In Leipzig hat ein Mann am Mittwoch ein Mädchen gekidnappt. Zum Glück findet die Polizei die Zwölfjährige und ihren Peiniger nach kurzer Zeit - auch dank der Besonnenheit des Mädchens.

An der Schönauer Brücke mitten im Herzen Leipzigs ist am Mittwoch ein zwölfjähriges Mädchen entführt worden. Sie war offenbar nicht das erste Opfer des vorbestraften Sexualtäters Frank L.

Dieser soll der "Bild"-Zeitung zufolge zuvor eine Minderjährige mit Nacktaufnahmen erpresst haben. Die Kripo hatte bei ihm kinderpornografische Schriften entdeckt.

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Sein neues Opfer sorgte nun dafür, dass L. überführt werden konnte. Wenige Stunden nach dem Verschwinden des Mädchens erreichte die Leipziger Polizei ein Notruf aus dem Transporter.

Das Mädchen war am Telefon. Sie meldete sich mit ihrem Namen und sagte, sie sei entführt worden. Dann versagte die Verbindung, doch der Polizei reicht dieses kurze Gespräch.

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Polizei lobt Verhalten des Mädchens

Dank der sehr detaillierten Beschreibung des Transporters gelingt es der Polizei, den weißen Transporter auf der Autobahn 38 zu orten. Wenig später halten Fahnder den Transporter bei Lützen an, nehmen L. fest und befreien die Schülerin.

Die Zwölfjährige habe sich laut Polizei während der Entführung überaus besonnen verhalten. Einem Polizeisprecher zufolge war es inbesondere sehr wichtig, dass sie nicht versucht habe, ihre Eltern anzurufen, sondern stattdessen direkt den Notruf wählte.

Obwohl das Gespräch sehr kurz war, ermöglichte es der Polizei, es immer wieder anzuhören. Dies verhalf zur Ortung und Rettung des Mädchens knappe drei Stunden nach Beginn der Entführung.