Wegen der Veröffentlichung von Video-Sequenzen des Attentats von Christchurch muss der neuseeländische Sender Sky TV 4.000 Neuseeland-Dollar (etwa 2.320 Euro) Strafe zahlen.

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Zwar sei die Berichterstattung über die Angriffe auf zwei Moscheen von hohem öffentlichen Interesse gewesen, teilte die neuseeländische Rundfunkregulierungsbehörde BSA am Dienstag mit. Die Auszüge aus dem Live-Video des Täters seien jedoch "hochverstörend" gewesen und hätten nicht ausgestrahlt werden dürfen.

Glorifizierung und Verbreitung der Botschaft durch das Video

Besonders bei den Familien und Freunden der Opfer und der muslimischen Gemeinschaft in Neuseeland könne das Videomaterial Leid verursachen, heißt es in der Mitteilung weiter. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der mutmaßliche Attentäter - ein 28 Jahre alter Australier - durch die Videos glorifiziert und seine Botschaften verbreitet würden.

Bei dem Anschlag Mitte März waren 51 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Dem mutmaßlichen Täter droht lebenslange Gefängnishaft. Er hatte den Anschlag mit einer Helmkamera live auf Facebook übertragen. In den ersten 24 Stunden wurde es mehr als 1,5 Millionen Mal verbreitet. Vier Tage nach dem Attentat wurden die Ausstrahlung und die Verbreitung des Videos in Neuseeland verboten.  © dpa

Neuseeland verbietet nach Anschlägen auf Muslime halbautomatische Waffen

Neuseeland reagiert mit einem Verbot gewisser Waffengattungen auf die grausamen Anschläge auf zwei Moscheen in Christchurch.