Adolf Hitler hatte nur einen Hoden. Diese medizinische Entdeckung wurde jetzt bekannt. Bevor der spätere "Führer" seine Zelle nach dem gescheiterten Putsch in München bezog, wurde er vom Gefängnisarzt der Festung Landsberg untersucht. Nun wird durch die Editierung des Berichtes öffentlich, dass der NSDAP-Führer an Kryptorchismus litt - Hitler hatte nur einen Hoden.

Der deutsche Lehrerverband will mit Hitlers Buch im Unterricht aufklären.

Die Kladde des Anstaltsarztes Josef Brinsteiner, der Hitler in der Nacht von 11. auf 12. November 1923 nach dem fehlgeschlagenen Putsch untersucht hatte, war jahrzehntelang verschollen. Im Jahr 2010 tauchte sie plötzlich bei einer Versteigerung wieder auf. Der Freistaat Bayern beschlagnahmte sie und brachte sie ins Staatsarchiv München. Der damalige Archivchef Peter Fleischmann entdeckte den Bericht dort wieder. Zum ersten Mal erscheinen jetzt die wesentlichen Auszüge aus Brinsteiners Notizen zusammen mit anderen beschlagnahmten Dokumenten. An diesem Freitag wird der 552-Seiten-starke Band im Staatsarchiv München vorgestellt.

Dokumente beweisen - Hitler hatte genitale Missbildung

Die Vermerke des Gefängnisarztes beweisen, dass Hitler eine angeborene Missbildung an seinen Genitalien hatte - medizinisch korrekt bezeichnet einen "rechtsseitigen Kryptorchismus". Das bedeutet, dass ein Hoden nicht im embryonalen Stadium oder Säuglingsalter in den Hodensack wandert, sondern im Kanal verweilt.

AfD-Landeschef leistet sich krasse Fehltritte, aber die Partei hält zu ihm.

Ein ehemaliger Hausarzt der Familie Hitler, Eduard Bloch, wurde in seiner Vernehmung in den USA bereits1943 nach Absonderlichkeiten an Hitlers Hoden gefragt. Bloch sagte, an Hitlers Hoden sei nichts Außergewöhnliches: "Allerdings, sie waren völlig normal." Doch anzunehmen ist, dass er den kleinen Hitler knapp 40 Jahre zuvor untersucht hatte - als jugendlicher Sohn einer todkranken Patientin. Klara Hitler war 1907 an Brustkrebs gestorben. Die lange Zeit, die somit zwischen der Untersuchung und der späteren Aussage liegt, reicht deswegen nicht aus, um Brinsteiners Befund zu widerlegen.

Schmählieder über den "Führer" hatten recht

Mit der jetzigen Entdeckung behalten alte Schmählieder über den "Führer" recht: Über jemanden zu sagen, er habe "balls", galt um die Zeit des Zweiten Weltkrieges im Englischen als Lob. Britische Soldaten sangen gern auf die Melodie des bekannten "Colonel Bogey March" einen Schmähtext gegen den Nazi-Anführer mit dem Refrain: "Hitler has only got one ball". Nur ein "Ei" zu haben, war deswegen eine schwere Beleidigung und Entehrung. 2008 griff der Entertainer Harald Schmidt dieses Thema auf. In seiner Late Night Show zeigte er einen Einspielfilm, der behauptete, Hitler hätte den Zweiten Weltkrieg begonnen, um seine fehlende "Klöte" finden zu lassen.