"Aber Fisch isst du schon?" Diese Frage hat vermutlich schon jeder Vegetarier zu hören bekommen. Denn obwohl sich heutzutage immer mehr Menschen vegetarisch oder ähnlich ernähren, wissen viele gar nicht, was Vegetarier, Flexitarier und Co. überhaupt essen: Eine Übersicht.

Die Zahl der Leute, die kein Fleisch essen, steigt stark an. Der Vegetarierbund schätzt, dass rund acht Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch leben, also zehn Prozent der Bevölkerung.

In Österreich sind es drei Prozent und in der Schweiz fünf. Knapp eine Million Menschen ernähren sich sogar vegan. Aber wo liegt der Unterschied zwischen den Ernährungsformen?

Vegetarier

Vegetarisch lebende Menschen verzichten auf Fleisch und Fisch. Früher waren es vor allem Glaubensgründe, heutzutage wollen sich viele Menschen schlichtweg gesünder ernähren.

Vegetarismus ist vor allem ein weibliches Phänomen. Während 13 Prozent der Frauen in Deutschland vegetarisch leben, sind es nur drei Prozent der Männer.

Kurz gesagt: Kein Fleisch, kein Fisch.

Veganer

Im Gegensatz zu den Vegetariern verzichten Veganer vollkommen auf tierische Produkte. Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sind auf ihrem Speiseplan nicht zu finden.

Das macht die Ernährung schwierig. Denn auch oft in Lebensmitteln versteckte Zusatzstoffe wie Milchzucker und Gelatine - beispielsweise in Gummibärchen - haben auf dem Teller nichts zu suchen.

Manche Veganer verzichten auch auf tierische Produkte wie Wolle, Daunen oder Leder. Unumstritten ist diese Ernährungsform nicht. Mediziner befürchten einen Nährstoffmangel, wenn sich Veganer nicht vielseitig genug ernähren.

Kurz gesagt: Kein Fleisch, kein Fisch, keine tierischen Produkte.

Pescetarier

Die Bedeutung liegt schon im Namen, denn "Pisces" bedeutet Fisch im Lateinischen. Pescetarier sind sozusagen die Vegetarier "light". Sie verzichten auf Fleisch, essen aber Fisch, Milchprodukte, Eier und Honig.

Wie viele Vegetarier wollen sie ein Zeichen gegen Massentierhaltung setzen. Allerdings warnt der Vegetarierbund vor dem Verzehr von Fischen. Denn das habe ebenfalls schwere ökologische Auswirkungen und berge teilweise auch gesundheitliche Gefahren.

Kurz gesagt: Kein Fleisch, aber Fisch.

Flexitarier

Sie sind auch als Teilzeit-Vegetarier bekannt. Denn Flexitarier wollen zwar nicht auf Fleisch verzichten, sind aber meist Gegner der Massentierhaltung. Deswegen kommt bei ihnen nur Bio-Steak aus Freilandhaltung auf den Teller.

Kurz gesagt: Mal Fleisch, mal Fisch.

Frutarier

Frutarier sind wohl die ungewöhnlichste Erscheinungsform. Denn sie essen nur Pflanzen, die bei der Ernte nicht sterben. Gemüsesorten wie Möhren, Lauch oder Fenchel sind damit tabu, da diese nach der Ernte nicht nachwachsen.

Ganz radikale Frutarier essen sogar nur Obst, das bereits vom Baum gefallen ist. Beweggrund: Sie wollen der Natur keinen Schaden zufügen.

Kurz gesagt: Kein Fleisch, kein Fisch, keine tierischen Produkte, keine Pflanzen, die bei der Ernte sterben.