Die konservative US-Politikerin Sarah Palin ist Sacha Baron Cohen auf den Leim gegangen. Nun kritisiert die ehemalige Gouverneurin von Alaska den Komiker und Schauspieler auf Facebook scharf.

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"Jap, wir sind vera**** worden. Hast mich erwischt, Sacha. Fühlst du dich jetzt besser?", lautet der Einstieg des langen Facebook-Posts, den Sarah Palin Mitte der Woche absetzte.

Grund für ihren Zorn ist Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen. Der "Borat"- und "Ali G"-Darsteller hatte die Politikerin verdeckt zu einem Interview eingeladen und sich offensichtlich als Kriegsveteran ausgegeben.

"Kranker Humor"

"Ich reihe mich in eine lange Liste berühmter amerikanischer Persönlichkeiten ein, die Opfer dieses üblen, ausnutzenden und kranken Humors des britischen 'Komikers' Sacha Baron Cohen geworden sind, möglich gemacht und unterstützt von CBS/Showtime", so Palin.

Cohen hatte im vergangenen Jahr für das US-Sendernetzwerk "Showtime", das zu CBS gehört, inkognito prominente amerikanische Politiker und Stars interviewt, darunter offenbar auch Sarah Palin.

In den Sitzungen, die ab Sonntag unter dem Namen "Who is America?" (dt. "Wer ist Amerika?") ausgestrahlt werden, forderte er unter anderem Ex-US-Vizepräsident Dick Cheney auf, ein "Waterboard Kit" (dt. "Waterboard Set") zu unterschreiben, was dieser auch tat.

Waterboarding ist eine Folterpraxis, die vor allem im Zusammenhang mit dem US-Gefangenenlager in Guantanamo für Kritik sorgte. Dabei wird bei Gefangenen das Ertrinken simuliert.

Bei einem "Waterboard" kann es sich jedoch auch lediglich um Surf-Equipment handeln. Es bleibt unklar, in welchem Zusammenhang Cheney vor laufenden Kameras sein Autogramm gab.

Erster Teaser zu "Who is America?"

Sacha Baron Cohen, veröffentlichte indes einen kurzen Video-Teaser seiner neuen Show auf Twitter, der Cheney beim Unterschreiben des "Waterboard Kit" zeigt.

Sarah Palin kann darüber nicht lachen. Sie kritisiert vor allem, dass Cohen für ihr Interview augenscheinlich in die Rolle eines Veteranen im Rollstuhl geschlüpft war.

Auf Facebook führte Palin weiter aus: "Veräppel Politiker und Persönlichkeiten der Öffentlichkeit, wenn du willst und das dich nachts schlafen lässt. Aber wie kannst du es wagen, diejenigen zu veräppeln, die unserem Land gedient und dafür gekämpft haben?"

Sarah Palin findet deftige Worte

Die US-Politikerin forderte den britischen Komiker darüber hinaus dazu auf, die Erlöse der Sendung an Wohltätigkeitsorganisationen für amerikanische Kriegsveteranen zu spenden und ließ auf Facebook wissen: "Übrigens, meine Tochter denkt, dass du ein Stück Sch**** bist, Sacha. Jeder amerikanische Veteran sollte genauso denken."  © 1&1 Mail & Media / CF