Der im September in der Türkei festgenommene österreichische Journalist Max Zirngast hat am späten Montagabend das Gefängnis verlassen. Die Entlassung Zirngasts erfolgt allerdings unter bestimmten Auflagen.

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Ein vor mehr als drei Monaten in der Türkei festgenommener Österreicher ist an Heiligabend aus dem Gefängnis entlassen und gleich zur nächsten Polizeistation gebracht worden. Der 29-Jährige müsse dort die Nacht verbringen, da ihm Dokumente mit dem offiziellen Ausreiseverbot erst am Dienstag ausgestellt werden können.

Das berichtete die österreichische Agentur APA in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf Außenministeriumssprecher Peter Guschelbauer. Erst danach soll der Mann freikommen.

Zirngast darf nicht ausreisen

Ein Gericht in Ankara ordnete am Montag die Entlassung des jungen Mannes an, wie sein Anwalt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Allerdings dürfe er nicht ausreisen und müsse sich jede Woche bei der Polizei melden. Sein Mandant müsse sich nach wie vor wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor Gericht verantworten. Prozessauftakt sei am 11. April.

Der Österreicher war im September festgenommen worden. Er arbeitete unter anderem für die linke Zeitschrift "re:volt". Dabei setzte er sich kritisch mit dem Verhältnis der Türkei zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK auseinander.

In der Türkei sitzen auch mehrere Deutsche unter Terrorvorwürfen in Untersuchungshaft oder sie wurden verurteilt. Im November wurde eine deutsche Sängerin mit kurdischen Wurzeln wegen PKK-Mitgliedschaft zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die PKK gilt in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation.  © dpa

Das Weiße Haus hat Aussagen des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu widersprochen, nach denen eine mögliche Auslieferung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen in die Türkei bevorstehen würde.