Die einen schätzen sie, andere verfluchen sie: Die Zeitumstellung spaltet europaweit die Gemüter. Bis zum Donnerstag können Europäer noch darüber abstimmen, ob die Uhren künftig nicht mehr umgestellt werden sollen. Bindend ist das Resultat allerdings nicht.

Mehr Wissensthemen finden Sie hier

Letzte Chance zur Abstimmung über die Zeitumstellung: Noch bis Donnerstagabend können Europäer ihre Meinung über den EU-weiten Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abgeben.

Dann endet eine Online-Umfrage der EU-Kommission, die Anfang Juli gestartet war. Unter anderem können Teilnehmer angeben, ob sie künftig gerne ohne die Zeitumstellung leben würden.

Hier können Sie an der EU-Umfrage teilnehmen

Das Interesse an der Bürger-Befragung war riesig. Allein in den ersten drei Tagen wurden einem Sprecher der EU-Kommission zufolge mehr als 500.000 Online-Fragebögen ausgefüllt; zur Hälfte der Laufzeit gab es mehr als eine Million Antworten.

Und auch zum Ende hin riss das Interesse nicht ab. Die Server waren auch am letzten Tag von dem großen Ansturm überlastet.

Ob auf der Blumenwiese, im Park oder auf dem Boot, in romantischer Zweisamkeit oder als Event in einer großen Gruppe - Picknicks sind bei diesen Temperaturen eine tolle Möglichkeit, die Natur zu genießen.

Resultat der Abstimmung nicht bindend

Die EU-Kommission prüft derzeit Forderungen nach einer Abschaffung der Zeitumstellung. Die Behörde betont jedoch, die Umfrage sei nur ein Teil der Bewertung.

Sollte sie zu dem Schluss kommen, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte, könnte sie einen entsprechenden Vorschlag vorlegen. Dem müssten dann allerdings noch die EU-Staaten und das Europaparlament zustimmen.

Am schnellsten ginge es, wenn beide Institutionen ohne Änderungswünsche zustimmen würden. Im Parlament bräuchte es dazu eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, die EU-Staaten müssten voraussichtlich mit qualifizierter Mehrheit zustimmen - das heißt: es müssen mindestens 16 Länder, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren, sein.

Warum es die Zeitumstellung gibt

In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit 1980, seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Der Nutzen ist umstritten.

Experten sind sich uneins, ob es wirklich langfristig eine Energieersparnis, die lange Zeit als Hauptargument für die Sommerzeit herangezogen wurde, gibt.

Kritiker der Zeitumstellung führen als Gegenargument an, dass diese bei einigen Menschen sogar zu gesundheitlichen Problemen führe.

Wofür plädieren Sie? Soll die Zeitumstellung abgeschafft werden - und wenn ja, welche Zeit soll bleiben? Stimmen Sie ab!

(dpa/tfr)