Es ist bedrohlich eng an Bord der "Ocean Viking", und jetzt werden auch noch die Lebensmittelvorräte für die 356 aus Seenot geretteten Migranten knapp. Hilfsorganisationen schlagen nun Alarm.

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Für das Rettungsschiff "Ocean Viking" und 356 gerettete Migranten ist immer noch kein Hafen in Europa in Sicht. 13 Tage nach der Rettung der ersten Menschen im Mittelmeer vor Libyen schlugen die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée am Donnerstag Alarm. "Jeden Tag verschlechtert sich die Situation", sagte der Arzt an Bord, Luca Pigozzi, laut einer Mitteilung. Die normalen Essensrationen reichten nur noch für fünf Tage. Zudem gebe es die Befürchtung, dass sich der Zustand einiger Migranten rapide verschlechtern könnte.

Gefangen zwischen zwei möglichen Häfen

Die "Ocean Viking" harrt in internationalen Gewässern zwischen Malta und Italien aus. Die beiden Mittelmeer-Anrainer verweigern Hilfsorganisationen und ihren Rettungsschiffen immer wieder das Anlegen. Die Odyssee des spanischen Schiffs "Open Arms" war erst in der Nacht zum Mittwoch nach fast drei Wochen dramatisch zu Ende gegangen. Das Schiff wurde vorläufig beschlagnahmt. (best/dpa)

Migranten verlassen Rettungsschiff "Open Arms"

Zuvor hatte ein italienischer Staatsanwalt die Beschlagnahmung des seit Tagen vor der Insel Lampedusa liegenden Schiffs angeordnet.