In Deutschland haben die Temperaturen die 35-Grad-Marke geknackt. Dieser Wert könnte jetzt noch getoppt werden. Wir bieten Ihnen aktuelle Updates zu Hitzewarnungen und der Wetterlage in Deutschland im Überblick.

Nach Rekordtemperaturen von 35,9 Grad am Dienstag geht das Schwitzen weiter: Die Höchsttemperaturen liegen heute zwischen 30 und 36 Grad. Die niedrigsten Temperaturen des Tages liegen zwischen 26 und 29 Grad im höheren Bergland sowie an den Küsten von Nord- und Ostsee, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet.

Aktuelle Wetterlage

Heute wird es in Deutschland überwiegend sonnig und trocken. Im Tagesverlauf können gebietsweise Quellwolken auftreten, im Westen und Nordwesten, in der Lausitz und am Alpenrand können vereinzelt Hitzegewitter auftreten.

Aktuelle Hitzewarnungen

Aktuelle Hitzewarnung des DWD (Stand 15:53 Uhr).

Legende

Waldbrandgefahr in Deutschland

Erhöhte Waldbrandgefahr besteht in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, der Lüneburger Heide sowie in Teilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dort gibt es viele Kiefern, und die Böden sind sandig und trocken.

Verheerende Waldbrände wie in Schweden und Griechenland sind nach Einschätzung des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) in Deutschland allerdings kaum möglich.

Hierzulande sei die Vegetation völlig anders, dazu kämen Präventionsmaßnahmen wie Brandschneisen sowie eine im internationalen Vergleich sehr stark aufgestellte Feuerwehr, sagte Verbandspräsident Hartmut Ziebs der "Passauer Neuen Presse".

Diese Tipps helfen Ihnen dabei, die heißen Sommertage im Büro zu überstehen.

Hilfe und richtiges Verhalten bei Hitze

Vor allem ältere Menschen sollten bei Hitze auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Häufig komme mit dem Alter das Durstgefühl abhanden, warnt Professor Peter Sefrin, Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Da man bei hohen Temperaturen mehr schwitzt als üblich, werde noch mehr Flüssigkeit ausgeschieden. Sefrin rät generell, bei Hitze einen Liter mehr zu trinken als normalerweise, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Die Hitze-Falle wird oft unterschätzt. Wie man sich im Notfall verhalten soll.

Tipps für schnelle Abkühlung

"Vor dem Zubettgehen einfach den Pyjama beziehungsweise das Nachthemd oder zusätzlich auch die Bettbezüge für längere Zeit ins Eisfach legen", rät der Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst allen, die in warmen Nächten keine Ruhe finden. "Ganz Verwegene legen sogar noch Schweiß- und Stirnbänder ins Eisfach und ziehen sie nachts über."

Tagsüber lässt sich die Wohnung kurzzeitig herunterkühlen, indem man Eiswürfel in einer Schüssel vor einen laufenden Ventilator stellt. "Ein Ventilator alleine hilft dem Menschen zwar auch, im Prinzip verwirbelt er die warme Luft aber nur, ohne für einen richtigen Austausch zu sorgen. Dabei sinkt die Raumtemperatur nicht", erklärt der Meteorologe. Auch ein sogenannter Sprühventilator könne für Kühlung sorgen, ebenso wie kaltes Wasser auf Hände, Nacken und Gesicht.

Hilfreich kann auch sein, ein feuchtes Tuch oder Laken vor das offene Fenster zu hängen. Wenn das Wasser im Tuch zu verdunsten beginnt, geht die Temperatur im Raum zumindest etwas zurück. "Wer dann noch einen Spritzer Pfefferminz- oder Lavendelöl ins Wasser gibt, bekommt darüber hinaus auch noch einen angenehmen Raumduft", rät Trippler. (arg/mgb/dpa/afp/DWD)


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