• Betrüger am Telefon, im Internet oder an der Haustür gehen oft sehr geschickt vor.
  • Aktuell kursieren zahllose SMS und E-Mails, mit denen Opfer überrumpelt werden.

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Sie gehen mit großer Raffinesse vor: Betrüger und Betrügerinnen, die ihre Opfer am Telefon, im Netz oder an der Haustür um deren Geld bringen. Letztlich sind es aber immer ähnliche Tricks, nur in unterschiedlichen Varianten. Um gewarnt zu sein, sollte jeder von den folgenden Maschen gehört haben.

Angriffe bei Ebay Kleinanzeigen: So können Sie sich schützen

Update vom 6. Dezember: Identitätsdiebstahl kommt immer häufiger vor, auch bei Ebay Kleinanzeigen. Die Zahl der Anfragen, in denen sich Nutzer über Konten-Übernahmen beklagen, sei binnen eines Jahres um 250 Prozent gestiegen, heißt es dort. In den vergangenen Monaten habe sich fast die Hälfte der Anfragen an den Kundenservice um dieses Thema gedreht: Plötzlich werden im eigenen Konto Produkte eingestellt, die man nie selbst angeboten hat. Auch unbekannte Chatverläufe oder ein gesperrtes Nutzerkonto können ein Indiz sein.

Betrüger brauchen für den Missbrauch eines fremden Online-Kontos häufig lediglich die E-Mail-Adresse der Nutzer. Kennen sie diese, müssen sie nur noch das zugehörige Passwort knacken. Die Betrüger lassen sich Ware per Vorkasse bezahlen, die sie nie verschicken.

Es gibt aber Wege, seine Konten vor solchen Übernahmen zu schützen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zu starken Passwörtern mit mindestens acht Zeichen. Dabei gilt: Alle Zeichenklassen verwenden, also Groß- wie Kleinbuchstaben ebenso wie Zahlen und Sonderzeichen. Tipps:

  • Merksätze: Das Passwort bildet sich aus Anfangsbuchstaben der Wörter sowie aus den enthaltenen Zahlen und Zeichen. Beispiel: Der Satz "Ich habe eine Wohnung mit drei Zimmern und einem Balkon" ergibt als Passwort die Zeichenfolge "IheWm3Z&eB".
  • Passwortmanager: Die Programme und Apps erstellen automatisch starke Passwörter für beliebig viele Konten und speichern sie. Hier muss man sich dann nur ein Masterpasswort für den Zugang merken.

Schadsoftware-Angriff: Gefälschte Fritzbox-Mails kursieren

Update vom 1. Dezember: Wer an seinem Fritzbox-Router ein Telefon samt Anrufbeantworter-Funktion und automatischer E-Mail-Benachrichtigung nutzt, sollte beim Umgang damit wachsam sein. Aktuell versenden Angreifer gefälschte Fritzbox-Benachrichtigungen mit Schadsoftware im Anhang, warnt der Fritzbox-Hersteller AVM.

Alle, die den Anrufbeantworter-Benachrichtigungsdienst ("FRITZ!Box-Push-Service-E-Mail") gar nicht nutzen, ihn also in den Router-Einstellungen nie aktiviert haben, müssen nichts weiter tun - außer die E-Mail unbesehen zu löschen. Keinesfalls sollten sie aus Neugierde Links anklicken oder Anhänge öffnen.

Wer den Benachrichtigungsdienst dagegen nutzt, dem empfiehlt AVM folgende Schritte, um zu prüfen, ob die Mail echt oder gefälscht ist:

  • 1. Abgleichen, ob die Absender-E-Mail-Adresse auch wirklich die Adresse ist, die man beim Aktivieren des Dienstes in den Fritzbox-Einstellungen unter "System/Push Service" eingerichtet hat.
  • 2. Die in der Mail-Benachrichtigung erwähnte Rufnummer solle auch einer der Telefonnummern entsprechen, die man in der Fritzbox eingerichtet hat.
  • 3. Der Anhang der E-Mail sollte die Datei-Endung ".wav" tragen, also klar als eine Audiodatei zu identifizieren sein.

Warnung: Diese E-Mails stammen nicht vom BKA

Update vom 15. November: E-Mails, in denen der Adressat einer Straftat bezichtigt wird, kursieren derzeit im Netz. Angeblich hätte man kinderpornografisches Material abgerufen, weshalb ein Gerichtsverfahren bereits eingeleitet worden sei, heißt es darin. Absender ist - angeblich - das Bundeskriminalamt (BKA).

Das BKA selbst stellt aber klar, dass diese Art von Mails nicht von der Behörde stammt. Die Verfasser geben sich unter dem Kürzel "Holzer.BKA" als Direktor des Bundeskriminalamts aus. Um den empfindlichen Strafen für das vermeintliche Vergehen zu entgehen, werden die Empfänger in den Mails aufgefordert, über eine Mailadresse mit der Endung "@europamel.net" zum Vorwurf Stellung zu beziehen. Das BKA warnt:

  • "Kommen Sie den Aufforderungen in der Mail auf keinen Fall nach und antworten Sie nicht". Auch in der Mail enthaltene PDF-Dokumente oder Links sollten auf keinen Fall geöffnet werden. Darin enthaltene Schadsoftwares könnten das Endgerät infizieren.

Wer solche Mails erhält, sollte stattdessen Anzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle erstatten. Das Bundeskriminalamt rät außerdem dazu, mit persönlichen Daten besonders wachsam umzugehen.

"Ihr Paket ist unterwegs": Links in solchen SMS nicht anklicken!

Update vom 2. November: Seit mehreren Monaten warnen Landeskriminalämter bereits vor diesem Trick, mit dem Kriminelle Schadsoftware auf Handys ihrer Opfer installieren. Immer mehr Menschen erhalten entsprechende gefälschte SMS, in denen die Ankunft eines Pakets angekündigt wird. Derzeit scheint eine erneute Angriffswelle zu laufen, wie das Portal "Netzwelt" berichtet.

In den SMS heißt es beispielsweise:

  • "Ihr Paket wird zugestellt"
  • "Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen oder akzeptieren Sie es"
  • "Es ist ein Problem mit Ihrer Lieferung aufgetreten, bitte überprüfen Sie die folgenden Informationen"
  • "Hallo, es tut uns leid Ihnen mitzuteilen, dass wir Ihr Paket verloren haben"
  • "Achtung: Dein Paket ist in der Warteschlange. Versand bestätigen"
  • "Wir haben ein Paket vom August für Sie gefunden. Bestätigen Sie hier die Lieferung"
  • "Wir konnten heute ein Paket nicht zustellen Bitte besuchen Sie: ..."

Im Anschluss an einen Text dieser Art folgt ein Link, der laut "Netzwelt" zunächst häufig auf duckdns.org, shorturl.at oder tinyurl.com endete. Mittlerweile variieren die Domainnamen aber, neue Varianten sind etwa properinvestmentfinder.co.uk oder elitepromoservice.com.

Wer daraufklickt, lädt sich eine Schadsoftware auf sein Smartphone. "Sie leitet unbemerkt sensible Daten weiter, spioniert die Kontaktliste der Geschädigten aus und versendet anschließend eigenständig SMS mit der Schadsoftware an verschiedene Rufnummern, die zusätzliche Kosten verursachen können", hieß es etwa vom LKA in Mainz.

In einem Fall im Frühjahr wurden laut Kriminalpolizei über das Smartphone einer Frau aus Mainz rund 1.000 solcher SMS an ihre Kontakte versendet, wodurch ein Schaden in dreistelliger Höhe entstand. Empfängern einer solchen SMS wird Folgendes empfohlen:

  • Den Link nicht anklicken
  • Falls der Link angeklickt wurde, Mobiltelefon sofort in den Flugmodus schalten
  • Mobilfunkanbieter informieren
  • Drittanbietersperre einrichten
  • Strafanzeige erstatten

Große Vorsicht auch bei dieser Art von SMS

Update vom 13. Oktober: Derzeit kursieren noch weitere weitere Arten von Betrugs-SMS, die per Link in eine Falle locken:

  • Variante 1: "Neue Voicemail", steht zum Beispiel in der SMS oder "Sie haben einen verpassten Anruf".

Danach folgt ein Link auf eine Internetseite, den man keinesfalls anklicken sollte. Er führt zur Installation einer App, die Daten vom Smartphone kopieren und stehlen, unbemerkt SMS verschicken oder andere Schäden anrichten kann. Davor warnen die Verbraucherzentrale NRW und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Masche nennt sich Smishing. Die wichtigsten Tipps dazu:

Sind Sie sich nicht sicher, ob die SMS wirklich von Ihrem Anbieter kommt, wählen Sie am besten direkt die Mailboxrufnummer Ihres Anbieters (meist von Haus aus im Smartphone abgespeichert). Der eigene Mobilfunkanbieter sendet seine Mailbox-Infos auch immer von derselben Nummer - im Gegensatz zu den Betrügern. Deren SMS kommen von ständig wechselnden Nummern.

Löschen Sie die Betrugs-SMS sofort. Jede andere Reaktion vermittle den Betrügern, dass die Nummer aktiv genutzt wird. Zudem kann die Rufnummer des SMS-Absenders gesperrt werden. Das Betriebssystem, Apps und Virenschutz sollten zum Schutz immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Außerdem sollte beim Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre aktiviert werden. Wenn nichts mehr hilft, sollte man über den Wechsel der Rufnummer nachdenken.

  • Variante 2: SMS mit Warnungen, es sei ein Album mit Ihren privaten Fotos ins Netz geladen worden.

Vor dieser Betrugsart warnt das Verbraucherschutzportal "Watchlist Internet". Auch hier gilt: Bloß nicht auf den Link in der SMS klicken. Dieser öffnet eine im warnenden Rot gehaltene Seite, mit der Teil zwei des perfiden Angriffsplans beginnt.

Auf der Seite wird behauptet, das Smartphone sei mit dem Banking-Trojaner "Flubot" infiziert und man müsse ein Update installieren. "Flubot" gibt es zwar wirklich, aber wer an dieser Stelle auf "Sicherheitsupdate installieren" tippt und anschließend auch noch der Installation einer unbekannten Anwendung zustimmt, holt sich dann tatsächlich Schadsoftware aufs Gerät.

Impfung oder Corona-Test an der Haustür? Vorsicht!

Update vom 18. August: Die Verbraucherzentralen und die Polizei warnen vor Betrug mit falschen Corona-Wunderheilmitteln, Impfangeboten und Corona-Tests an der Haustür. "Zur bitteren Erfahrung gehört, dass es immer schwarze Schafe gibt, die mit und an der Krise verdienen wollen", sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). "Manche Menschen klingeln gerade in den sozialen Brennpunkten an Haustüren, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende ist das Geld weg, eine Impfung gibt es nicht."

"Die Zielgruppe der Abzocker sind oft ältere Menschen, die zu höflich sind, um die Tür zuzuknallen - was in solchen Fällen der beste Rat wäre", sagte der vzbv-Vorstand.

Die Polizei warnt davor, Fremde in die Wohnung zu lassen. Außerdem sollte man sich auf keine Gespräche einlassen, wo es um derartige Angebote geht. "Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110", heißt es.

Betrüger inserieren falsche Anzeigen für Ferienwohnungen

Update vom 5.8.: Wer eine Ferienwohnung sucht, sollte bei Kleinanzeigen im Internet genau hinsehen. Auf bekannten Online-Portalen wie Airbnb, Ebay Kleinanzeigen oder Fewo-Direkt seien derzeit immer wieder gefälschte Anzeigen zu finden, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die Nachfrage nach Unterkünften ist derzeit immens, das nutzen die Betrüger aus und locken mit ungewöhnlich günstigen Preisen und herrlichen Bildern. Bei der Anreise stünden die Urlauber dann vor leeren Grundstücken. Oder die Unterkünfte seien schon vermietet.

Laut Verbraucherzentrale lassen sich unseriöse Angebote etwa an diesen Merkmalen erkennen:

  • Statt einer Anzahlung wird sofort die Zahlung der vollständigen Miete verlangt.
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Vermieters fehlen.
  • Vorsicht ist auch geboten, wenn der Kontakt verlangt, für die weitere Kommunikation die Buchungsplattform zu verlassen.

Telefon-Betrugsmasche mit elektronischem Impfnachweis

Update vom 1. Juli: Bei einer neuen Betrugsmasche geben Kriminelle am Telefon an, elektronische Impfnachweise zu erstellen - um damit an Kontodaten zu gelangen. Die Betrüger rufen vor allem ältere Menschen an und geben sich als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus, wie die Polizei mitteilte.

Die Anrufer täuschten vor, dass sie einen digitalen Impfpass erstellen und persönliche Daten bräuchten. Bei Personen, die ihre Daten herausgegeben hätten, sei anschließend Geld auf ihren Konten abgebucht worden.

Bisher wurden solche Fälle der Polizei und den Gesundheitsämtern in Hessen bekannt.

  • Generell rät die Polizei: "Legen Sie auf, sobald es zu Geldforderungen am Telefon kommt."

Die Polizei und der Landkreis Waldeck-Frankenbergwiesen darauf hin, dass Geimpfte für das Erstellen eines digitalen Impfpasses nie angerufen werden. Wer im Impfzentrum in Korbach oder über das mobile Team des Landkreises geimpft wurde, erhält demnach nach der zweiten Impfung einen Brief mit einem persönlichen QR-Code vom Land Hessen. Dieser Code kann mit dem Smartphone eingescannt und in die Corona Warn-App oder in die CovPass-App geladen werden.

Betrüger locken mit kostenlosen Streaming-Abos

Update vom 1. Juli: Wieder gibt es derzeit Ärger mit vermeintlichen Streaming-Anbietern, die über Werbe-Pop-Ups mit kostenlosen fünftägigen Probeabos auf Kundenfang gehen. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche. Darauf weisen die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und das Landeskriminalamt hin.

Nach der Registrierung stellen die Betreiber keine Filme oder Serien zur Verfügung, dafür trifft eine saftige Rechnung im Email-Postfach ein. Rechnungen über ein vermeintliches Jahresabonnement müssen nicht bezahlt werden, wenn keine Leistung erbracht wurde - betont die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Auch die aggressiven Zahlungsaufforderungen können ignoriert werden. YouTube-Videos von angeblichen Anwälten, die die vermeintliche Rechtmäßigkeit der Forderung erläutern, sind gefälscht.

Es sei aber ratsam, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Auch eine Meldung an die Verbraucherzentrale hilft, weitere Opfer zu verhindern.

Warnung vor neuer Corona-Schockanruf-Variante

Update vom 22. Juni: Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit vorgetäuschten Corona-Erkrankungen am Telefon. In einer aktuellen Anrufwelle in Schleswig-Holstein geben sich die Täter als Ärzte oder Krankenhausmitarbeiter aus, wie das LKA am Dienstag mitteilte.

Die Anrufer gaukelten den Angerufenen eindringlich und dramatisch vor, dass ein naher Angehöriger schwer, zum Beispiel an COVID-19, erkrankt sei und nur ein teures Medikament ihn retten könne. Dabei werden den Angaben zufolge bis zu 40.000 Euro gefordert.

Was Sie beachten sollten:

  • Die Polizei rät, misstrauisch bei Anrufen zu sein, bei denen es um Leben und Tod oder bedeutende Sachwerte und damit verbundene Geldforderungen geht.
  • Das Gespräch sollte umgehend beendet und Angehörige sowie Polizei informiert werden.

Lesen Sie auch: Alle aktuellen Informationen rund um die Corona-Pandemie in unserem Live-Blog

Kettenbrief via WhatsApp - Vorsicht vor falschem Gewinnspiel

Update vom 16. Juni: Eine schöne Vorstellung, mal eben was für 200 Euro im Internet bestellen zu können - ohne bezahlen zu müssen. Ein vermeintliches Jubiläumsgewinnspiel von Amazon soll es möglich machen. Doch Vorsicht, das ist ein Fake.

Ein entsprechender Kettenbrief kursiere aktuell über WhatsApp, inklusive Gewinnspiel um einen angeblichen Einkaufsgutschein, berichtet die "Computer Bild". Mit diesen Worten locken die Betrüger:

  • "30-jähriges Jubiläum. Jeder kann kostenlose Geschenke bekommen".

Um den Gutschein gewinnen zu können, sollen Nutzer das Gewinnspiel mit 20 Freunden oder mit fünf Gruppen bei WhatsApp teilen sowie eine App runterladen. All das sollten Sie keinesfalls tun! Die App könnte schädliche Software enthalten - und auch die Freunde dürften den Gutschein genauso wenig gewinnen, wie man selbst. Allein schon das vorgebliche Jubiläum sei falsch, denn Amazon gebe es bereits seit 1994 - also erst seit 27 Jahren.

Zahlencode über WhatsApp nicht weitergeben

Update vom 11. Juni: Es sieht harmlos aus, als hätten Sie eine Nachricht eines bekannten WhatsApp-Kontaktes erhalten: Der Freund oder die Freundin scheint sie aufzufordern, einen sechsstelligen Code zurücksenden, der Sie tatsächlich kurz vorher per SMS angeblich versehentlich erreicht hat. Bloß nicht!

Wie das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen mitteilt, stecken hinter der Nachricht Betrüger - auch wenn sie in einem längst bestehenden Chatverlauf auftaucht. Das Konto der Person wurde in diesem Fall gehackt. So oder ähnlich sieht die Nachricht aus:

  • "Hello sorry, ich habe dir versehentlich einen 6-stelligen Code per SMS geschickt. Kannst du ihn mir bitte weitergeben? Es eilt"

Der automatisch generierte Code ist ein realer Sicherheitscode für das eigene WhatsApp-Konto. Der wird sonst generiert und an die hinterlegte Handynummer verschickt, wenn man die App etwa auf einem neuen Smartphone einrichten will. Jetzt haben das aber die Betrüger veranlasst. Geben Sie den Code weiter, können Sie den Account erst einmal verlieren.

Was zu tun ist:

  • Geben Sie den Code nicht weiter.
  • Wenn doch, kommt es darauf an, ob Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet haben oder das noch schnell tun können.
  • Diese lässt sich in "Einstellungen", "Account", "Verifizierung in zwei Schritten" einrichten.
  • Hier muss man selbst eine PIN mit sechs Stellen wählen, aber nicht die aus der Betrugs-SMS nutzen und dann auch nie weitergeben, so das LKA.

Bei dem Verfahren soll die PIN dafür sorgen, dass ein weiteres Gerät den Account nicht übernehmen kann.

Ist das zu spät, rät das LKA Niedersachsen, seinen Account sofort wieder herzustellen. Dazu sollte man sich wieder mit der eigenen Telefonnummer anmelden. Dann kommt per SMS ein sechsstelliger Code, der einzugeben ist. Wer bei einer Zwei-Faktor-Authentifizierung eine sechsstellige PIN vergeben hat, muss diese ebenfalls nach Abfrage angeben. Dann sollte man sich wieder in seinem Account befinden. Wurde das Konto aber bereits übernommen, könnte die Wiederherstellung länger dauern. Dazu gibt auch WhatsApp Hinweise auf seiner Seite.

Warum die Betrüger den Account übernehmen wollen: Sie könnten versuchen, an weitere Accounts zu gelangen, um Schadsoftware und Spam zu verbreiten. Aber auch Erpressung und Betrug sind laut LKA Niedersachsen denkbar. So könnte Hilfe nach angeblichen Überfällen erbeten werden. Auch Einladungen in Gruppen mit verbotenen Inhalten sind demnach denkbar.

Unter den Einstellungen von WhatsApp sollten nur den Nutzern bekannte Geräte hinterlegt sein.

  • Das lässt sich bei iOS in den "Einstellungen" und dann in "WhatsApp Web/Desktop" herausfinden.
  • Bei Android findet es sich, wenn man im Chatbereich auf die drei Punkte klickt und dann im Dropdown-Menü auf "WhatsApp Web" klickt.

Reich mit wenigen Klicks? Warnung vor unseriösen Trading-Plattformen

Update vom 21. Mai: Satte Gewinne mit dem Handel von Aktien, Devisen, Bitcoins und Co. stellen Betrüger im Internet in Aussicht und werben damit für das sogenannte Cybertrading. "Nicht zuletzt die Corona-Krise und damit die Finanznot vieler Verbraucher nutzen die Betrüger schamlos aus", sagt Hans-Joachim Henschel vom Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in Hannover.

Viele surfen aufgrund Kurzarbeit, Homeoffice oder Jobverlust vermehrt durchs Netz und stoßen auf "Geheimtipps", wie man schnell und bequem zu Geld und zu einem Leben in Luxus kommen kann. Jetzt braucht es nur noch einen Klick - nämlich auf den Link der jeweiligen Werbeanzeige -, und schon landen ahnungslose Internetnutzer auf einer "oft recht professionell und seriös aussehende Webseite", wie Henschel sagt.

Teilweise sind dort Bilder oder Videos eingebunden von Menschen, die sich gerade auf ihrer neuen Yacht vergnügen - die sie sich durch die angeblichen Gewinne leisten konnten. Interessierte geben ihre Kontaktdaten ein und werden kurze Zeit später von einem angeblichen Online-Broker angerufen. Rhetorisch bestens geschult, will er den oder die Angerufene dazu bringen, Geld zu investieren. Ein kleiner Betrag, im Schnitt etwa 250 Euro, soll reichen, heißt es. Fürs erste.

Man überweist Geld auf ein Konto, auf dem die Täter laufend Gewinne simulieren. Die Anleger investieren daraufhin immer höhere Beträge. "Teils baut der Online-Broker auch immensen Druck auf", sagt Heidi Pätzold von der Verbraucherzentrale Hamburg. Der Anleger müsse mehr investieren, sonst wäre alles Geld weg.

Wie man sich schützt:

  • "Bloß nicht kopflos werden, wenn einem das vermeintlich große Geld in kurzer Zeit bei wenig Aufwand in Aussicht gestellt wird", warnt Henschel.
  • Keinesfalls Fremden sensible Daten wie Kopien von Kreditkarte und/oder Personalausweis zukommen lassen.
  • Bevor Anleger Geld investieren, sollten sie sich immer fragen, ob sie überhaupt nachvollziehen können, wie der vermeintlich satte Gewinn eigentlich zustande kommt.
  • Trading-Plattformen unter die Lupe nehmen, vor allem das Impressum.
  • Wer auf einer Trading-Plattform Beträge eingezahlt hat, die er trotz mehrfacher Aufforderung nicht zurücküberwiesen bekommt, sollte Anzeige erstatten.

Zwar sind die Aussichten, dass Opfer ihr Geld zurückbekommen, eher gering. Aber: "Je detaillierter Geschädigte das Vorgehen der Täter beschreiben können, desto hilfreicher kann es für die Polizei sein, die Täter eines Tages aufzuspüren", sagt Hensche.

Phishing-Masche: Datensammler schicken Outlook-Termine

Update vom 23. April: Vorsicht, wenn Sie Outlook-Termineinladungen ins Postfach und den Kalender geschickt bekommen. Die Verbraucherzentrale Bremen warnt vor massenhaften Versuchen von Datensammlern, auf diese Art und Weise E-Mail-Adressen zu verifizieren, um diese für Spam, Identitätsdiebstahl und Angriffe auf Onlinekonten zu missbrauchen.

Die Einladungen können auch von scheinbar Bekannten, Kolleginnen oder Kollegen stammen, deren Mail-Konten gehackt wurden. Ansonsten fielen die Mails der Betrüger oft durch seltsame Absender-Adressen oder Rechtschreibfehler auf. Auch andere Sprachen sind verdächtig.

Tipps der Verbraucherzentrale:

  • Als Kalender-Spam identifizierte Einladungen sollte man nicht nur nicht annehmen. Auch das Klicken auf Absagen-Schaltflächen ist tabu. Es gilt: Nur löschen - sowohl die Mail, als auch den Termin im Kalender, der dort je nach Outlook-Einstellung auch bereits ohne eigenes Zutun ausgegraut gelandet sein kann.
  • Während die Mail direkt gelöscht werden kann, fragt Outlook beim Löschen des Termins aus dem Kalender, ob der Absender benachrichtigt werden soll. Das gilt es zu verhindern, indem man auf "Nein" klickt. Sonst hätten die Betrüger auch so ihr Ziel erreicht: Sie wissen, dass diese Mail-Adresse aktiv genutzt wird.
  • Um zu verhindern, dass Einladungen automatisch im Kalender landen, muss man die Outlook-Einstellungen ändern. Unter "Datei/Optionen/E-Mail/Verlauf" findet sich der Punkt "Besprechungsanfragen und Antworten auf Besprechungsanfragen sowie Abstimmungen automatisch bearbeiten". Hier muss man einfach das Häkchen herausnehmen.
  • Wer selbst eine automatische Beantwortung von Besprechungsanfragen eingerichtet hat, sollte diese wieder deaktivieren, um sich vor Kalender-Spam zu schützen.

Regelmäßig wiederkehrende Betrugsmaschen: Falsche Microsoft-Anrufe

Es ist eine Masche, die seit Jahren ein "Dauerbrenner" ist: Anrufe von angeblichen IT-Firmen. Der Betrug ist vielen unter dem Schlagwort "Microsoft-Anrufer" bekannt. Die Anrufer wollen mit erfundenen Geschichten etwa über einen virenverseuchten PC ihres Opfers Geld und Daten ergaunern.

So gehen die Betrüger vor:

  • Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter von IT-Firmen wie Microsoft aus und melden sich mit Worten wie "Hallo, ihr Rechner ist von Viren befallen".
  • Dann fordern sie dazu auf, einen Code einzugeben, ein Programm herunterzuladen oder Daten herauszugeben.

Gegen Zahlung wird Hilfe beim Entfernen der vermeintlichen Schadsoftware angeboten. Mit Software und Fernzugriff lassen sich die Täter auf den Rechner des Opfers schalten. Dort spähen sie Daten wie Online-Banking-Zugänge und Kreditkarteninformationen aus. Oft erfolgen die Anrufe auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch.

Tipps der Polizei:

  • Legen Sie im Fall eines solchen Anrufs sofort auf und melden Sie die Nummer des Anrufers der Polizei oder Bundesnetzagentur.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten - etwa Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten wie PayPal - heraus.
  • Erlauben Sie einem unbekannten Anrufer nie Zugriff auf Ihren Rechner.

Ohne Auftrag rufen Computerfirmen nie an, betonen die Verbraucherschützer. Selbst offizielle Hilfe nach Support-Anfragen erfolge fast immer per E-Mail.

Wenn Sie Opfer wurden:

  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn herunter. Über einen nicht infizierten Rechner sollten Sie unverzüglich Ihre Passwörter ändern.
  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm auf Ihrem Rechner löschen.
  • Über dieses Formular können Sie einen Tech-Support-Scam direkt bei Microsoft melden.
  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können.
  • Melden Sie sich bei der Polizei, etwa bei der Internetwache des jeweiligen Bundeslandes.

Trickbetrüger tarnen sich als Rentenversicherung oder Energieanbieter

Diese immer wiederkehrende Masche besteht aus einem täuschend echt wirkenden Brief, einem unangekündigten Besuch zu Hause oder einem unerwarteten Telefonat: Getarnt als angebliche Mitarbeitende der Rentenversicherung versuchen Betrüger, an persönliche Daten oder sogar an die Bankverbindung von Versicherten heranzukommen.

Die typische Masche:

  • Rentnerinnen und Rentner werden von Anrufern aufgefordert, Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen. Es wird den Angerufenen mit angeblichen Rentenpfändungen, Rentenkürzungen oder anderen Nachteilen gedroht, wenn die Zahlung verweigert wird.
  • Auch telefonische Angebote, Medikamente oder medizinische Hilfsmittel zu verkaufen, stammen nicht von der Deutschen Rentenversicherung.

In keinem Fall sollten Betroffene aufgrund telefonischer Aufforderungen Geld ins In- oder Ausland überweisen.

Verbraucherschützer warnen zudem vor einer Masche unseriöser Energieanbieter: Sie rufen Verbraucher an und fragen am Telefon unter einem Vorwand nach dem aktuellen Zählerstand und der Zählernummer.

Geben Verbraucher diese Daten preis, leiten sie unter Umständen den Anbieterwechsel ein, ohne es zu wollen. Denn dem unseriösen Anbieter reichen diese Daten aus, um den Vertrag beim bisherigen Versorger zu kündigen.

  • Tipp der Verbraucherzentrale Bremen: Legen Sie auf. Der derzeitige Energieanbieter würde sich schriftlich melden, wenn er den Zählerstand erfragen möchte, erklären die Experten. Grundsätzlich sollten am Telefon keine Daten durchgegeben werden - weder die Zählernummer noch der Name und die Anschrift.

Wer seine Daten einem unbekannten Anrufer genannt hat, sollte den untergeschobenen Vertrag schriftlich mit einem Einwurfeinschreiben innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Darüber hinaus sollte der unerwünschte Anruf der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

Der falsche Polizeibeamte

Sich auszugeben als jemand, der sie nicht sind, ist die typische Masche bei Betrug: "Wenn es um die momentan häufigsten Betrugsarten geht, wäre der 'falsche Polizeibeamte' zu nennen", heißt es dazu von der Polizeiliche Kriminalprävention auf Anfrage unserer Redaktion. Die Zahl der Delikte habe so zugenommen, dass der "falsche Polizeibeamte" inzwischen gesondert in die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA aufgenommen wurde. Die Schadenssummen seien häufig beträchtlich.

So funktioniert der Trick: Betrüger verkleiden sich als Polizeibeamte, um das Vertrauen ihres Gegenübers - meist ältere Menschen - zu gewinnen. Sie manipulieren ihre Opfer so gekonnt, dass diese freiwillig hohe Geldbeträge oder Wertsachen übergeben. Die Täter erreichen das, indem sie von erfundenen Einbrecherbanden erzählen und so Angst und Verunsicherung erzeugen. Schließlich täuschen sie vor, das Hab und Gut ihrer Opfer vor Einbrechern in Sicherheit bringen zu wollen - und nehmen es mit.

Warnung: "Die Polizei fordert Bürgerinnen und Bürger niemals dazu auf, Geld oder Wertsachen an Beamte zu übergeben. Nur Betrüger wollen an Ihre Wertgegenstände", betont Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Tipps der Polizei:

  • Lassen Sie niemals Unbekannte in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen.
  • Verlangen Sie von angeblichen Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel die entsprechende Behörde an. Die entsprechende Telefonnummer sollten Sie selbst heraussuchen, nicht vom Unbekannten verlangen.
  • Stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall 110 oder bei Ihrer Polizeidienststelle vor Ort an.
  • Wurden Sie zum Opfer, wenden Sie sich sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Varianten des Haustürbetrugs

Neben dem Beamten geben sich Betrüger sehr häufig auch als Hilfsbedürftige, Handwerker oder Mitarbeiter der Stadtwerke aus oder treten als seriös gekleideter Geschäftsmann auf.

So funktioniert der Trick: Mit schauspielerischem Geschick überrumpeln die Täter ihre Opfer und verschaffen sich unter einem Vorwand Zutritt zu deren Wohnung: Sie bitten um ein Glas Wasser, etwas zum Schreiben oder fragen, ob sie die Toilette benutzen dürften. Als Handwerker verkleidet weisen sie auf einen vermeintlichen Wasserrohrbruch hin, der schnell behoben werden müsse.

Tatsächlich gelingt es laut Polizei auf diese Weise leider oft, dass eine zweite Person unbemerkt in die Wohnung eindringt und nach Wertsachen sucht.

Die schriftliche Variante: Die Täter werfen Benachrichtigungen in den Briefkasten, die mit den Namen der Opfer ausgefüllt sind. Darin heißt es, dass "niemand angetroffen" wurde und man sich bitte "zur Vereinbarung eines Gesprächstermins in Ihrer Angelegenheit“ oder "zur Abholung Ihres Pakets" telefonisch melden möge. Beim angegebenen Telefonkontakt handelt es sich dann um eine kostenintensive Telefonnummer.

Tipps der Polizei:

  • Öffnen Sie Unbekannten die Tür höchstens bei vorgelegtem Sperrriegel.
  • Bestellen Sie Unbekannte für später ein, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.

Geschäfte an der Haustür

Ein "einmaliges Schnäppchen", ein "Gratisangebot": Bei diesen Worten sollte jeder hellhörig werden. Ebenso, wenn es um Handwerksleistungen geht, die an der Haustür angeboten werden, oder der Unbekannte behauptet, für ein soziales Projekt zu arbeiten.

So funktioniert der Trick: Mit unterschiedlichen Maschen - indem sie entweder mit Gewinnen locken oder das Mitgefühl der Opfer wecken - besorgt sich der Täter die Unterschrift des Opfers. Letztlich handelt es sich aber um einen Vertrag - für eine Versicherung, ein Abo oder sonstiges - den das Opfer unterschrieben hat.

Bietet der Betrüger eine Handwerksleistung an, beginnt er diese zur Täuschung, beendet sie dann aber nicht. Der Auftraggeber aber wird zur Kasse gebeten.

Tipps der Polizei:

  • Kaufen oder unterschreiben Sie niemals etwas an der Haustür. Angebote Produkte - Teppiche, Besteck, Schmuck - oder Handwerkerleistungen sind meist wertlos.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
  • Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren Ankündigung entgegen, etwa Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
  • Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
  • Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken nie "Geldwechsler" oder "Falschgeld-Prüfer" an die Haustür. Informieren Sie umgehend die Polizei, wenn derartige Unbekannte bei Ihnen auftauchen.
  • Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Es könnte sich um Falschgeld handeln.

Falsche Mails: Beispiele Amazon und Netflix

Zu den häufigsten Betrugsmaschen gehören auch falsche Emails, die angeblich von Behörden, der Bank oder bekannten Unternehmen stammen. Dieses Jahr kursieren beispielsweise falsche Amazon- und Netflix-Mails.

So funktioniert der Trick: Die Kriminellen locken ihre Opfer auf gefälschte Seiten, damit diese dort ihre Daten - inklusive Bankdaten - eingeben. Im Fall von Netflix wird den Usern per Mail vorgegaukelt, ihr Konto werde in 48 Stunden auslaufen - wenn sie nicht online ihre Daten aktualisieren. Ein Link führt zu einer gefälschten Website, wo die Kunden ihre Logindaten und Bezahlinformationen eingeben sollen.

Im Fall Amazon erhielten die User eine angebliche Bestellbestätigung, was zu Verunsicherung führt, denn die angebliche Bestellung wurde nie durchgeführt. Das Ziel der Betrüger: Der irritierte User öffnet den Anhang, gelangt über einen Link auf die Fake-Seite und gibt seine Daten ein.

In beiden Fällen handelt es sich um den Phishing-Trick: Die Kriminellen greifen die Anmeldedaten der Nutzer sowie Zahlungsdaten und Adressen ab.

Tipps der Polizei:

  • Niemals Links oder Anhänge in verdächtigen Emails öffnen.
  • Wer Opfer geworden ist, sollte unverzüglich die echten Amazon- oder Netflix-Webseiten aufrufen, sich dort einloggen und seine Zugangsdaten ändern.
  • Nehmen Sie Kontakt mit dem Support des Unternehmens auf.
  • Unbedingt sollten Betroffene sofort die Bank informieren, zu der die Zahlungsdaten gehören, die auf der Phishing-Seite preisgegeben wurden.

"Romance Scamming" oder "Loverboy"-Masche

Immer häufiger wird auch vor der "Loverboy"-Masche gewarnt, auch bekannt als "Romance Scamming": Kriminelle erschleichen sich in den sozialen Medien oder beim Online-Dating das Vertrauen ihrer Opfer und bringen sie im schlimmsten Fall um sehr viel Geld. Wie Sie die "Loverboy"-Betrüger erkennen, lesen Sie hier. Das rät die Polizei im Verdachtsfall:

Geben Sie den Namen Ihrer Bekanntschaft mit dem Zusatz "Scammer" oder "Loverboy" in eine Suchmaschine ein - oft ließe sich der Verdacht dadurch schon bestätigen.

  • Falls ein Bild mitgeschickt wurde, lassen sich anhand der umgekehrten Bildersuche zusätzliche Informationen zu dem Bild erhalten.
  • Anfragen ignorieren, Person blockieren.
  • Hilfe holen, etwa bei der Polizei.
  • Beweise sichern, etwa durch Screenshots.

Unerwünschte Anrufe & Co.: So legen Sie Beschwerde ein

Besteht der Verdacht eines Betrugs, wenden sich Bürgerinnen und Bürger am besten schnellstmöglich an die Polizei. Niemand muss es sich zudem gefallen lassen, unerwünschte automatisierte Anrufe zu erhalten, Fax-Spam oder Werbenachrichten über Messenger-Dienste: Solche Fälle können Verbraucher der Bundesnetzagentur melden. Auch etwa über hochpreisige Kundenhotlines können Sie sich dort beschweren. (af)

Verwendete Quellen:

Vorsicht, Telefonbetrug: Das steckt hinter Call-ID-Spoofing-Attacken - und so sollten Sie reagieren

Immer wieder werden Bürgerinnen und Bürger Opfer von Telefonbetrügern. Die Kriminellen geben sich dabei gerne als Sachbearbeiter der Bank oder als Polizisten aus und drängen ihre Opfer zu einer Handlung. So schützen Sie sich vor der sogenannten Call-ID-Spoofing-Attacke. (Foto: iStock-PeopleImages)