Hej København, hej UNICEF! Das Stiftungsteam bekam die Chance, dem Zentrallager von UNICEF in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen einen Besuch abzustatten.

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Beeindruckend ist es – nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern auch wegen der Menschen, die dort arbeiten. Kommunikationsexpertin Anne heißt uns bereits am Eingang willkommen. Sie ist heute für uns verantwortlich und verspricht einen umfassenden Blick hinter die Kulissen.

Fakten zum UNICEF-Warenlager

Mit 20.000 Quadratmetern ist das Depot etwa so groß wie drei Fußballfelder und das größte humanitäre Warenlager der Welt.

Es hat 400 Mitarbeiter und ist zu jedem Zeitpunkt in der Lage, 10.000 Menschen für drei Monate mit überlebenswichtigen Hilfsgütern zu versorgen.

Insgesamt lagern dort rund 850 verschiedene Hilfsgüter - darunter Medikamente, Wasserreinigungstabletten, Erdnusspaste, Moskitonetze und vieles mehr.

Bevor Hilfsgüter versendet werden, wird immer der Vorrat der Warenlager und Zulieferer in den betroffenen Ländern oder Regionen gecheckt. Nach Möglichkeit fördert UNICEF die regionalen Zulieferer, um die Wirtschaft vor Ort nachhaltig zu stärken und nicht von Hilfe von außen abhängig zu machen.

Ein Blick in die großen Hallen des Warenlagers.


Die Hallen des Warenlagers

Nach einer umfassenden Einführung von Direktorin Etleva beginnt der Rundgang durch die beeindruckenden Hallen. Wir sehen Gabelstapler, die Hilfsgüter auf Paletten stapeln, bevor sie in den Weiten der Hallen verschwinden.

Gerade wird emsig für den Südsudan gepackt, um die dortige Hungersituation in den Griff zu bekommen. Ab März beziehungsweise April beginnt die Trockenzeit, Ernten bleiben aus. Dadurch sind Millionen Kinder im Südsudan aber auch in Niger oder im Kongo auf Hilfe angewiesen.

UNICEF verleiht auch Lagerplatz an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, weil UNHCR selbst nicht über ausreichend Platz verfügt.

Nach ein paar weiteren Schritten stehen wir in der nächsten Halle vor meterhohen Stahlrohrregalen. Wir legen den Kopf in den Nacken, um die 24 Meter hohen, 60 Meter breiten und 150 Meter tiefen Regalreihen zu erfassen, in denen Hunderte Hilfsgüter lagern.

Beeindruckend: Meterhohe Regale mit zahlreichen Hilfsgütern.

UNICEF zum Anfassen

Unser Rundgang führt uns ein Stockwerk tiefer. Im sogenannten Showroom finden wir verschiedene Hilfsgüter, die im Lager vorrätig sind.

So sehen wir unterschiedliche Kits – also Kisten, die für einen bestimmten Zweck befüllt sind. Wie zum Beispiel das Kit "School in a Box", das bis oben hin voll mit Schulmaterial ist.

Oder das "Wash & Dignity Kit". Eine Kiste, die mit Hygieneartikeln für insgesamt fünf Familien vollgepackt ist und rund einen Monat lang ausreicht.

Die Kits werden stetig optimiert, damit sie zu jeder Zeit bestmöglich auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Um diese herauszufinden, stehen UNICEF-Helfer in den einzelnen Krisen- und Entwicklungsländern im Austausch mit den Menschen vor Ort.

Beispiel-Kit: Die "School in a Box" enthält Schulmaterial für einen Lehrer mit 40 Schülern.


Begegnung mit beeindruckenden Menschen

Nach unserem Rundgang versammeln wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen und lernen weitere UNICEF-Mitarbeiter kennen. Etleva selbst lebte viele Jahre im Kongo und kennt die Bedürfniss der Menschen vor Ort genau.

Auch das zählt zu den Aufgaben der UNICEF Supply Division in Kopenhagen: Neben einem stets einsatzbereiten Bestand an Hilfsgütern stehen auch erfahrene Experten rund um die Uhr bereit.

Im Falle eines Nothilfeeinsatzes können sie binnen Stunden in die betroffenen Länder ausrücken, vor Ort den Bedarf ermitteln sowie die Hilfe organisieren und strukturieren.

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Kinderschutz in der Demokratischen Republik Kongo

Gabriel Vockel arbeitet seit drei Jahren als Kinderschutzexperte für UNICEF in der Demokratischen Republik Kongo. Schwelende Konflikte und neue Brandherde lassen das Land nicht zur Ruhe kommen.