Der Bibberfrost hat ein Ende – in den nächsten Tagen ist Besserung in Sicht. Milde Atlantikluft bringt steigende Temperaturen, allerdings nicht im gesamten Land. Während sich der Westen dank Tiefdruckeinfluss auf zweistellige Werte freuen kann, stemmt sich Hoch "Doris" noch gegen die aufziehenden Tiefs und lässt den Osten vorerst weiter frieren. Der Wetter-Ausblick auf die kommende Woche.

Tauwetter ist im Anmarsch: Mehrere Atlantik-Tiefs bringen das Ende der Bibberkälte und sorgen für ein Ende des Dauerfrosts. Im Westen sind sogar deutlich zweistellige Temperaturen drin. Das prognostiziert Diplom-Meteorologe Dominic Jung vom Wetterportal "wetter.net".

"Im Westen können die Tiefs sehr milde Luft heranschaufeln. Dort rechnen wir Donnerstag und Freitag mit Spitzenwerten von deutlich über 10 Grad. Am Rhein sind 13 oder 14 Grad möglich, vielleicht wird sogar die 15-Grad-Marke erreicht", sagt Jung.

Doch gerade im Osten sieht es anders aus: "Nach Osten hin setzt sich keine so deutliche Milderung durch. Dort werden in den tiefen Lagen am Tag meist 2 bis 6 Grad erreicht. In den höheren Lagen, z.B. im Erzgebirge, kann es sogar bei leichtem Dauerfrost bleiben." Hier hält Hoch "Doris" noch dagegen.

Dem Winter geht die Puste aus

Trotzdem scheint sich der Winter auf Dauer langsam zu verabschieden – zumindest bis Mitte Februar, wie Jung erklärt: "Der Februar sollte deutlich milder als der Januar ausfallen. Der Januar 2017 ist deutschlandweit gesehen der kälteste Januar-Monat seit dem Jahr 2010. In Süddeutschland war der Monat sogar so kalt wie seit 30 Jahren nicht mehr."

Wie es ab Monatsmitte weitergeht, bleibt offen. Eine genaue Prognose sei dafür derzeit nicht möglich, so der Experte. Zudem würden die Tage werden wieder länger, die Sonne stehe wieder höher am Himmel und habe wieder mehr Kraft, für längere winterliche Phasen werde es dann immer schwieriger.

Der Ausblick aufs Wochenende

Für die nächsten Tage sehen Jung und der Deutsche Wetterdienst (DWD) allerdings einen deutlichen Temperaturschub.

Am Samstag ziehen im Westen Deutschlands dichte Wolkenfelder auf, es bleibt aber noch trocken. Der Osten bleibt vorerst sonnig, es halten sich aber dichte Nebel- und Hochnebelfelder im Südosten. Die Temperaturen steigen im Dauernebel auf -5 bis 0 Grad, sonst werden 1 bis 9 Grad erreicht.

Bei Glatteis: So kommen Sie im Winter nicht ins Schleudern!

Nachts fällt vereinzelt Regen, in höheren Berglagen Schnee. Vorsicht: Es kann zur Bildung von Glatteis kommen. Die Temperaturen sinken im Westen auf 4 bis minus 1 Grad, sonst auf minus 1 bis minus 12 Grad.

Der Sonntag bleibt im Westen wolkenverhangen. Richtung Küste regnet es, im Mittelgebirgsraum geht der Regen in Schnee über. Die Temperaturen liegen zwischen minus 2 und 0 Grad, am Oberrhein sind bis 9 Grad möglich. In der Nacht greifen die Niederschläge auch auf den Osten und den Süden über.

Vorsicht: Es besteht erneut Glatteisgefahr. Die Temperatur sinkt auf 5 Grad am Niederrhein und bis auf minus 9 Grad im Südosten Bayerns.

Für den Montag kündigen sich trotz starker Bewölkung und Regen zweistellige Temperaturen an. Vorsicht: Die Glatteisgefahr bleibt weiter bestehen. Das Thermometer klettert auf 4 bis 10 Grad. Die Nacht verläuft im Westen trotz Regens bei 3 bis 6 Grad frostfrei, lediglich südlich der Donau sinken die Werte auf bis zu 0 Grad.

So wird das Wetter nächste Woche

Samstag: -5 bis plus 9 Grad, im Osten am kältesten, im Westen am mildesten, weitgehend trocken, aber auch viele Wolken - Glatteisgefahr

Sonntag: -2 bis 9 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Hochnebel - Glatteisgefahr

Montag: 4 bis 10 Grad, aus Westen Regen, teils auch noch Schneeregen - Glatteisgefahr

Dienstag: 2 bis 9 Grad, Mix aus Sonne und Wolken

Mittwoch: 2 bis 12 Grad, mal Sonne, mal Wolken, trocken

Donnerstag: 2 bis 14 Grad, im Westen am wärmsten, teils frühlingshaft mild, später dort aber auch Regen

Freitag: 3 bis 14 Grad, im Osten weiterhin am kühlsten, Mix aus Sonne und Wolken, etwas Regen im Westen

Wie kommt ein Tiefdruckgebiet eigentlich an seinen Namen? Und warum tragen Hochs manchmal männliche, manchmal weibliche Vornamen? Das Prinzip dahinter ist eigentlich sehr einfach.