Nach dem ersten Halbjahr 2018 dürfen sich Autohersteller und -händler über ein Plus von 2,9 Prozent bei den Neuzulassungen freuen. Während SUVs boomen, stehen Diesel bei den Verkäufen auf der Verliererseite. Bei den Importmarken verzeichnet Tesla das größte Minus.

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Auto-Deutschland hat Konjunktur: Mit 1.839.031 Pkw wurden im vergangenen Halbjahr 2,9 Prozent mehr Autos neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Im Juni waren es mit 341.308 sogar +4,2 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahresmonat.

Smart als erfolgreichste deutsche Marke

Von den deutschen Marken war Smart am erfolgreichsten mit +17,5 Prozent. Auf den Plätzen folgten Porsche (+8,9 Prozent), Mini und VW (jeweils +8,6 Prozent) und Ford (+5,7 Prozent). Bei den Importmarken konnten DS (+28,7 Prozent) und Dacia (+24,6 Prozent) die höchsten Steigerungsraten erzielen. Tesla dagegen verbuchte im ersten Halbjahr mit -33,8 Prozent den stärksten Rückgang.

E-Autos legen auf niedrigem Niveau stark zu

Nach Motoren war bei den Benzinern (63,1 Prozent) mit einem Plus von 16,3 Prozent die größte Steigerung festzustellen. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw (32,1 Prozent) verzeichneten einen starken Rückgang von -20,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Weitere 7.194 Autos (0,4 Prozent) werden mit Erdgas betrieben und 2.517 Autos (0,1 Prozent) mit Flüssiggas.

Der Anteil der 17.234 vollelektrischer Autos war mit 0,9 Prozent noch klein, verzeichnete aber die größte Steigerungsrate (+69,1 Prozent). Insgesamt 60.904 Hybrid-Pkw wurden im letzten Halbjahr in Deutschland zugelassen (+62,3 Prozent). Davon waren 16.683 Plug-in-Hybride.

CO2-Ausstoß der Neuwagen steigt

Bernd Mattes, Präsident des Automobilverbands VDA, verweist auf Nachteile des geänderten Kaufverhaltens: "Der Dieselanteil bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr auf knapp ein Drittel gesunken. Dem Klimaschutz bringe das jedoch nichts. Je weniger Diesel verkauft werden, desto höher sind die CO2-Werte bei den Neuzulassungen."

Tatsächlich weist die Zulassungsstatistik einen leicht gestiegenen durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Neuwagen aus: um +1,3 Prozent auf 129,5 g/km (Vorjahr: 127,9 g/km).

Dazu könnten auch Verschiebungen bei den Autosegmenten beigetragen haben. Mit Zahlen von Juni 2018 waren Kompaktwagen mit 21,2 Prozent das größte Marktsegment. Auf Platz zwei lagen mit 18,9 Prozent schon die SUVs. Die verzeichnen mit +42 Prozent den höchsten Zuwachs – der in der Regel mit höherem Gewicht und einem Mehrverbrauch einhergeht.© 1&1 Mail & Media / CF

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