• Der Frühling steht schon vor der Tür, doch erst einmal müssen sich die Menschen in mehreren Teilen Deutschlands noch einmal auf schwierige Straßenverhältnisse gefasst machen.
  • In der Nacht auf Dienstag gab es bereits einige Glatteisunfälle.
  • Ein Autofahrer kam bei einem Unfall auf der B71 zu Tode.

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Autofahrer und Fußgänger müssen sich am Dienstagmorgen nochmals auf schwierige Straßenverhältnisse, Glatteis, Regen und Schnee einstellen. Für die Nacht zum Dienstag rechnete der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Montagabend im Osten und Süden gebietsweise mit gefrierendem Regen oder Sprühregen mit Glatteis. Die Polizeistationen meldeten in der Nacht teils Glätteunfälle, ein Schneechaos wie in der vergangenen Woche blieb jedoch aus.

Für den Osten und Südosten wurde anfangs noch etwas Schneefall erwartet, der im Verlauf des Vormittags rasch in Regen übergehen und nachlassen sollte. Die frostigen Tage sind dann erst einmal vorbei. Grund ist der Ausläufer eines kräftigen Atlantiktiefs, der allmählich wärmere Meeresluft heranführt.

Glätte sorgt für Unfälle auf mehreren Autobahnen

Vor allem im Norden hatten Schnee und Glätte den Verkehr am Montag und in der Nacht zum Dienstag stark behindert. In mehreren Landesteilen Niedersachsens kam es zu glättebedingten Unfällen. Die A7 wurde von der Anschlussstelle Göttingen bis zum Rasthof Göttingen in Fahrtrichtung Süden am Abend für einige Zeit gesperrt. Die Streufahrzeuge der Autobahnmeisterei waren im Dauereinsatz, wie die Polizei mitteilte.

Die A21 bei Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein wurde in der Nacht ebenfalls gesperrt. Dort hatte sich ein Lastwagen quergestellt und beide Fahrbahnen in Richtung Süden blockiert. Am frühen Morgen wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Im brandenburgischen Kreis Oberhavel wurde ein Polizist bei einem Autounfall auf der A10 verletzt. Er hatte am Abend nach einem glättebedingten Lkw-Unfall Absperrungen entfernt und wurde dabei von dem Wagen erfasst.

Tödlicher Unfall auf der B71

Auf der B71 zwischen Hemslingen und Brockel kam ein 54-jähriger Autofahrer aus dem Heidekreis ums Leben. Nach bisherigen Erkenntnissen verlor eine 29-jährige am Nachmittag bei einsetzendem Eisregen die Kontrolle über ihren Wagen und geriet auf die Gegenfahrbahn. Die Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Eine Unfallserie im hessischen Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) ging dagegen glimpflich aus: Auf spiegelglatter Fahrbahn krachte dort ein Rettungswagen in ein parkendes Auto. Die hinzugezogene Feuerwehr und ein Streufahrzeug gerieten ins Rutschen und krachten an der Unfallstelle ebenfalls in Fahrzeuge. Verletzte gab es bei dem Unfall nicht, die Polizei schätzte den Sachschaden auf 211 000 Euro.

In und um Hamburg sowie in Kiel brachte teils starker Schneefall den Bahn- und öffentlichen Nahverkehr gehörig durcheinander. In Hamburg wurde am Montagabend der Hauptbahnhof kurzzeitig gesperrt. "Fernverkehrszüge werden bis auf Weiteres zurückgehalten. Es kommt zu Halt- und Zugausfällen", twitterte die Deutsche Bahn und riet Reisenden, mehr Zeit einzuplanen und Alternativrouten zu prüfen. Kurz nach 21.00 Uhr sagte ein Bahnsprecher, der Verkehr normalisiere sich, einzelne Züge seien aber weiter verspätet.

Schwierigkeiten im öffentlichen Nahverkehr

Zuvor hatte bereits die S-Bahn Hamburg getwittert, dass es aufgrund des Schneefalls zu Weichenstörungen gekommen sei und es deshalb im gesamten S-Bahn-Netz zu Einschränkungen komme.

In Kiel stellte die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft den Verkehr komplett ein. Am frühen Dienstagmorgen wurde der Betrieb "Stück für Stück" wieder aufgenommen, wie die KVG mitteilte.

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) stellten am Montagabend ihren Betrieb vorübergehend ein. Eisregen habe die Straßen spiegelglatt gemacht, teilten die Verkehrsbetriebe mit. Zudem seien die Oberleitungen der Straßenbahnen binnen weniger Minuten mit einem Eispanzer überzogen worden. Die Straßenbahnen blieben daher an den Haltestellen stehen, die Busse steuerten aus Sicherheitsgründen das Depot an. Gegen 22.50 Uhr hieß es dann: "Der Verkehr rollt wieder."  © dpa

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