• Zeitumstellung am Sonntag: Das heißt, Schüler müssen am Montag eine Stunde früher aufstehen.
  • Dabei beginnt die Schule ohnehin schon früh - zu früh? Das wollten wir von den Deutschen wissen.

Mehr zur Zeitumstellung finden Sie hier

Es ist ein heißes Thema, das jedes Jahr zur Zeitumstellung wieder an Fahrt gewinnt: Die Schule beginnt fast flächendeckend um 8:00 Uhr, aber ist das wirklich der ideale Zeitpunkt? Schlafforscher sagen: nein, denn speziell bei Jugendlichen verschiebt sich der Schlafrhythmus nach hinten, es droht die Gefahr einer chronischen Übermüdung. Besonders die Umstellung auf Sommerzeit sei für Pubertierende hart.

Der Lehrerverband sagt: Aus praktischen Gründen sei man dagegen, eine Verschiebung sei flächendeckend nicht umsetzbar - unter anderem wegen des Arbeitsbeginns der Eltern.

Was aber meinen die Bürgerinnen und Bürger? Das wollten wir kurz vor der Umstellung auf die Sommerzeit am kommenden Sonntag wissen. "Beginnt der Schulunterricht Ihrer Meinung nach in Deutschland ganz allgemein eher zu früh oder zu spät?", fragte das Meinungsforschungsinstitut Civey die Deutschen in einer exklusiven Umfrage im Auftrag unserer Redaktion.

Lesen Sie auch: Zeitumstellung 2022 auf Sommerzeit - wann müssen wir an der Uhr drehen?

Frage nach Schulbeginn spaltet die Gemüter

Das Ergebnis der repräsentativen Befragung liegt nun vor und zeigt, dass viele mit dem Ist-Zustand unzufrieden sind: Insgesamt 44 Prozent meinen, die Schule beginne zu früh. Fast ein Viertel aller Befragten sagt sogar "eindeutig zu früh". Dagegen finden 42 Prozent den Schulstart genau richtig, insgesamt acht Prozent würden es lieber sehen, wenn die Schule noch früher startete.

Mehr Frauen als Männer: "Schule beginnt zu früh"

Mit 45 Prozent fanden noch mehr Frauen als Männer (41 Prozent), dass die Schule zu früh losgeht. Interessant auch: 66 Prozent der Befragten, die von allen politischen Parteien am ehesten den Grünen zugeneigt sind, sind für einen späteren Schulbeginn. Bei Wählern von CDU/CSU beziehungsweise AfD sind das jeweils nur 33 Prozent.

Auffälligkeiten je nach Alter der Befragten

Was sofort ins Auge sticht: Je älter die Befragten, desto eher meinen sie, das der Status Quo richtig ist. Auffallend ist, dass das nur 33,9 Prozent der 18- bis 29-Jährigen meinen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt liegt bei 42,2 Prozent.

Vor allem Studierende weichen ab - mehr als 60 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe finden den derzeitigen Schulbeginn "zu früh". Insgesamt meinen das 43,2 Prozent.

Informationen zur Methode: Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Civey die Antworten von 5.024 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Personen berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Alle Teilnehmer haben unter anderem Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Der Befragungszeitraum war der 1. bis 21. März 2022. Der statistische Fehler der Ergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte. Zusätzliche Informationen zur Methode finden Sie auf Civey.com und im Civey-Whitepaper.
Interessiert Sie, wie unsere Redaktion arbeitet? In unserer Rubrik "Einblick" finden Sie unter anderem Informationen dazu, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte kommen.