Der erste Schnee der Saison 2018/19 ist gefallen, doch keine Panik: Der Spätsommer verspricht nochmal warm und freundlich zu werden. Zunächst aber steht Deutschland eine durchwachsene Woche bevor. An einem Tag sind aber erneut bis zu 30 Grad drin.

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Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net sagt ohne Umschweife: "Der Hochsommer ist nun definitiv vorbei."

Das war am Wochenende auch kaum zu ignorieren: Die Temperaturen so tief wie seit Wochen nicht, auf der Zugspitze meldete sich am Sonntagmorgen gar der Winter.

Deutschlands höchster Berg (2962 Meter) verzeichnete knapp zehn Zentimeter Neuschnee. Mit minus sieben Grad war es frostig kalt.

Auf der Zugspitze meldete sich am Sonntagmorgen der Winter. Deutschlands höchster Berg (2962 Meter) verzeichnete knapp zehn Zentimeter Neuschnee, dabei war es mit minus sieben Grad frostig kalt.

In der Nacht war die Schneefallgrenze bis auf 1700 Meter gesunken, ab einer Höhe von 2.000 Metern hatte sich eine geschlossene Schneedecke gebildet.

Stabiles Hoch bringt Spätsommer-Sonne

Aber halt: Nicht gleich die kurzen Hosen auf den Dachboden räumen! Es gibt ja noch den Spätsommer. Und der verspricht nochmal Bade- und Eis-Ess-Wetter.

"Die Wetterlage aus den vergangenen Wochen scheint sich zu wiederholen, denn spätestens zum ersten Septemberwochenende hat sich ein neues stabiles Hockdruckgebiet aufgebaut und bringt viel Sonnenschein“ erklärt Jung.

Bis es so weit ist, steht Deutschland eine durchwachsene Woche bevor.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Montag wieder mit höheren Temperaturen, als das Thermometer am Wochenende gezeigt hat: Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 26 Grad.

Doch es bleibt bewölkt, in der Nordhälfte Deutschlands ist mit Regen zu rechnen. Lediglich in Bayern und der Lausitz ist es länger sonnig.

Auch für Dienstag werden im Norden noch viele Wolken erwartet, während es nach Süden hin zunehmend auflockert. Dabei werden Tageshöchstwerte von 22 Grad im Nordosten und zwischen 22 und 28 Grad im Südwesten erwartet.

Am Mittwoch bleibt es laut DWD ist der Osthälfte Deutschlands sonnig. In der Westhälfte ziehen im Tagesverlauf dichte Wolken auf, die Schauer und Gewitter mit sich bringen. Die Höchsttemperaturen erreichen dann noch einmal bis zu 31 Grad, das aber vor allem im Süden. Sonst soll es mindestens 25 Grad bekommen.

Doch schon am Donnerstag soll mit dem kurzen Temperaturanstieg bereits wieder Schluss sein, die Höchstwerte betragen dann zwischen 19 und 26 Grad. Es bleibt stark bewölkt, gebietsweise gehen Schauer und Gewitter nieder.

Für den Freitag sagt Meteorologe Jung 18 bis 25 Grad voraus, dazu einen Mix aus Sonne und Wolken. Das Wochenende soll dann bei ähnlichen Temperaturen aber wieder sehr freundlich werden.

Trockenheit geht weiter

Für die Landwirte und alle anderen, die nach Regen lechzen, haben die Meteorologen keine guten Neuigkeiten. Ein paar Schauer hie und da - ja. Aber meist bleibt es trocken. "Landregen ist weiterhin nicht in Sicht", sagt Dominik Jung.

Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, sagt deshalb schon jetzt über den August: "Man kann bereits sagen, dass sich auch dieser Monat nahtlos an die vergangenen Monate anfügt, die eigentlich seit April alle überdurchschnittlich sonnig, trocken und warm ausfielen". (arg/mcf)

Verwendete Quellen:

  • dpa
  • Deutscher Wetterdienst (DWD): Vorhersage für Deutschland
  • Pressemitteilung von Dominik Jung von wetter.net
Teaserbild: © picture alliance/ Christoph Soeder / dpa