Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht in der Übernahme der schweizerischen Bank Credit Suisse durch die UBS keine Gefahr für das deutsche Bankensystem. Scholz begrüße das "entschlossene Handeln" der Behörden in der Schweiz und betone, dass die Situation nicht vergleichbar mit der großen Bankenkrise der Jahre 2008 und 2009 sei, sagte Vizeregierungssprecher Wolfgang Büchner am Montag in Berlin. "Das deutsche Bankensystem ist daher gut aufgestellt", fügte er hinzu.

Mehr aktuelle News

Die Bundesregierung sei "mit allen Beteiligten in einem engen Austausch" und werde "auch die weitere Entwicklung genau beobachten", sagte der Sprecher. Insbesondere begrüße sie das "global koordinierte Handeln der Zentralbanken", um die Liquidität des Bankensystems zusätzlich zu stärken.

Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums ergänzte: "Das deutsche Bankensystem ist insgesamt stabil." Das Ministerium sehe eine "hohe Resilienz in Deutschland", sagte sie.

Die UBS hatte nach tagelangen Verhandlungen am Sonntagabend die in Schieflage geratene Credit Suisse für drei Milliarden Schweizer Franken übernommen. Die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Fed und andere große Zentralbanken kündigten zudem eine "koordinierte Maßnahme" an, um Bankgeschäfte in Dollar zu erleichtern und so die Finanzmärkte zu beruhigen.   © AFP

JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.