Space Shuttle: Die Geschichte der berühmten Raumfähre

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Das Space Shuttle war eine Raumfähre der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie hatte wichtige Aufgaben wie den Transport und die Wartung von Satelliten oder die Versorgung der Internationalen Raumstation (ISS). Vor fünf Jahren ging mit dem letzten Flug eines Shuttles eine Ära zu Ende.

Am 18. Februar 1977 hob das erste Space Shuttle mit dem Namen "Enterprise" im Zuge eines Rollversuchs auf dem Rücken einer Boeing 747 ab. Die Enterprise sollte niemals ins Weltall fliegen, das Shuttle diente am Boden als Test- und Trainingsobjekt.
Der erste Freiflug der Enterprise fand im August 1977 statt. Zunächst brachte eine Boeing 747 das Shuttle in die Luft, wo es sich anschließend ausklinkte und eigenständig landete.
Der erste Flug in die Umlaufbahn wurde mit dem Shuttle "Columbia" durchgeführt und fand am 12. April 1981 statt. Es war das erste wiederverwendbare Raumfahrzeug der Welt.
In den darauffolgenden rund 20 Missionen, die bis Januar 1986 erfolgten, stand der Satellitentransport an erster Stelle.
Nach zwei Jahren Pause begann die zweite Phase der Space-Shuttle-Nutzung. Das Augenmerk wurde vermehrt auf wissenschaftliche Aufgaben und auf die Wartung der Satelliten gelegt.
Nach dem Challenger-Unglück wurde der Start des sogenannten Hubble-Teleskopes, das mit einem Shuttle ins Weltall transportiert werden sollte, mehrmals verschoben. Am 24. April 1990 startete dann die Raumfähre "Discovery" mit der wertvollen Fracht und brachte das Teleskop sicher nach oben.
Als das erste Shuttle 1995 erstmals an der Raumstation "Mir" andockte, änderte sich das Aufgabengebiet erneut. Zugunsten der Versorgung der Raumstationen wurden Wartungsaufgaben nach und nach eingeschränkt.
Die wissenschaftlichen Missionen wurden mit Baubeginn der Internationalen Raumstation (ISS) 1998 auch immer weniger. Der Transport der Module zur Station und deren Montage war das neue Aufgabenfeld der Space Shuttle.