Nachdem der Sommer bereits ein kurzes Zwischenspiel gegeben hat, schaut am ersten Mai-Wochenende noch einmal der Winter vorbei. Ja, Sie haben richtig gelesen: Es kann schneien - nicht nur in höheren Lagen. Die vergangenen 13 Monate hingegen waren viel zu warm.

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Die gute Nachricht gibt's vorneweg: Der Feiertag zum 1. Mai wird schön. 16 bis 23 Grad sind möglich, im Süden Sonne, im Norden etwas mehr Wolken, aber größtenteils trocken. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD).

In der Nacht auf Donnerstag sind einzelne Schauer möglich, und dann wird es auch schon etwas kühler. Es heißt also erneut: Ohne warme Jacke und dicken Schal sollten Sie das Haus eher nicht verlassen. Das Thermometer erreicht nur noch etwa zwei Grad.

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Ab Freitag stürzen die Temperaturen dann weiter ab, wie das Portal wetter.net berichtet. "Samstag und Sonntag gibt es sogar Schneeflocken zu sehen und das nicht nur in den Mittelgebirgen, sondern auch im Flachland", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. "Das ist eher Spätwinter statt Frühling und dabei sogar kälter als es zeitweise im Januar und Februar gewesen ist."

Wetter aktuell: So werden die kommenden Tage

Feiertag 1. Mai: 16 bis 23 Grad, Sonne und Wolken, etwas Regen

Donnerstag: 10 bis 20 Grad, langsam kühler, einige Schauer

Freitag: 7 bis 15 Grad, Regen mit Sonnenschein

Samstag: 7 bis 11 Grad, Graupelgewitter im Norden, teils Schneeflocken bis in tiefe Lagen

Sonntag: 8 bis 12 Grad, Regen- und Schneeregenschauer

Montag: 7 bis 12 Grad, es bleibt kühl

Dienstag: 8 bis 14 Grad, ganz langsam wieder etwas wärmer, Schauer möglich

Insgesamt in Deutschland durchweg zu warm

Obwohl es zum Beginn des Wonnemonats Mai also noch einmal kalt werden soll, waren die vergangenen 13 Monaten in Deutschland durchweg zu warm: Wie der DWD meldet, hat es das seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus dem Jahr 1881 noch nicht gegeben. "Wir können jetzt den Klimawandel live erleben", sagte DWD-Präsident Gerhard Adrian dazu.

Laut einer ersten Auswertung der Ergebnisse der rund 2.000 Messstationen lag der Temperaturdurchschnitt im April bei 9,6 Grad und damit 2,2 Grad über dem Wert der derzeit gültigen Referenzperiode (1961 bis 1990).

Kitzingen und München: Hier war es am wärmsten

Am wärmsten war es demzufolge in Kitzingen bei Würzburg und in München. Dort wurden am 25. April 28,1 Grad gemessen. Frühe Sommertage mit Werten von mehr als 25 Grad gab es auch in Waghäusel-Kirrlach bei Speyer, Worms am Rhein und Kahl am Main.

Mit 220 Sonnenstunden lag der April zudem deutlich über seinem Soll von 154, er gehört damit zu den fünf sonnigsten seit Messbeginn 1951. Am meisten schien die Sonne in Mecklenburg-Vorpommern - bis zu 310 Sonnenschein-Stunden wurden registriert.

Außerdem war der Monat viel zu trocken: Im Schnitt fielen nur 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind lediglich 53 Prozent des Solls von 58 Litern.

Verwendete Quellen:

  • Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
  • Mitteilung von wetter.net
  • dpa