• Fossile Energielieferanten werden weniger wichtig.
  • Einem Bericht zufolge ist in der EU erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energie gewonnen worden.
  • Auf welchem Platz Deutschland landet.

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Im vergangenen Jahr ist in der Europäischen Union erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus fossilen Kraftwerken erzeugt worden. Das geht aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Untersuchung des britischen Thinktanks Ember und der deutschen Denkfabrik Agora Energiewende hervor.

Danach haben erneuerbare Energien aus Wind, Solar, Wasserkraft oder Biomasse im vergangenen Jahr 38 Prozent des europäischen Stroms geliefert, Kohle oder Gas dagegen nur 37 Prozent. Dies sei "ein bedeutender Meilenstein in Europas Umbau zu sauberer Energie", heißt es in dem Report. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Mit 33 Prozent hat Deutschland den Experten zufolge dabei den dritthöchsten Anteil erneuerbaren Energien in der EU, hinter Dänemark (61 Prozent) und Irland (35 Prozent). Spanien kommt mit 29 Prozent auf Rang vier.

Wind- und Sonnenstrom legen besonders zu

Während Wind- und Sonnenstrom stark zugelegt habe, hätten vor allem Kohlekraftwerke weniger Elektrizität geliefert. Ihre Stromerzeugung hat sich den Angaben zufolge gegenüber 2015 nahezu halbiert. Allein im vorigen Jahr sank sie demnach um 20 Prozent. Dies habe nur teilweise mit der Pandemie zu tun.

"Die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie darf den Klimaschutz nicht ausbremsen", sagte Agora-Direktor Patrick Graiche. "Wir brauchen daher eine starke Klimapolitik - wie zum Beispiel den Green Deal -, um einen stetigen Fortschritt zu gewährleisten." (dpa/sap)

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