In Deutschland werden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen. Dabei kann jeder dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Acht Tipps für die Essensrettung.

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18 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwenden die Deutschen laut der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF (World Wildlife Fund) pro Jahr. Während 60 Prozent der Lebensmittelabfälle bereits in der Produktion anfallen, werfen wir Verbraucher 40 Prozent weg.
Dabei ist das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung gar nicht so schwierig. Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen, Essen als wertvoller zu erachten und Lebensmittel zu verbrauchen, statt in der Tonne zu entsorgen. Die Schlagworte lauten: Planung, bewusster Konsum und Verbrauch. Wir haben dazu acht Tipps für Sie:

Nur das einkaufen, was Sie auch essen

Klingt einfach, ist bei einem hungrigen Magen und den zahlreichen Verführungen im Supermarkt aber schnell vergessen. Zu schnell landen mehr Lebensmittel im Einkaufswagen, als Sie wirklich benötigen. Die Folge: verdorbene Lebensmittel im Kühlschrank und übermäßiger Konsum. Die Lösung:

Nur mit einem Einkaufszettel einkaufen

Wer vor jedem Einkauf die benötigten Waren auf einen Zettel schreibt und diesen im Supermarkt dann abarbeitet, behält den Überblick über seinen Einkauf. Ebenfalls hilfreich, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden: die Woche vorplanen! Der größte Fehler, den Sie machen können: mit leerem Magen einkaufen gehen. Ihr Hungergefühl übernimmt dann die Kontrolle über Ihren Einkauf - und verführt Sie zu unbedachten Impulskäufen, die dann häufig später im Abfall landen.

Sich beim Kochen inspirieren lassen

Wer jeden Tag ein Essen für die Familie kochen soll, erleidet schnell ein Koch-Burnout. Die Inspiration lässt nach, das Resteverwerten erscheint schwieriger als der schnelle Gang zum Supermarkt. Dabei ist die Nutzung übriger Waren beim Vermeiden von Lebensmittelverschwendung so wichtig.

Koch-Apps wie "Captain Cook" oder "Too good to go" helfen hier. Sie führen mit neuen Rezepten aus der Koch-Misere und retten so unbeliebte Lebensmittel vor der Mülltonne.

Muss das Essen in die Tonne?

Der Joghurt steht schon seit einer Woche offen im Kühlschrank, das Mindesthaltbarkeitsdatum der Milch ist abgelaufen und der Käse sieht auch schon älter aus. In Deutschland landen viel zu viele Lebensmittel vorschnell im Mülleimer, dabei ist das Mindesthaltbarkeitsdatum oft nur eine Orientierung. Die einfache Lösung: probieren!

Essenretten mit Too good to go

Wer Lebensmittelverschwendung vermeiden will, sollte Essensretter werden. Foodsaving ist ein tolles Hobby, in dem man Gutes tut und Lebensmittel vor der Tonne rettet. Die App "Too good to go" listet Restaurants, Cafés und Bäckereien im eigenen Umkreis auf, die Lebensmittel günstiger abgeben.

Über die App kann man sich bei den Anbietern in größeren Städten melden, das Essen mit einem kleinen, sehr günstigen Betrag reservieren und dann zu einer bestimmten Zeit abholen. So wird vermieden, dass die Lokale das Essen am Tagesende wegschmeißen. Ob Sushi, Brot, Salate oder auch Suppen: Angeboten wird in den Großstädten so ziemlich alles.

Wissen, welche Lebensmittel man besitzt

Einen Überblick zu haben, was man alles besitzt, schadet nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch in der Küche. Nachhaltiger und schöner sind hier Schraubverschluss-Dosen aus Glas, die auf einen Blick zeigen, wie viel Nudeln, Reis oder Quinoa noch auf Lager sind. Im Schrank stehend in den einzelnen Packungen rücken sie aus dem Blickfeld - und zu schnell wird eine neue Packung Nudeln gekauft, obwohl noch genügend zu Hause ist.

Alle Vorräte aufbrauchen

Die Vorratsschränke der meisten Deutschen platzen aus allen Nähten. Angebrochene Nudelpackungen, Reis, Haferflocken und Konserven türmen sich in den Küchen. Wie wäre es, erst einmal alle Vorräte aufzubrauchen, bevor neue eingekauft werden?

Lebensmittel weitergeben

Fehlkäufe gibt es auch in Sachen Vorräte. Bevor Sie Lebensmittel wegwerfen, geben Sie diese doch einfach weiter – an Freunde oder Nachbarn. Ebenfalls ratsam, um Lebensmittelverschwendung und Verdorbenes zu vermeiden: Vorratspackungen teilen.

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Tschüss, Chips und Erdnüsse: Das sind die gesunden Snack-Alternativen

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