanischen "Inflation Reduction Act" (IRA) qualifiziert. In Kürze stehen zudem die Einführung des Elektro-Vans ID. Buzz und jene des Mittelklasse-Vertreters ID.7 auf diesem wichtigen Markt bevor.

Optimierte MEB-Plattform

Die MEB-Plattform werde in Sachen Reichweite, Leistung und Funktionalitäten "signifikante Fortschritte machen", bis sie später im Jahrzehnt durch die SSP-Plattform abgelöst wird, ergänzt Schäfer. Grundsätzlich, so der CEO, werde sich VW bei der Produktpalette von "alten Gewohnheiten" verabschieden müssen. Man fokussiere sich auf die Kernmodelle und "vereinfache die Produktpalette in den kommenden zehn Jahren". Das bedeute auch, dass bekannte Verbrenner-Modelle auslaufen oder mit spürbar weniger Ausstattungsoptionen angeboten werden. Schäfer sagte: "In jedem Segment, in dem wir antreten, wollen wir unserem Leading-Volume-Motto gerecht werden: Weniger tun, aber richtig machen."

Hinweis: Das Aufmacherbild zeigt den VW ID.4 Xtreme. Wie sich die Facelift-Version des ID.3 im Fahrbericht schlägt, sehen Sie in der Fotoshow.  © auto motor und sport

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