Ein Zug rammt ein Auto an einem unbeschranken Bahnübergang und schleift es mehrere Hundert Meter mit. Eine Mutter stirbt, ihr Kleinkind wird schwer verletzt.

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Bei einem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Niedersachsen ist eine Mutter im Beisein ihres Kindes ums Leben gekommen. Ein Zug habe das Auto der 35-Jährigen erfasst und über mehrere Hundert Meter mitgeschleift, teilte die Polizei mit. Ihre dreijährige Tochter wurde schwer verletzt per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Hannover geflogen. Der Unglücksort in Isenbüttel zwischen einem Wohngebiet und einer Schrebergartensiedlung wurde weiträumig abgesperrt.

Der Regionalzug des privaten Bahnunternehmens erixx war auf der Strecke von Uelzen nach Braunschweig unterwegs, als es zu dem Zusammenstoß kam. Die Ursache war zunächst unklar. Das demolierte Auto befand sich auch Stunden nach dem Unfall verkeilt mit dem Triebwagen des Zuges an einer Böschung. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Ein Hund, der mit im Auto saß, starb ebenfalls.

Viele Unfälle bei unbeschrankten Bahnübergangen

Die Zugreisenden wurden mit Ersatzbussen zu ihrem Zielort gebracht. Die Nebenstrecke war nach Angaben der Deutschen Bahn zwischen 9:40 und 14:00 Uhr gesperrt. Die Bergung des Wagens habe Probleme bereitet.

Immer wieder kommt es an Bahnübergängen zu Unfällen mit Toten und Verletzten. Im vergangenen Jahr gab es 144 Unfälle an Bahnübergängen der Deutschen Bahn, 2017 waren es 157 Unfälle gewesen, 1995 sogar 603 Kollisionen. In den vergangenen Jahren seien viele Bahnübergänge beseitigt worden, erläuterte eine Bahnsprecherin. Ende 2017 gab es demnach noch 16.541 Kreuzungen zwischen Schiene und Straße, davon etwa 38 Prozent ohne technische Sicherung.

In Niedersachsen starb vor einem Jahr auf einem Bahnübergang ohne Schranken bei Landesbergen im Kreis Nienburg eine 53-Jährige Autofahrerin. Auf demselben Bahnübergang war Ende 2016 der 32 Jahre alte Fahrer eine Mülltransporters ums Leben gekommen. (dpa/sap)

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