Bluthochdruck ist in der Bevölkerung weit verbreitet, doch nicht jeder Betroffene weiß, dass er an Hypertonie leidet. Bei welchen Symptomen Sie hellhörig werden sollten und wie Sie Ihren Bluthochdruck senken können, lesen Sie hier.

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Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck gehört zu den in der Bevölkerung sehr weit verbreiteten Erkrankungen. Wie der Name bereits sagt, ist bei den Betroffenen der Blutdruck dauerhaft zu hoch. Mediziner sprechen dann von einer Hypertonie. Dabei pumpt das Herz das Blut mit sehr viel Druck durch die feinen Blutgefäße.

Einen erhöhten Bluthochdruck hat jeder einmal. Doch wenn die Blutwerte anhaltend im erhöhten Bereich liegen, wird der Bluthochdruck zum Risikofaktor für weitere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Niereninsuffizienz oder Schlaganfall, die häufig tödlich enden.

Geschätzt 35 Millionen Deutsche haben zu hohe Blutdruck-Werte. Der Blutdruck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen. Der 1. Wert gibt den systolischen, der 2. Wert den diastolischen Blutdruck an. Ein Wert von 120/80 mmHg gilt als normal. Ein oberer Wert von über 130 mmHg gilt als hoch-normal. Ab einem Blutdruck von 140/90 mmHg spricht der Mediziner laut Definition von Bluthochdruck. Gefährlich wird es bei Werten über 180 mmHg, dann sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Im Alter verschieben sich die Richtwerte jeweils etwas nach oben, bei Kindern liegen die Normalwerte etwas niedriger. Frauen in den Wechseljahren sollten ihre Werte besonders im Blick behalten, da durch die hormonelle Umstellung Bluthochdruck entstehen kann. In der Schwangerschaft ist ein Anstieg des Blutdrucks ebenfalls möglich. Hier kann es zu einer sogenannten Präeklampsie kommen, die unbedingt behandelt werden sollte. In den meisten Fällen normalisiert sich der Bluthochdruck jedoch nach der Geburt wieder.

In der Nacht sinkt der Blutdruck normalerweise ab. Hypertonie-Patienten haben jedoch auch nachts erhöhte Werte, wodurch sie nicht zur Ruhe kommen.

Was sind die Ursachen für Bluthochdruck?

Die Gründe für Bluthochdruck sind sehr vielseitig und reichen von einer ungesunden Ernährung bis zu organischen Ursachen. Der Mediziner unterscheidet hier zwischen einer primären und einer sekundären Hypertonie. Bei einer primären Hypertonie liegt keine Erkrankung vor, die den hohen Blutdruck auslöst. Bei einer sekundären Hypertonie entsteht der Bluthochdruck aufgrund einer anderen Krankheit. Häufige Ursachen sind:

  • Übergewicht, ungesunde Ernährung, zu viel Zucker
  • hoher Salzkonsum
  • Bewegungsmangel
  • Kaffee
  • Stress
  • Rauchen
  • Alkohol
  • zunehmendes Alter
  • Schwangerschaft
  • Wechseljahre
  • Probleme mit der Schilddrüse
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Nierenprobleme
  • Gefäßerkrankungen

Bluthochdruck kann auch Teil der Nebenwirkungen spezieller Medikamente oder der Pille sein. Meist sinken die Werte wieder, nachdem das Präparat abgesetzt oder durch ein anderes ersetzt wurde. Hier sollten Sie Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Je früher Sie Bluthochdruck vorbeugen, umso besser für Blutgefäße und Organe. Besteht der Verdacht auf Hypertonie, können Sie zu Hause mit einem Messgerät regelmäßig den Blutdruck messen, um die Werte im Blick zu haben.

Was sind die Bluthochdruck-Symptome?

Bluthochdruck äußert sich durch verschiedene Anzeichen, die auch auf andere Krankheiten hinweisen können oder so unklar sind, sodass die Erkrankung lange nicht erkannt wird. Treten mehrere der Beschwerden auf, liegt der Verdacht auf Hypertonie jedoch nahe:

  • Schwindel
  • Nervosität
  • Ohrensausen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • rotes Gesicht
  • Herzrasen
  • Kurzatmigkeit
  • Übelkeit
  • Nasenbluten
  • Probleme mit der Potenz

Kommen plötzlich Atemnot, Schwindel, starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen dazu, rufen Sie sofort den Notarzt!

Wie stellt der Arzt die Diagnose Bluthochdruck?

Die Blutdruckwerte ermittelt der Arzt schnell mit einem Messgerät. Da der Blutdruck unter Stress oder Aufregung kurzzeitig durchaus einmal höher sein kann, ist meist eine Langzeit-Messung erforderlich. Dabei wird der Blutdruck über einen längeren Zeitraum regelmäßig gemessen.

Liegen die Werte dauerhaft über der Norm von 120/80 mmHg, kann der Arzt einen krankhaften Bluthochdruck schnell erkennen. Dann gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen und eine geeignete Therapie zu finden.

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Bleibt Bluthochdruck unbehandelt, werden die Blutgefäße immer mehr geschädigt. Da permanent das Blut mit hohem Druck durch die Gefäße gepumpt wird, fransen die Gefäßwände mit der Zeit aus und es kann zu schweren Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schäden an den Organen kommen. Um solchen Auswirkungen frühzeitig vorzubeugen, sollte Bluthochdruck immer behandelt werden.

In erster Linie können Sie die Erkrankung natürlich behandeln, indem Sie Ihren Lebensstil ändern. Denn schon kleine Umstellungen senken den Blutdruck:

  • Ernährung: Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage, um den Bluthochdruck eigenständig zu bekämpfen. Frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind Zucker und Weißmehl vorzuziehen. Oft wird eine mediterrane Ernährung empfohlen. Verwenden Sie zum Würzen nur wenig Salz, denn Salz treibt den Blutdruck in die Höhe.
  • Regelmäßig Sport: Wer sich regelmäßig bewegt und mehrmals die Woche Sport treibt, kann seinen Blutdruck auch ohne Medikamente senken. Hier eignet sich vor allem leichter Ausdauersport. Intensiver Kraftsport ist für Bluthochdruckpatienten hingegen weniger empfehlenswert.
  • Entspannung: Stress lässt den Blutdruck schnell in die Höhe schießen, deshalb sorgen Sie für ausreichend Entspannung zwischen stressigen Phasen. Hier können Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Autogenes Training sehr hilfreich sein. Auch regelmäßige Saunabesuche sind ratsam. Wer bereits unter Bluthochdruck leidet, sollte lieber eine Sauna mit geringerer Temperatur oder ein Dampfbad wählen.
  • Nicht rauchen: Der Konsum von Zigaretten hinterlässt seine Schäden an den Gefäßen und fördert Arteriosklerose und Thrombosen. Hören Sie am besten ganz mit dem Rauchen auf, denn Bluthochdruck lässt sich zwar vorübergehend heilen, kommt jedoch immer wieder.

Die Behandlung kann zusätzlich durch Tabletten erfolgen, die vom Arzt verordnet werden. Um den Bluthochdruck dauerhaft zu normalisieren, muss allerdings immer der Lebenswandel angepasst werden. Denn das Medikament alleine kann nur den Blutdruck senken, nicht jedoch die Ursachen beheben. (tsch)

Verwendete Quellen:

  • NetDoktor: "Bluthochdruck"
  • Gesundheit.de: "10 Tipps, Bluthochdruck ohne Medikamente zu senken"
  • Internisten im Netz: "Was ist Bluthochdruck?"

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