Man nennt den Mai ja auch den Wonnemonat - in diesem Jahr wird er seinem Namen allerdings alles andere als gerecht. Mit Regen und Schnee sogar bis in tiefere Lagen zeigte sich der Mai bisher eher von seiner frostigen Seite. Und es ist vorerst kaum Besserung in Sicht.

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Temperaturen weit unter Null haben in der Nacht zum Montag frühblühende Pflanzen gefährdet. Die tiefsten Temperaturen wurden dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge in Merklingen (Alb-Donau-Kreis) auf der Schwäbischen Alb gemessen.

Am Boden - gemessen fünf Zentimeter über der Erde - fiel das Thermometer in der Nacht auf minus 8,1 Grad. Auf zwei Metern Höhe war die Luft immer noch minus 5,2 Grad kalt.

Laut dem DWD waren für den Kälteeinbruch vor allem zwei Akteure verantwortlich: Das Hoch "Maxine", das sich von Grönland bis zur Biskaya über dem Atlantik erstreckt, und das Tief "Werner" über Skandinavien drehten sich wie Zahnräder gegeneinander und führten so Polarluft aus der Arktis zu uns.

Solche Kälteperioden im Mai sind zwar durchaus üblich, allerdings brachte der Einbruch diesmal besonders viel Schnee - an den Messstationen in Bern und St. Gallen in der Schweiz wurden 9 beziehungsweise 19 Zentimeter gemessen. Laut MeteoNews waren das Rekordmengen.

Ein anderer Rekord wurde dagegen eingestellt: Bis einschließlich April 2019 waren 13 Monate hintereinander zu warm. Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes: "Wir können jetzt den Klimawandel live erleben. Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben."

Wetter aktuell: So geht es in den nächsten Tagen weiter

Auch in den nächsten Tagen wird es aber wohl mit dem sprichwörtlichen schönen Mai-Wetter nichts werden. Insgesamt bleibt es nämlich wechselhaft mit einem Mix aus Wolken, Sonne und Schauern.

"Auch am kommenden Wochenende rutschen die Höchstwerte wieder deutlich nach unten und es gibt weiter Bodenfrost, teils auch Luftfrost", so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Am Muttertag (12. Mai) kann es vor allem morgens stellenweise Frost geben.

Immerhin eine gute Sache hat das trübe Wetter: Die vielfach angekündigte Dürre scheint auszufallen. Jung rechnet bis zum kommenden Sonntag vor allem im Westen mit regional bis zu 50 bis 60 Litern Regen pro Quadratmeter.

Das Wetter in den kommenden Tagen im Überblick

Montag: 8 bis 14 Grad, wechselhaft mit Schauern

Dienstag: 10 bis 18 Grad, ein Mix aus Sonne und Wolken mit kurzen Schauern

Mittwoch: 11 bis 22 Grad, wechselhaft, im Laufe des Tages Schauer und auch kurze Gewitter

Donnerstag: 11 bis 18 Grad, alles wie gehabt: Sonne, Wolken und Schauer im Wechsel

Freitag: 13 bis 20 Grad, es bleibt beim Mix aus Sonne und Wolken, dazu kommen immer wieder Schauer und Gewitter

Samstag: 10 bis 17 Grad, unbeständig

Muttertag: 8 bis 14 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken, dazu Schauer und Gewitter (dh/dpa)

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Teaserbild: © imago images / blickwinkel