Bundespräsidenten-Wahl 2017

Am 12. Februar 2017 wählt die Bundesversammlung den nächsten Bundespräsidenten. "Ich habe mich entschlossen nicht erneut für das Amt zu kandidieren", erklärte der amtierende Bundespräsident Joachim Gauck am 6. Juni 2016. Damit steht er 2017 nicht noch einmal für fünf Jahre als Bundespräsident zur Verfügung. Als eine möglicher Nachfolger von Joachim Gauck zeichnet sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier von der SPD ab. Die Wahl des Bundespräsidenten läuft nach einem festgelegten Muster ab. Die Bundesversammlung tritt in der Regel alle fünf Jahre zusammen und hat den einzigen Zweck, den kommenden Bundespräsidenten zu wählen. Der Bundestagspräsident, aktuell Norbert Lammert, bestimmt den Ort und die Zeit der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung besteht aus allen Bundestagsabgeordneten und der gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder gewählt wurden. Bei der Wahl von Joachim Gauck am 18. März 2012 waren insgesamt 1.240 Mitglieder in der Bundesversammlung. Für die Wahl des Nachfolgers von Joachim Gauck werden 1.260 Mitglieder antreten, davon 630 Bundestagsabgeordnete und 630 Mitglieder der Landesparlamente. Die Wahl des Bundespräsidenten 2017 wird geheim und ohne vorherige Absprache stattfinden. Für die Wahl eines Bundespräsidenten kann jeder Deutsche möglich sein, sofern dieser das 40. Lebensjahr vollendet hat. Eine Parteizugehörigkeit ist nicht notwendig, jedes Mitglied der Bundesversammlung könnte einen Kandidaten vorschlagen. Um der nächste Bundespräsident zu werden, muss der Kandidat im ersten und zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, andernfalls wird ein dritter Wahlgang abgehalten. Die Entscheidung wird mit relativer Mehrheit getroffen, der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt. Nach Auszählung der Stimmen und Bekanntgabe durch den Bundestagspräsidenten, muss der Kandidat die Wahl annehmen und bei Amtsantritt folgenden Eid schwören: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." Die Wahl des Bundespräsidenten gilt als richtungsweisend für die kommenden Bundestagswahlen.

Die Wahl des neuen Bundespräsidenten ist noch nicht der Amtswechsel. Es folgen fünf Wochen des Übergangs. Erste Weichenstellungen gibt es trotzdem. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur nahen Zukunft von Frank-Walter Steinmeier und Joachim Gauck:

"Erste Dame im Staat" klingt steif, "First Lady" glamourös. Beides passt nicht so recht zu Elke Büdenbender, der Frau des nächsten Bundespräsidenten.

Die Wahl Frank-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten ist keine Überraschung. Die Pressestimmen nimmt ihn nach der Wahl in die Pflicht. Die Pressestimmen im Überblick.

Die SPD kann jubilieren, aber wie lange das Glück anhält, wird man sehen. Ihr Kandidat Frank-Walter Steinmeier ist mit einem guten Ergebnis zum Bundespräsidenten gewählt worden - nur die insgesamt 103 Enthaltungen dürften die Freude etwas trüben. Jetzt muss er in seine neue Rolle finden.

Frank-Walter Steinmeier ist bereits im ersten Wahlgang von der Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft fallen überwiegend positiv aus. Eine Übersicht.

Frank-Walter Steinmeier ist im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt worden. Der SPD-Politiker übernimmt damit das höchste Amt im Staat von Joachim Gauck. Steinmeier erhielt knapp 75 Prozent der Stimmen. Doch die anderen Kandidaten schnitten überraschend gut ab.

In seiner ersten Rede hat der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor allem eines gefordert - mutig sein. Er nannte Deutschland einen "Anker der Hoffnung" für die Welt. Lob kam vom Koalitionspartner.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat vor Beginn der Wahl zum Bundespräsidenten eine aufrüttelnde Rede gehalten. Darin kritisiert er auch die Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Zuvor würdigte er den scheidenden Bundespräsidenten Norbert Gauck.

Am Sonntag tritt die Bundesversammlung zusammen und wählt einen neuen Bundespräsidenten.

Zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer soll Eiszeit herrschen? Eine witzelnde Bundeskanzlerin im Rahmen der Bundespräsidentenwahl lässt da andere Vermutungen aufkommen.

Nur wenn ein neuer Bundespräsident bestimmt werden soll, kommt die Bundesversammlung zusammen. Die Spannung hält sich in Grenzen, denn die Wahl von Ex-Außenminister Steinmeier gilt als sicher. Kurz nach 12:30 Uhr hat der erste Wahlgang begonnen. Das Ergebnis wird bis etwa 14:30 Uhr erwartet.

Aus den Hinterzimmern der Macht in die große weite Welt: Frank-Walter Steinmeier hat es vom politischen Beamten in Niedersachsen zum Außenminister geschafft. Jetzt folgt die Krönung seiner Karriere.

Auf internationalem Parkett hat der frühere Chefdiplomat Steinmeier reichlich Übung. Ein Sprung an die Staatsspitze bedeutete aber auch für ihn eine ziemliche Umstellung - teils schon ganz praktisch.

Der neue Bundespräsident steht schon vor der Wahl so gut wie sicher fest: Es wird wohl Frank-Walter Steinmeier - der gemeinsame Kandidat der Großen Koalition. Wohl auch einige Grüne und FDPler dürften für Steinmeier stimmen. Die anderen drei Bewerber wurden von der Linkspartei, den Freien Wählern und der Alternative für Deutschland aufgestellt.

Dass Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten gekürt wird, gilt als sicher. Aber bringt sein Ergebnis in der Bundesversammlung noch Überraschungen? Kurz vor der Wahl gab es noch mal Wirbel.

Frank-Walter Steinmeier wird von der Berliner SPD auf Twitter "neuer sozialdemokratischen Schlossherr" genannt - am Tag vor der Bundespräsidentenwahl. Das sorgt für Ärger in der Union. Mittlerweile hat die Berliner SPD den Tweet gelöscht.

Er twittert nicht, ist der geborene Diplomat, wird (fast) nie ausfällig. Er ist all das nicht, was Donald Trump ist. Und das wird Frank-Walter Steinmeier auch zum Programm machen, wenn er zum Bundespräsidenten gewählt wird.

Ein beliebter Bundespräsident tritt ab. Nach seiner wegweisenden Rede zum Thema „Wie soll es aussehen, unser Land?“ verlässt Joachim Gauck das Podium.

Am 12. Februar stimmen die Wahlmänner und -frauen in der Bundesversammlung über den Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck ab. Nicht nur Politiker, sondern auch Prominente geben dabei ihre Stimmen ab.

CDU-Politiker Peter Harry Carstensen kommt nicht zur Wahl des Bundespräsidenten nach Berlin. Grund: Sein Dackel Lawrenz hat einen Bandscheibenvorfall.

Kurz vor der Wahl zum Amt des Bundespräsidenten ist ein neuer Kandidat aufgetaucht: der Vater des Satirikers Martin Sonneborn.

Joachim Gauck geht am Sonntag, und für die meisten Bundesbürger war er ein guter Präsident. Sein Optimismus ist allerdings verflogen. Mut machen will er immer noch. Aber die Botschaft ist eine andere geworden.

Noch-Bundespräsident Joachim Gauck hat mit seinen Äußerungen immer wieder Diskussionen ausgelöst. Hier eine Auswahl seiner bedeutendsten Zitate zum Terror, Flüchtlingskrise und seiner Amtszeit.

Christoph Butterwegge geht für die Linke ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten. Der 65-Jährige wurde einstimmig nominiert.

Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zuletzt eine eigene Kandidatin im Visier, die erst in allerletzter Sekunde absagte: die ehemalige Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler.

Frank-Walter Steinmeier will um das Vertrauen in die Demokratie kämpfen. Der Kandidat für das Bundespräsidentenamt erklärte bei seiner Vorstellung, Deutschland könne sich aus den aktuellen Krisen befreien.

Die Parteivorsitzenden der großen Koalition haben Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch als gemeinsamen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt vorgestellt.

Am Montag hatte die Union den von der SPD vorgeschlagenen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Kandidaten für das höchste Staatsamt - das Amt des Bundespräsidenten - akzeptiert. Die Presse bewertet seine Nominierung überwiegend positiv - einige Politiker kommen in dem vorangegangenen Schauspiel innerdeutscher Machtpolitik jedoch nicht gut weg.

Eifrig wird über die Neubesetzung des höchsten Staatsamtes spekuliert, ein Dutzend mehr oder weniger aussichtsreiche Kandidaten werden genannt und verworfen. Schwarz-Rot schafft nun mit Frank-Walter Steinmeier mühsam den Schulterschluss. Was bedeutet der Vorschlag den aktuellen Außenminister für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren?

Die Union hat angekündigt, Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einer Kandidatur für das Bundespräsidentenamt zu unterstützen. Für Kanzlerin Angela Merkel ist es eine Vernunftsentscheidung, auch für die CSU ist der Außenminister ein geeigneter Kandidat. Nur die Linke hadert mit der Nominierung.

Es ist heikel für die Union: Als stärkste Kraft im Land trägt sie einen SPD-Mann für das höchste Staatsamt mit. Auch wenn viele Bürger das für eine gute Wahl halten - die Kanzlerin gerät unter Druck.

Nun also doch: Frank-Walter Steinmeier soll Bundespräsident werden. Die große Koalition geht ganz offensichtlich mit dem SPD-Außenminister als Konsenskandidat in die Bundesversammlung. Repräsentieren kann er. Die große Rede fehlt bislang.

Bei der Suche nach einem Kompromiss in der "P-Frage" zeichnet sich eine Lösung ab. Demnach will die CDU Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Nachfolger von Joachim Gauck im Amt des Bundespräsidenten unterstützen. Auch die CSU wird voraussichtlich Steinmeier als Kandidaten mittragen.

Union und SPD haben sich noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einem Gespräch von ...

Kaum 50 Minuten dauerte das Treffen der drei Parteichefs. Einigung Fehlanzeige. Doch jetzt könnte es ganz schnell gehen. Merkel und Seehofer sprechen mit ihren Spitzen. ...

Nach einigem Ringen soll jetzt geklärt werden, wer für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. Könnte sich Merkel für den jungen - aber altvertrauten - Bundesbank-Präsidenten ...

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat ein für Freitagnachmittag angesetztes Spitzentreffen der Parteivorsitzenden zur Suche nach einem neuen Bundespräsidenten wegen einer Grippeerkrankung abgesagt.

Kein Zerwürfnis, sondern eine ärgerliche Grippe Gabriels: Die Koalitionsspitzen haben ihr entscheidendes Gespräch über die Wahl des Bundespräsidenten am Freitag abgesagt. Mehr ...

Berlin (dpa) - Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, lehnt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsidenten ab und kündigt stattdessen einen eigenen ...

Bei der Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten umwirbt Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Informationen der "Bild"-Zeitung auch die Grünen.

Im Präsidenten-Poker ist noch kein Sieger in Sicht. Während die SPD an ihrem Kandidaten Steinmeier festhält, sucht die Kanzlerin einen geeigneten Bewerber. Kommt es doch noch ...

Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten gibt es noch keinen Durchbruch. Jetzt gehen die Gespräche weiter - vor allem hinter den Kulissen.

Gibt es doch noch Chancen für einen gemeinsamen Präsidentschafts-Kandidaten der großen Koalition? Die SPD setzt auf Steinmeier. Merkel und Seehofer sind unter Druck.

Die drei Parteichefs der großen Koalition, Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) haben die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten für das ...

Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten gibt es keinen Durchbruch. Aber noch geben die Koalitionsspitzen nicht auf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer wollen nach Informationen der "Bild am Sonntag" eine mögliche Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Bundespräsidentenamt nicht unterstützen.

Korb für die Kanzlerin: Nach SPIEGEL-Informationen will Norbert Lammert nicht für das Bundespräsidentenamt kandidieren. SPD-Favorit Steinmeier bekommt weitere Unterstützung als möglicher Gauck-Nachfolger.

Bei der Fahndung nach einem Nachfolger für Joachim Gauck hat sich SPD-Chef Gabriel aus der Deckung gewagt. Nun bekommt er Prügel von allen Seiten - teils wegen seines ...

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) will bei der nächsten Bundestagswahl im kommenden Herbst nicht wieder kandidieren.