Schluss mit dem Plastikmüll: Das Europaparlament hat für ein Verbot von Wegwerfprodukten wie Strohhalmen und Wattestäbchen gestimmt. Aber auch heute schon kann jeder von uns täglich ganz einfach Plastik im Alltag vermeiden - mit diesen 10 Tipps.

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Plastik ist schädlich für die Umwelt und landet in unvorstellbaren Mengen in unseren Ozeanen. Bis zu 140 Millionen Tonnen Kunststoff treiben im Meer, für Fische und Vögel hat das verheerende Folgen.

Aus diesen Gründen will die EU Wegwerfware aus Plastik wie Einweggeschirr verbieten. Die geplante Neuregelung sieht unter anderem vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen.

Aber auch Sie können schon heute mit ganz einfachen Mittel täglich Plastik einsparen.

10 einfache Tipps & Tricks zur Müllvermeidung

1. Mehrweg kaufen, Einweg weglassen

Lebensmittel wie Milch, Sahne, Joghurt, Öl oder Essig müssen Sie nicht in Plastikverpackungen kaufen, die Produkte gibt es häufig auch in Glasflaschen.

2. Auf zusätzliche Plastikbeutel verzichten

Viele Sorten Obst und Gemüse können Sie auch lose kaufen. Außerdem sind die Produkte durch Ihre natürliche Schale geschützt. Zu Hause müssen die Lebensmittel vor dem Verzehr sowieso noch einmal gewaschen werden. Auch an der Supermarktkasse müssen Sie keine Plastiktüten kaufen.

3. Wasser aus dem Hahn

Mineralwasser wird in den meisten Supermärkten in Plastikflaschen verkauft. Allerdings ist in Deutschland beinahe überall das Leitungswasser bedenkenlos trinkbar. Wenn Sie Wasser mit Kohlensäure haben möchten, hilft dabei ein Wassersprudler.

4. Mehrfach in Plastik verpackte Produkte vermeiden

Süßigkeiten oder auch Kekse sind teilweise doppelt und dreifach in Plastik verpackt. Das muss nicht sein. Es gibt auch Produkte, die weitaus weniger Kunststoff verwenden - setzen Sie ein Zeichen, indem Sie diese kaufen.

5. Auf Fertiggerichte verzichten

Tütensuppen, Tiefkühlkost und Co. sind gerne mit viel Plastik, Alu oder Pappe umwickelt. Auch Konservendosen sind im Inneren häufig mit Kunststoff beschichtet. Frisches Kochen spart hier Verpackungsmüll. Gesünder ist das allemal - und preiswerter zudem.

Auch Obst oder Salate werden oft fertig portioniert in Plastikschalen angeboten. Das ist praktisch - produziert aber auch eine Menge Müll.

6. Produkte aus der Frischetheke

Käse und Wurst sind im Kühlregal in Plastik verpackt. An der Frischetheke werden die Produkte zumindest in weniger Papier beziehungsweise Kunststoff gewickelt. Viele Geschäfte füllen die Ware auch in mitgebrachte, wiederverwendbare Behältnisse ein - fragen kostet nichts.

7. Mehrwegflaschen und -becher verwenden

Zum Sport oder auf Ausflüge können Sie Flaschen aus Glas oder Metall mitnehmen. Oder nutzen Sie einen Rucksack mit Trinkblase. Auch Ihren täglichen Kaffee müssen Sie nicht in den To-Go-Bechern kaufen. Mit einem Mehrwegbecher sparen Sie Müll.

8. Seifenstück verwenden

In Einweg-Seifenspendern steckt viel Plastik. Benutzen Sie also besser ein Stück Handseife.

9. Taschentücher im Karton kaufen

Taschentücher sind häufig mehrfach in Plastik verpackt. Abhilfe schaffen Tempos im Karton, der keinen Kunststoff enthält.

10. Auf Mikroplastik achten

Plastik kann auch in Hygiene-Produkten enthalten sein. Achten Sie also beispielsweise bei Gesichtscremes, Duschgels, Make-up, Sonnencremes und Deodorants auf die Zusammensetzung des Produkts. Begriffe wie Polyethylen oder Polyquaternium signalisieren Mikroplastik.

Hinweis: Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv, den wir aus aktuellem Anlass aktualisiert haben.
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